Die erste Ortschronik war vor 50 Jahren zum 1200-jährigen Ortsjubiläum von Alois Krämer, für die Hochdorfer Geschichte, und Friedrich Binder für den Assenheimer Teil verfasst worden. Diese beiden Historien legten den Grundstein für die von Andrea Clemens geschriebene aktuelle Ortschronik, in der auch die rasante Entwicklung, die die Ortsgemeinde in den letzten 50 Jahren durchlaufen hat, dokumentiert wird. „Dabei geht es nicht nur darum die Geschichte der Doppelgemeinde in modernem Gewand vorzustellen, sondern zugleich die Gegenwart in möglichst vielen Facetten zu präsentieren“, wie die Autorin sagt.
Beginnend mit der Ur- und Frühgeschichte blickt die Ortschronik auf die getrennten Geschichten von Hochdorf und Assenheim bis zur Kommunalreform 1969 zurück.
Rückblick auf 1250 Jahre Weinbau
Vom Zusammenschluss bis heute wird die Geschichte nun erstmals fortgeschrieben. Mit einem Exkurs blickt Stefan Hoffman auf 1250 Jahre Weinbau auf in Hochdorf-Assenheim zurück. Eine umfangreiche historische Zeittafel bietet eine rasche Orientierung in der Historie. Listen der Bürgermeister vom 17. Jahrhundert bis heute sowie die Auflistung des Ortsgemeinderates im Jubiläumsjahr runden den historischen Part ab.
In einem zweiten Teil der Ortschronik werden in kurzen Porträts die Kulturdenkmäler in der Gemeinde als heute noch sichtbare Zeugnisse der Vergangenheit vorgestellt. Aber auch die Infrastruktur und gesellschaftliche Leben wie religiöse Gemeinschaften, Kindertagesstätten, Schule und ökumenische Sozialstation kommen mit ihren je eigenen Geschichten als prägende Elemente eines lebendigen Dorfes nicht zu kurz.
Vereine und Ehrenamt im Fokus
Ebenso werden alle Vereine und Gruppen ob alt und gerade frisch gegründet vorgestellt, die gerade auch durch das ehrenamtliche Engagement vieler Personen wichtige Elemente im Miteinander sind. Ein weiteres Kapitel der Ortschronik widmet sich Festen und Veranstaltungen, die zum Teil seit Jahrhunderten fester Bestandteile im Jahreskalender sind, willkommene Abwechslungen im Jahreslauf darstellen und denen gemeinschaftsbildende Funktion zukommt.
„Alles in allem bildete die neue Ortschronik einen historischen Zustandsbericht, der nicht Ende, sondern Wegmarke in Richtung Zukunft, Ansporn und Motivation zur Fortführung von Traditionen, Engagement und zur Gestaltung sein soll“, wie Ortsbürgermeister Walter Schmitt in seinem Vorwort betont. acl