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Donnerstag, 17.01.2019 Drucken

Ludwigshafen

Lebensfreude in der Pyramide

Drei Therapeutinnen bilden Praxisgemeinschaft in Maxdorf – Schwerpunkte ergänzen sich

Lebensfreude in der Pyramide

Wollen ihren Patienten körperlich und psychisch helfen: die Heilpraktikerinnen Tatjana Fornoff und Claudia Heister sowie die Individualpsychologische Beraterin Renate Görg (von links). ARCHIVFOTO: KERN

Spricht man in Maxdorf von der Pyramide, wissen die Einheimischen sofort, dass es sich um das auffällige Anwesen in der entsprechenden Bauform am Ortseingang aus Richtung Ludwigshafen kommend handelt. Dort hat sich im Eppsteiner Weg 32 eine Praxisgemeinschaft mit dem Schwerpunkt Naturheilkunde und Individualpsychologie niedergelassen.

Das auffällige Objekt gehört Claudia Heister, Sozialpädagogin und Heilpraktikerin, die seit zehn Jahren in diesem Beruf tätig ist. Nach der Kündigung ihrer früheren Räume hat sie vor vier Jahren die Praxis von Lambsheim in die Pyramide verlegt. Sie kannte Tatjana Fornoff, ebenfalls Heilpraktikerin, bereits aus den monatlichen Treffen des Berufsverbandes und die Individualpsychologische Beraterin Renate Görg aus ihrem privaten Umfeld. Da die beiden auf Raumsuche waren und in der Pyramide ausreichend Platz vorhanden war, lag die Lösung einer gemeinschaftlichen Praxis auf der Hand.

Renate Görg hat sich zur Individualpsychologischen Beraterin nach Alfred Adler, einem österreichischen Arzt und Psychotherapeuten, ausbilden lassen, der sich mit der individuellen Lebensgeschichte der Menschen befasste. Die Psychologie sei ganzheitlich, zielorientiert, alltagstauglich und leicht umsetzbar. „Die Menschen, die zur mir kommen, können eigentlich in drei größere Gruppen eingeteilt werden“, sagt Görg. „Es gibt Menschen mit privaten Krisen, Problemen bei der Arbeit oder in der Familie, wodurch sich das ganze Lebensumfeld verändert oder sogar Krankheiten ausgelöst werden. Eine zweite Gruppe wartet bereits auf eine Therapie zur psychologischen Behandlung. Hier kann ich helfen, die oft monatelange Wartezeit auf einen Termin zu überbrücken“, erklärt sie. Die dritte Gruppe seien Menschen mit einer angeborenen Hochsensibilität, eine Form außergewöhnlicher Wahrnehmung ihres Umfelds, die sie oft in starke Stresssituationen bringen kann. Hier sei besonders die Konzentration auf sich selbst zu erlernen und behutsame Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

Tatjana Fornoff hat eine medizinische Ausbildung gemacht und früher bei Ärzten und im Krankenhaus gearbeitet. Durch eigene Erfahrungen hat sie sich der Naturheilkunde zugewandt und die Ausbildung zur Heilpraktikerin absolviert. Sie darf sich nach einer Zusatzausbildung geprüfte Ozon-Therapeutin nennen. „Die Ozon-Sauerstofftherapie hat eine bakterien- und pilztötende Wirkung und hilft auch gegen Viren. Einsatzgebiet sind unter anderem Wundheilungsstörungen, Haut- und Stoffwechselerkrankungen, aber auch Tinnitus oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen“, informiert sie. Sie ist mit einigen Ärzten bestens vernetzt und freut sich darüber, dass viele mittlerweile auch für die Naturheilkunde offen sind und damit den Patienten weitere Behandlungsperspektiven eröffne.

Claudia Heister hat viele Jahre in der Sozialpädagogik mit Kindern, behinderten Menschen und in der Gewaltprävention gearbeitet. Nach der Ausbildung zur Heilpraktikerin folgten Zusatzausbildungen zur Massagetherapeutin und zur Therapeutin für Akupunkturmassage. Für sie liegt die Konzentration auf die Stärkung der Selbstheilungskräfte im Fokus. „Mir ist die mentale Gesundheit von Körper, Geist und Seele ganz wichtig“ sagt sie. Einer ihrer Behandlungsschwerpunkte ist die Narbenentstörung, die oft den Energiefluss behindern würde. Gute Erfolge habe sie hier bei Kaiserschnitt-, Blinddarm- und Leistenbruchnarben erzielt. Sie praktiziert auch Ohrakupunktur, die zu den Reflexzonentherapien gehöre und gut bei Kopfschmerzen oder Schmerzen im Bewegungsapparat helfe. Bei Kindern setzt sie auf Elektroakupunktur, die ohne Nadeln durchgeführt wird.

Obwohl jede in verschiedenen Schwerpunkten tätig ist, haben die Therapeutinnen herausgefunden, dass sie sich in ihrer Arbeit ergänzen können. So gibt es mittlerweile Fälle, über die sie sich austauschen oder auch zusammenarbeiten. Allen dreien ist es wichtig, den Menschen helfen zu können und die Lebensfreude zu erhalten oder wieder zu wecken. „Naturheilkunde braucht aber auch Zeit“, sind sie sich einig. aar

KONTAKT

Praxisgemeinschaft mit dem Schwerpunkt Naturheilkunde und Individualpsychologie
Eppsteiner Weg 32, 67133 Maxdorf

Termine nach Vereinbarung: Claudia Heister:
Telefon: 06237 9780230
Internet: www.praxisheister.de

Tatjana Fornoff:
Telefon: 06237 9162270
Internet: www.naturheilpraxis-fornoff-maxdorf.de

Renate Görg:
Telefon: 06233 3035824
Internet: www.renate-görg.de


Vorbereitungen für den runden Geburtstag

Orthopädie Schuhtechnik seit zehn Jahren in Maxdorf – Neue Scanner für Fußvermessung –Wieder Fußpflege

Schwerpunkt von Orthopädieschuhmachermeister Erik Köberlein ist die Anfertigung von orthopädischen Schuhen sowie Einlagen in den Größen 20 bis 50. FOTO: SCHAAR
Schwerpunkt von Orthopädieschuhmachermeister Erik Köberlein ist die Anfertigung von orthopädischen Schuhen sowie Einlagen in den Größen 20 bis 50. FOTO: SCHAAR

Erik Köberlein freut sich auf den 1.März: Dann feiert er den zehnten Geburtstag der Orthopädie Schuhtechnik in Maxdorf. Im vergangenen Jahrzehnt hat er den Betrieb, in dem Ehefrau, Eltern und Schwester mitarbeiten, kontinuierlich weiterentwickelt. Über die Jahre sind Angestellte und zwei Auszubildende dazu gekommen, vor zwei Jahren hat er die Firma auf eigenen Grund und Boden verlegt.

Seit Weihnachten 2018 war das Geschäft für drei Wochen geschlossen. Wer aber dachte, dass sich der Orthopädieschuhmachermeister ein paar schöne Urlaubswochen macht, lag daneben. In dieser Zeit wurden neue Scanner für die Fußvermessung behindertengerecht im Boden eingebaut.

Außerdem wurde das interne Bearbeitungssystem komplett umgestellt und ein neues Barcode- System installiert. Der Kunde erhält jetzt nach Erteilung eines Auftrags, zum Beispiel über neue Einlagen, einen festen Barcode zugeordnet, der die komplette Abwicklung von der Annahme des Rezepts über die Herstellung, Berechnung der Arbeiten bis zur Übergabe der fertigen Einlagen begleitet und nachvollziehbar macht. Damit würden lückenlos die rund 20 notwendigen Arbeitsschritte, einschließlich des zum Einsatz gekommenen Materials, dokumentiert und so eine deutliche Verbesserung des Qualitätsmanagements erzielt.

Im Lager liegen Leistenrohlinge von Schuhgröße 20 bis 50 in den Regalen. Für jeden Kunden wird daraus nach den gescannten Maßen ein eigener Leisten angefertigt und nach jeder weiteren Messung individuell angepasst, sollten sich Veränderungen am Fuß ergeben haben. „Wir haben über die Jahre auch unser Material umgestellt und legen großen Wert auf hautgeprüfte Sohlen und Kleber, die in Deutschland hergestellt werden“, erzählt der Fachmann.

Ein Schwerpunkt seines Geschäft ist die individuelle Anfertigung von orthopädischen Schuhen, die mittlerweile eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet. Die oft klobigen braunen oder schwarzen Schuhe, an die man sich erinnert, gehören der Vergangenheit an. Patienten können sich neben allen Farben und Qualitäten des Obermaterials auch viele Formen eines Schuhs aussuchen. „Auch die Schuhe im diabetischen Bereich sind moderner und sportlicher geworden“, sagt Köberlein.

Eine intensive Beratung zeigt auf, was tatsächlich umzusetzen geht, in manchen Fällen reicht auch die Bearbeitung vorhandener Konfektionsschuhe aus. Im Bereich der Versorgung mit Kompressionsstrümpfen haben alle Mitarbeiter eine Weiterbildung absolviert, damit jeder Auskunft geben kann. Ein umfangreiches Angebot an Bequem- und Hausschuhen verschiedener Firmen sowie Bandagen runden das Angebot bei Köberlein ab.

Nach ihrer Elternzeit bietet die aus Vietnam stammende Ehefrau Ha Köberlein wieder Fußpflege in der hell eingerichteten Kabine an. Sowohl für die Fußpflege als auch für die Vermessung von Einlagen und Orthopädischen Schuhen ist es notwendig, Termine zu vereinbaren. Vor dem Geschäft stehen Kunden drei Parkplätze zur Verfügung, zusätzlich gibt es auf der anderen Straßenseite entlang des Friedhofs eine Vielzahl öffentlicher Parkplätze. Am Freitag, 1. März, erwartet die Kunden zum Jubiläum ein kleiner Sektempfang. aar


KONTAKT

Köberlein Orthopädie Schuhtechnik:
Friedhofstraße 2, 67133 Maxdorf
Telefon: 06237 9796588
www.orthopaedie-koeberlein.de

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