In der Westpfalz laufen mehrere Initiativen, die dem Ärztemangel vorbeugen sollen. Eine davon ist der Gesundheits-Campus in Kaiserslautern.
In Kaiserslautern ist ein Gesundheits-Campus auf dem Pfaffgelände geplant, in dem die neue „Medical School Kaiserslautern-Semmelweis Universität“ untergebracht wird. Sie soll den Standort Kaiserslautern um einen medizinischen Zweig bereichern. Die ersten 42 Studenten sind im Wintersemester 2025/2026 gestartet und verbringen die erste Hälfte ihres Studiums an der Semmelweis Universität in Budapest. 2028 kommen sie für die klinische Phase des Studiums nach Kaiserslautern ans Westpfalz-Klinikum und die Medical School.
Das angebotene Studium soll die Gesundheitsversorgung in der Region spürbar verbessern, denn Studien zeigen, dass Absolventen einer lokalen Ausbildung oft in ihrer Heimat bleiben. Außerdem bietet der Verein „Ärzte für die Westpfalz“ den Studenten eine teilweise oder komplette Übernahme von Studiengebühren für das deutschsprachige Medizinstudium in Ungarn. Ziel des Vereins ist es, dem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken. Im Gegenzug verpflichten sich die Geförderten, klinische Praktika sowie das Praktische Jahr in einem Krankenhaus im Fördergebiet zu absolvieren und nach Abschluss des Studiums mindestens drei bis fünf Jahre in der Westpfalz oder im Landkreis Bad Kreuznach zu arbeiten.
Diese Kooperation wird die medizinische Versorgung der Westpfalz langfristig stärken. Davon ist Beate Kimmel, Bürgermeisterin der Stadt Kaiserslautern überzeugt. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Stadt Kaiserslautern und den Landkreisen Kusel und Donnersbergkreis.
Auf dem Gesundheitscampus sollen auch die in Kaiserslautern verteilten Schulen des Westpfalz-Klinikums untergebracht werden: Das Ausbildungszentrum für Pflegefachberufe, die ATA-OTA Schule für anästhesietechnische und operationstechnische Assistenz, die Physiotherapieschule und das Weiterbildungszentrum des Westpfalz-Klinikums. Über 600 junge Menschen sollen dort lernen und studieren. ckkm