
Im Vergleich zu früheren Zeiten wird die Berufsorientierung zunehmend schwerer für junge Menschen. Einer der Gründe dafür ist, dass es immer mehr Ausbildungs- und Studienangebote gibt. Wie also kann ein junger Mensch den für ihn passenden Ausbildungsbeziehungsweise Studienplatz identifizieren und dazu herausfinden, wo seine Stärken liegen? Fundierte Antworten und Wege der Unterstützung liefern dazu gleich mehrere Institutionen, die als Ansprechpartner und Wegweiser von den Ratsuchenden genutzt werden können.
„Obwohl die Zahl der Studiengänge stark zugenommen hat und für die Berater regelrecht zur Herausforderung wurden, gab es im Grunde schon immer eine große Vielfalt an Ausbildungsberufen und Studiengängen“, relativiert der Leiter der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens, Peter Weißler, den allgemeinen Eindruck. Eklatant verändert habe sich dagegen der Einfluss des Elternhauses auf die Berufswahl, das nicht mehr im selben Maße wie noch vor etwa 20 bis 30 Jahren involviert sei.
Deutlich zugenommen habe laut Oliver Busch von der Berufsberatung der Arbeitsagentur in diesem Zusammenhang die Informationsvielfalt, die über die bekannten Beratungsstellen hinaus auch immer stärker im Internet- und insbesondere in den sozialen Medien - angeboten werde. Nach wie vor unterschiedlich sei die Orientierung der Berufswahl, die der Berufsberater maßgeblich von der besuchten Schulform und gegebenenfalls auch von den Schulsozialarbeitern geprägt sieht.
Eine Ergänzung oder sogar Alternative für die Unterstützung bei der Suche nach der richtigen Ausbildung bietet die mittlerweile in Karlsruhe-Durlach beheimatete „Mein mutiger Initiative Weg“(www.mein-mutiger-weg.de), die Frederic Keller gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Pascal und Alwin Pianka im Oktober 2018 als preisgekröntes Start-Up mit einer einfachen Idee ins Leben rief: Junge Menschen zu gewinnen, die als Mutmacher andere junge Menschen für ihre Zukunft begeistern. „Mein mutiger Weg" steht für moderne, schülergerechte Berufsorientierung so zu machen, wie wir es uns als Schüler selbst gewünscht hätten: auf Augenhöhe, motivierend und praxisnah“, bringt Keller das Ziel auf einen einfachen Nenner. Mit den „Mutmacher-Programmen“ begleitet das aktuell 18-köpfige Team Schüler nicht nur dabei, die großen Fragen der Zukunft mutig anzugehen, sondern sich auch persönlich besser kennenzulernen. „Und das klappt dermaßen gut, dass wir mittlerweile neben zahlreichen Unterstützern auch über 300 Partnerschulen gewinnen und weit über 40.000 Schüler auf ihrem Weg in die Zukunft begleiten konnten“, freut sich Keller über den riesigen Erfolg.
Eine hilfreiche Übersicht mit Links zu Ausbildung- und Studienmöglichkeiten samt Weiterbildungen, Netzwerken und potenziellen Arbeitgebern bietet die Zukunfts Region Westpfalz auf ihrem Internetportal westpfalz.de. nof