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VG Römerberg-Dudenhofen

Musik, die von Herzen kommt

Kerweband aus sehemaligen KjG-Mitgliedern belebt den Kerwe-Dienstag in Berghausen

Musik, die von Herzen kommt

Loser Zusammenschluss: Einmal im Jahr tritt die Kerweband auf. FOTO: SUSANNE KÜHNER

Ende der 1990er-Jahre ist es gewesen, als die Berghausener Kerwe an Attraktivität verlor. Findige Köpfe wagten einen Versuch. Der hat bis heute Bestand.

Der Dienstagabend ist ein fester Termin für all diejenigen, die gute Musik aus allen Stilrichtungen hören wollen. Unverfälscht, locker-luftig, leidenschaftlich. Dafür sorgt die Kerweband. Der Name ist bei dieser Programm, denn der Zusammenschluss talentierter Musiker tritt nur einmal pro Jahr vor Publikum auf – zur Kerwe und dort beimRock imKeerschegaade. 

Die KjG Berghausen ist dort stationiert und hier erschließt sich auch die Verbindung zur Kerweband. „Als die Kerwe am Absinken war, haben wir überlegt, wie wir gegensteuern können“, denkt Klaus Sternberger zurück. Der Gitarrist ist ein Mitwirkender der ersten Stunde. 

Bevor allerdings eine regelrechte Band auf der Bühne stand, machten Martin Gerbes – genannt Kürbis – und Andreas Ottinger mit ihren Akustikgitarren den Anfang. Als das beim Publikum ankam, wurde größer gedacht. „Von Jahr zu Jahr haben wir uns weiterentwickelt. Immer mehr Musiker kamen dazu“, berichtet Sternberger.

Zwar hatten diese unterm Jahr nie etwas miteinander auf einer Bühne zu tun, doch das Zusammenspiel klappte aufgrund der Erfahrungen hervorragend. Bis heute funktioniert die Kerweband nach dem Prinzip. „Jeder einzelne ist so gut, dass wir den Auftritt problemlos hinkriegen“, sagt Sternberger. 

Gerbes bezeichnet ihn als treibende Kraft. Er selbst wurde von Sternberger motiviert, Gitarre zu lernen – damals, bei Zeltlagern der KjG, der beide verbunden sind. Das gilt auch für alle anderen Akteure der Kerweband. „Wir sind in der KjG groß geworden“, betont Gerbes. 

Da halten ihn auch die gut 80 Kilometer Entfernung nach Darmstadt, seiner heutigen Wohnstätte, nicht vom Auftritt am Kerwe-Dienstag ab. Das gleiche gilt für weitere Band-Mitglieder, die in diesem Jahr mit auftraten. Aus Weisenheim am Sand kam einer, aus Tübingen der andere. Die Wurzeln haben alle in Berghausen. 

„Wir haben mit der KjG eine gemeinsame Geschichte. Diese lange Zeitspanne nimmt einem keiner“, macht Gerbes deutlich und fügt an: „Wir sind mit dem Herzen verbunden.“ 

Bei der Musik für den Abend wird darauf geachtet, dass für jeden etwas dabei ist. „Wir wollen für alle Generationen was machen“, erklärt Gerbes. Auch Gäste dürfen mal ans Mikrofon; das Publikum darf Wünsche äußern. „So sollen die Auftritte frisch und abwechslungsreich gehalten werden“, unterstreicht Sternberger. Wie stark die Bindung zur KjG ist, zeigt ein weiteres Detail: Auf Honorar verzichtet die Kerweband nämlich. „Wir wollen die Tradition aufrecht und den Kerwe-Dienstag damit am Leben erhalten“, hebt Sternberger hervor. xsm