Das Prinzip ist ebenso einfach wie motivierend. Jede Klasse erhält einen eigenen „Lesekletterer“. Dabei kann es sich um das vertraute Klassenmaskottchen handeln oder um eine Figur, die sich die Schüler eigens für diesen Zweck aussuchen. Ist diese bestimmt, heißt es Kisten packen und stöbern, denn jedes in der Mediathek ausgeliehene Buch zählt.
Sobald eine Klasse die Marke von 100 Ausleihen geknackt hat, erklimmt der Lesekletterer eine Stufe auf der Leseleiter in den Räumen der Mediathek. Buch für Buch und Geschichte für Geschichte wächst so der Stapel der gelesenen Werke.
Der sportliche Ehrgeiz lohnt sich, denn auf die siegreiche Klasse wartet am Ende des Schuljahres eine verlockende Belohnung. Die Mediathek verwandelt sich dann exklusiv für sie in ein privates Kino, komplett mit gemütlichem Filmerlebnis, frischem Popcorn und den passenden Getränken.
Der eigentliche Gewinn geht indessen weit über den ersten Platz hinaus. Im Grunde gebe es bei diesem Projekt nur Gewinner. Jedes gelesene Buch eröffnet eine neue Tür zu einer fremden Welt, während jeder gemeinsame Gang in die Mediathek den Horizont erweitert.
Lesen, so die Botschaft von Mediathek-Leiterin Anna Lenz zum Auftakt, sei eben nicht nur eine schulische Pflicht, sondern vor allem ein gemeinsames Abenteuer, das in der Gemeinschaft doppelt so viel Freude bereitet. xsm