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Neustadter Herbst

Neustadt: Wasser in die Stadt

Eine neue Oase inmitten der Altstadt mit bespielbaren neuen Wasserlauf und Fontänenfeld

Neustadt: Wasser in die Stadt

Andreas Böhringer und Wilfried Walther liefern sich eine Wasserschlacht. FOTO: MARKUS PACHER

Nicht mehr wegzudenken aus dem Stadtbild ist der vor zwei Jahren in der Laustergasse eröffnete erste Abschnitt des Projekts „Wasser in die Stadt“. Nun freuen sich die Neustadter Bürgerinnen und Bürger über einen weiteren Ruhepol im Herzen der Altstadt.

Kühle Erfrischung in der Innenstadt. FOTO: MARKUS PACHER
Kühle Erfrischung in der Innenstadt. FOTO: MARKUS PACHER

Im Gegensatz zum ersten Bauabschnitt lief bei der Neugestaltung des Juliusplatzes alles wie am Schnürchen. Die Bauarbeiten blieben vor bösen Überraschungen weitgehend verschont und fanden wie geplant nach sechs Monaten ihren erfolgreichen Abschluss.

Im Zuge der zurückliegenden hochsommerlichen Temperaturen wurde der bespielbare neue Wasserlauf und das Fontänenfeld vor allem von sehr jungen Neustadterinnen und Neustadtern bereits freudig in Beschlag genommen. „Wasser gibt unserer Stadt Lebendigkeit, Wasser ist ein Lebenselixier“, äußerte sich begeistert Oberbürgermeister Marc Weigel bei der offiziellen Einweihung des zweiten Bauabschnittes. Und das Ergebnis kann ich sehen lassen: Südlich des neugefassten, über zwei Auslaufsteine und Becken fließenden Bachlaufs sorgen fortan elf Wasserfontänen gerade an heißen Tagen für wohltuende Erfrischung.

Während den Bauarbeiten traten zwar diesmal keine Probleme in Gestalt bislang unbekannter alter Tanks oder Überreste früherer Uferbefestigungen des Speyerbachs wie in der Laustergasse/Klemmhof auf, dennoch bereitete die besondere Situation mit dem denkmalgeschützten Rathaus sowie der Tiefgarage unter dem Juliusplatz und dem verrohrten Bachlauf entlang des Rathauses und der Marktgasse einiges Kopfzerbrechen. Der Dank des Stadtoberhauptes galt an dieser Stelle dem planenden Architekturbüro Hofmann-Röttgen, dem umsetzenden Unternehmen „Flörchinger Garten- und Landschaftsbau“ und der Projektleitung in Gestalt von Kerstin Baum von der Tiefbauabteilung der Stadt Neustadt für die hervorragende Zusammenarbeit.

Anders als beim Klemmhof wird das Wasser nicht dem Grundwasser entnommen, sondern Wasser der Stadtwerke im Umlaufverfahren verwendet. Dabei bilden das Wasserspiel mit dem Fontänenfeld und Bachlauf einen geschlossenen Kreislauf mit einem Schwallwasserbehälter zur Nachspeisung sowie einem Technikschacht, in welchem das Wasser durch mechanische Filterprozesse aufbereitet wird. Gemäß der Topografie des Juliusplatzes ist der Boden des Bachlaufs mit kleinen Kaskaden abgetreppt.

Aufwändige Pflasterarbeiten begleiteten den 2. Bauabschnitt. So stand bei der Erneuerung des Bodenbelags der Marktgasse zwischen Adler-Apotheke und dem Eingang der Gaststätte Barbarossa eine symbolische Weiterentwicklung des Themas Wasser und eine optische Verbindung zum Bereich Klemmhof/Laustergasse im Fokus. Rund 800.000 Kosten verursachte der zweite Bauabschnitt. Etwa die Hälfte davon wird über die Städtebauförderung des Bundes und des Landes finanziert.

Die Initiative der Bürgerstiftung „Lebenswerte Stadt Neustadt“ basiert auf der Idee, an das frühere Stadtbild zu erinnern, als noch der Speyerbach und der Rehbach offen durch die Stadt flossen. Von Anfang an war klar, dass es zu aufwändig und zu teuer wäre, die in den 1970er Jahren verrohrten Bäche wieder an die Oberfläche zu holen. Stattdessen sollen einige Stellen mit offenen Wasserläufen fortan daran erinnern, wo früher der Speyerbach floss.

Bezüglich des nächsten Bauabschnitts von „Wasser in die Stadt“ wünscht sich Frank Sobirey von der Bürgerstiftung, die das Projekt vor sechs Jahren zusammen mit der Stadt aufs Gleis gesetzte hatte, die Restaurierung des zwischenzeitlich verwahrlosten Bassins an der Marienkirche und die Schaffung einer optischen Verbindung zwischen dem an dieser Stelle noch offenen Speyerbach über die einst offene kleine Brücke mittels eines Wasserrades. MARKUS PACHER