Anzeigensonderveröffentlichung
VG Römerberg-Dudenhofen

Neuer Wein früher als sonst

Winzer Tobias Schmidt erntet seit Mitte August - Schlaffass ist gefragt

Neuer Wein früher als sonst

Kleiner, aber geschmackvoll: Die Trauben in diesem Jahr haben wegen der Trockenheit nicht so viel Saft. FOTO: SUSANNE KÜHNER

Zwei Wochen früher als im Vorjahr hat der Römerberger Winzer Tobias Schmidt mit der Traubenernte Durchwachsen sei das Jahr gewesen, sagt er. Dafür gibt's den ersten „Neuen“ schon im August. angefangen.

„Es war einfach zu trocken“, bringt Schmidt auf den Punkt. Beregnen war für seine Rebstöcke nicht drin. Das Ergebnis: „Die Trauben sind recht klein, haben kaum Flüssigkeit.“ Viel weniger Erzeugnis als in den vergangenen Jahren wird es geben, sagt Schmidt voraus. Extrem früh seien die Früchte gereift. 

Dafür sei der Öchsle-Grad ziemlich hoch. Extrem früh ist auch die Ernte der Trauben für den Federweißen gestartet. Schon am 16. August wurde begonnen. „Das war zehn Tage früher als geplant“, erklärt Schmidt. Entsprechend schleppend ist der Absatz vom ersten „Neuen“ gelaufen. „Es war noch zu warm. Die Leute haben noch gewartet“, berichtet Schmidt. 

Der engagierte Winzer hat den Betrieb in Mechtersheim von seinem Vater Hans übernommen. „Vor gut 40 Jahren hat er klein angefangen mit einem Mischbetrieb. Inzwischen sind wir deutlich gewachsen“, erzählt Schmidt. Zwischenzeitlich konzentriert er sich ausschließlich auf Weinbau. Ackerfläche wird nicht mehr unterhalten. „Unser Schwerpunkt sind ganz klar die Flaschenweine“, stellt der Römerberger Winzer – von Haus aus „Ur-Mederscher“ – heraus. 

Gefragte Übernachtungsstation: das Schlaffass im Weingut Schmidt. FOTO: KÜHNER
Gefragte Übernachtungsstation: das Schlaffass im Weingut Schmidt. FOTO: KÜHNER

Nicht einfach Trauben zu Wein machen will Schmidt. Das Weingut soll vielmehr ein Ort sein, an dem Tradition und Moderne aufeinandertreffen und zusammenkommen. Handwerkskunst, Leidenschaft und Natur sollen sich dort verbinden, um den Kunden Weine von höchster Qualität zu bieten. So beschreibt es Schmidt auf seiner Homepage.

Deutschlandweit ist er mittlerweile mit seinen Weinen aus dem Römerberger Ortsteil Mechtersheim vertreten. „Wir liefern privat und in der Gastronomie“, führt Schmidt aus. Die Kurve zeige kontinuierlich nach oben. Gerade bei den Flaschenweinen stehe ein Plus unterm Strich. 

Weiße und Rote Reben werden seit Jahrzehnten gepflegt. Vor geraumer Zeit kamen Piwi-Reben hinzu, solche, die resistenter gegen Pilzerkrankungen sind. Die Liste der Rebsorten ist lang. Vom schlichten Riesling und Portugieser über den Müller-Thurgau, Dornfelder und Spätburgunder, den Kerner und den St. Laurent bis hin zu Chardonnay, Regent, Muscat bleu und Birstaler Muskat sind vielfältige Richtungen zu finden. 

Für neue Geschäftsmodelle abseits von der Winzerei ist Schmidt ebenfalls zu begeistern. Abgesehen von Regionalautomaten bietet er die Möglichkeit, eine Nacht „in der Rebenlandschaft“ zu verbringen. Als erster Erwerb stand vor einigen Jahren ein Übernachtungs-Cube zwischen den Rebzeilen. Ergänzt worden ist der nun um ein Schlaffass. „Das haben wir seit diesem Jahr. Genutzt wird es wie der Cube von Menschen, die auf der Durchreise sind“, lässt Schmidt wissen. 

Der Winzer freut sich auf die letzten beiden Wochenenden, an denen sein Herbstausschank stattfinden wird. Am 18./19. September werden zu den Rebengenüssen Fleeschknepp mit Meerrettich serviert. Eine Woche darauf, am 25./26. September, wird Gulaschsuppe angesetzt. Alternativ gibt es Dampfnudeln mit Grumbeersupp. xsm