Was ist der konkrete Nutzen des Bildungsbüros?
Es ist eine Art Managementzentrale, die Daten sammelt und auswertet, aufgrund derer die Stadt die Bildungslandschaft und die Übergänge zwischen Schule und Wirtschaft optimieren kann. Oft kümmern sich viele Akteure um ähnliche Themen und wissen nicht, dass es den anderen gibt. Durch die vom Bildungsbüro initiierte Bildungsallianz lernen sich die Leute kennen, um Projekte aufeinander abzustimmen und sich untereinander zu vernetzen.
Welche Rolle spielen laufende Projekte?
Die Bildungsallianz dient ihnen als Austausch- und Weiterentwicklungsplattform. Gelder bekommen die Projektverantwortlichen von uns nicht. Wenn uns Fördertöpfe bekannt sind, die auf ein Projekt passen, geben wir die Empfehlung, sich zu bewerben. Wichtig sind der Informationsfluss und die Schnittstellenoptimierung.
Wie werden die gewonnenen Daten zusammengeführt?
Im Rahmen der Bildungsallianz berichten die Akteure über ihre Projekte und gehen mit anderen Allianz-Mitgliedern in den Austausch. Die Bildungsallianz bildet somit im Grunde das physische Netzwerk rund um das Bildungsbüro.
Welchen Vorteil hat das?
Durch die Bildungsallianz wird Doppelarbeit vermieden. Bisher ist vieles unabhängig voneinander passiert und viele Akteure sind in ähnlichen Arbeitskreisen vertreten. Die gewonnene Information verkürzt Wege und Abstimmungsprozesse und synchronisiert diverse Projektverläufe.
Eine Art Datensteuerung?
Im Rahmen der Treffen der Bildungsallianz werden Zahlen und Infos gewonnen und verwertet. Dafür gibt es innerhalb des Bildungsbüros ein Team, das sich speziell der Datenerhebung und -auswertung widmet, unser Datenmonitoring in Sachen Bildung.
Auch über Schulabgänger?
Ja. Damit man die jungen Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, dahin bekommt, wo sie gebraucht werden, muss man wissen, was es am Standort überhaupt gibt. Es geht darum, die Verbindung von Schule und Wirtschaft zu optimieren.
Veranstaltet das Netzwerk Treffen zwischen Schülern und Wirtschaftsvertretern?
Nein, die Bildungsallianz ist das interne Netzwerk rund um das Bildungsbüro, welches sich untereinander abstimmt und die gewonnenen Erfahrungen in ihren eigenen Projekten weiterverarbeitet. Innerhalb der Bildungsallianz gibt es besagte Projektgruppen, die Gruppe rund um die Berufsinformationsbörse (BIB) zum Beispiel. Durch deren Infos bekommt man eine Übersicht über die bestehenden Projekte, die Herausforderungen und Erfolge. Außerdem können die Projektteams der Bildungsallianz diese Erkenntnisse für sich gewinnbringend verwerten.
Wie viele Schulabgänger haben von der BIB schon profitiert?
Das ist schwer zu sagen, da es um qualitativen Erfolg geht und nicht vordergründig um Besucherzahlen. Damit verwertbare Effekte abbildbar sind, hat unser Bildungsmonitoring einen Fragebogen entwickelt und Umfragen durchgeführt. Es geht hier darum, mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen.
Wie lange läuft die Förderung noch?
Die Bildungskommunen sind ein EU-Programm aus dem Europäischen Sozialfond (ESF), die vom Bundesbildungsministerium unterstützt werden. Wir haben uns um diese Förderung beworben und wollen das Bildungsbüro gerne auch längerfristig bei uns im Amt haben. Es würde wenig Sinn machen, das aufgebaute Fundament einzureißen, welches wir mit viel Arbeit und Herzblut aufgebaut haben. ckkm