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Zukunftsregion Westpfalz

Unternehmen sollen sich gegenseitig unterstützen

RKW bietet Unternehmen Austauschgespräche, Hilfestellungen und kompetente Unternehmensberater an

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden besser unterstützt. RKW Rheinland-Pfalz bietet KMU und Gründern Erfahrungsaustausch, Hilfestellungen und kompetente Unternehmensberater an.

In Arbeitskreisen findet ein Austausch unter den Unternehmern statt. FOTO: RKW RHEINLAND-PFALZ/GRATIS
In Arbeitskreisen findet ein Austausch unter den Unternehmern statt. FOTO: RKW RHEINLAND-PFALZ/GRATIS

Ein eigenes Unternehmen zu führen, ist keine leichte Aufgabe. Selbst wenn die Idee für die eigene Firma vielversprechend ist, lauern auf dem Weg zu einem florierenden Geschäft zahlreiche Hürden, sagt Rolf Dahm vom RKW. Das RKW Rheinland-Pfalz gibt es schon viele Jahrzehnte. 1921 gegründet, will das RKW Gründern und KMU unter die Arme greifen, ihnen auf dem Weg hin zu einem florierenden Unternehmen helfen.

Das RKW ist ein gemeinnützig anerkannter Verein. Ziel und Zweck ist die Förderung von KMU und Forschung zu KMU sowie deren Steigerung bei Wirtschaftlichkeit und Produktivität, zitiert Vereinsvorstand Rolf Dahm aus der eigenen RKW-Satzung. Vorrangig geschieht das durch Erforschung und Verbreitung von betriebswirtschaftlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen über Rationalisierungs- und Innovationsmöglichkeiten für Unternehmen. Kurz ausgedrückt: Das Wissen, wie ein Unternehmen besser und wirtschaftlicher läuft, wird zusammengetragen und für Unternehmer und Gründer verständlich weitergegeben.

Dahm führt als Beispiel die Automobilindustrie an. Wirtschaftlich gesehen lasse sich deren Entwicklung in drei Zeitabschnitte einteilen. Zunächst gab es junge Gründer mit großen Ideen, die sich frisch nach der Hochschulausbildung am Markt bewiesen haben.

In der zweiten „Wachstumsphase“ wurden die Unternehmen größer und strukturierten sich, der Umsatz stieg an. Erst als dritte Phase, laut Dahm um die vorletzte Jahrhundertwende, folgte Standardisierung und Industrialisierung. Dahm: „Das Beispiel zeigt: Wichtig sind immer Gründer mit Ideen und KMU.“

Ein Blick auf die Westpfalz. Laut Dahm ist dort wirtschaftlich gesehen „momentan sehr viel im Umbruch, gerade durch die Umstellung in der Automobilindustrie“. Zudem gibt es ganze Städte, in denen große Industriezweige in den vergangenen Jahren geschlossen haben und wo sich nun Neues ansiedeln kann.

Der RKW-Vorsitzende nennt die ehemalige Schuh-Metropole Pirmasens sowie das brachliegende Pfaff-Gelände in Kaiserslautern als Exempel. „Wenn man in Richtung neuer Technologien blickt, muss man mit den Gründern richtig umgehen. Bei der Digitalisierung - dies wird oft unterschätzt - schaut man oft nur regional und nicht international. Dabei geschieht Digitalisierung weltweit, man muss sich also an internationalen Standardsmessen.“

Die rheinland-pfälzische technische Universität (RPTU) in Kaiserslautern ist zwar eine Schmiede für junge Gründer mit großen Ideen, eine Garantie für den Wirtschaftsstandort Westpfalz ist die Hochschule laut Dahm aber nicht automatisch. „Rheinland-Pfalz tut sich bei den Universitäten im internationalen Vergleich schwer“, sagt der RKW-Mann. 

Jedes Jahr gibt es Ranglisten mit den am höchsten angesehenen „In Universitäten. Rheinland-Pfalz haben wir da nicht die allerbesten Karten. Die einzige Universität, die es hier in die zweite Liga schafft, ist die Universität in Mainz“, so Dahm. Die TU Kaiserslautern belegt dort meist Plätze weiter hinten; zwischen Platz 600 und 900. Das Potenzial ist aber da, sagt Dahm. „Man muss es eben sehr gut betreuen.“

Das RKW übernimmt aber für mehr Aufgaben, als Gründer, Klein- und Mittelständler in Kontakt zu bringen. Im Projekt „Mittelstand meets Start-up“ finden zum Beispiel regelmäßig Stammtische, Vorträge und Tagungen statt, in denen sich Unternehmer aus KMU mit Gründern austauschen, eine bessere Unternehmensführung eben. Zudem vermittelt das RKW geprüfte Unternehmensberater mit offiziellem „Prüfsiegel“. „Es ist so, dass sich jeder als Unternehmensberater bezeichnen kann. Wir prüfen, dass die Berater qualitativ wirklich etwas können.“ Und dann gibt es beim RKW noch die sogenannte „Arbeitgebermarke“. Unternehmer können dabei ihre Firma vom RKW auditieren und sich aufzeigen, Verbesserungspotential lassen oder sich im Arbeitskreis zu Personal oder operativen Fragen austauschen. phkr