Die Handballabteilungen des TV 1897 Dudenhofen und des TV 1885 Schifferstadt haben sich am 1. Mai 2015 zur Handball-Spielgemeinschaft Dudenhofen-Schifferstadt zusammengeschlossen. HSG Inzwischen ist diese zum zweitgrößten Handballverein in Rheinland-Pfalz geworden. Zukunftssicherung muss da geplant sein.
„Die Panther“ nennen sich die Aktiven der HSG. Als kräftige Räuber sind ihre Namensgeber aus der Tierwelt bekannt. Übertragen lässt sich das auf die Spieltechnik der Handballer. Erfolgreich erbeuten diese die Bälle aus gegnerischen „Klauen“, um sie schließlich sicher in den „Bau“ - sprich: das gegnerische Tor - zu bringen.
Mit über 300 Aktiven in 32 Mannschaften ist die HSG mittlerweile mehr als gut aufgestellt. Das alles kostet natürlich etliche Euro. „Schiedsrichter und Trainer, das Material, teilweise Hallenmiete“, zählt Benjamin Rieck auf.
Er weiß, wovon er spricht. Zum einen ist der HSGler Trainer der männlichen E1-Jugend. Zum anderen ist er Sprecher des Fördervereins, der den Zusatz „Zukunftspanther“ trägt. „Die Turnvereine Dudenhofen und Schifferstadt hatten früher ihre eigenen Fördervereine. Wir wollten der HSG mit der Gründung eines gemeinsamen Vereins ein Gesicht geben“, zeigt Rieck auf. Vor zwei Jahren wurden die Zukunftspanther auf den Weg gebracht; eine Visualisierung der HSG und eine Anlaufstelle für Spender. „Auẞerdem haben wir so die Möglichkeit, problemlos weitere Gelder für die Förderung des Handballsports zu generieren“, betont Rieck.
Das größte Problem, dessen die Handballer Herr werden müssen, ist noch nicht so alt. Der Name: Harzreinigung. „Die kostet uns gut 1000 Euro“, sagt der Funktionär.
Notwendig wird der Einsatz des Spezialmittels durch die Zulassung des Harzens beim Spiel. Ein spezielles Haftmittel wird dabei auf die Hände der Handballer aufgetragen, das für maximalen Grip sorgen soll. Die Reinigung der Halle nach jedem Spiel kostet. „Das geht nur durch Sponsoren und durch Menschen, die Mitglied im Förderverein werden“, macht Rieck deutlich. Geld fließt auch in andere Projekte. Beispielsweise in zwei Handball-Camps unterm Jahr, die für die Jugendlichen unter zwölf ausgerichtet werden.
Einsatz zeigen die Ehrenamtlichen des Fördervereins an vielen Stellen, um die Kassen aufzubessern. Beim inklusiven Spieltag und beim Spargelfest am zweiten Juni-Wochenende waren sie beispielsweise vertreten. „Wir richten auch ein Hoffest aus und organisieren das Saisonopening“, nennt Rieck weitere Schwerpunkte.
Über Neuzugänge im Förderverein freut er sich. Informationen gibt es unter www.hsg-panther.de im Internet. ❘xsm
Hingabe für „Glückspanther“
Inklusives Handballtraining bringt Kinder in Dudenhofen zusammen
Inklusion ist für Steffen Bruns nicht nur ein Wort. Der Funktionär von der HSG Dudenhofen-Schifferstadt hat ein neues Angebot im Verein angestoBen und bei vielen anderen die Leidenschaft dafür entfacht. „Glückspanther“ heißt das Projekt, das junge Menschen zusammenbringt und die Lust am Ballspiel wecken soll.
Bruns ist schon seit über 20 Jahren bei Special Olympics im Einsatz. Ein Engagement, das ihn bewegt. Im positiven Sinne. Er mag es, die Sportler - Menschen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung - zu unterstützen, zu motivieren und sich mit ihnen zu freuen. „Die Arbeit in dem Bereich ist mir daher nicht fremd“, sagt Bruns.
Das und zwei Inklusionstage waren es, die in ihm eine Idee haben reifen lassen: eine Mannschaft, in der behinderte Menschen zusammen Handball spielen. „Ich habe mit Null angefangen“, berichtet Bruns. Das ist gar nicht so lange her. Im Spätjahr 2025 war das erste Treffen angesetzt. Seither haben sich die „Glückspanther“ schon einen Namen gemacht.
Jeden zweiten Samstag im Monat treffen sie sich, um zusammen den Umgang mit dem Ball zu lernen. Zwischen fünf und 15 Jahre alt sind die Kinder und Jugendlichen, die Teil der HSG werden wollen. „Sie kommen aus der ganzen Region, sogar aus Kaiserslautern“, macht Bruns deutlich, wie wichtig und durchaus selten das Angebot ist.
Kennen gelernt hat er es durch zwei Inklusionstage in Haßloch und die Glücksliga Deutschland. Diese ist eine Initiative, die 2021 in Bad Salzuflen gegründet wurde und eine Handballliga für behinderte Kinder und Jugendliche ist. Der Ursprung liegt in Dänemark, wo es schon seit 2017 die so genannte Lykkeliga gibt.
Geistig oder körperlich beeinträchtigt seien die Kinder. Oder auch beides. Mit nicht beeinträchtigten Gleichaltrigen werden sie zusammengebracht. „Das ist keine Gymnastik mit dem Ball“, hebt Bruns deutlich hervor: „Das ist Handball-Training.“ Technik und Taktik werden geübt. Werfen, fangen, Deckung, Passspiel - alles wird trainiert.
„Wir sind voll im Thema drin“, versichert Bruns mit Blick auf die Trainereinheit. Abgesehen vom Wissen um Handball und die richtige Vermittlung brauche es für die Glückspanther nur eines: Hingabe. „Die Kinder zeigen einem genau, was ihnen gefällt und was nicht“, unterstreicht Bruns. Sie sind auch sein Antrieb, denn die Rückmeldungen von Nachwuchs und Eltern motivieren zum Weitermachen.
Das Training der Glückspanther findet jeden zweiten Samstag in geraden Wochen, 10 bis 11.15 Uhr, in der Ganerbhalle Dudenhofen statt. Rückfragen: Steffen Bruns, E-Mail glueckspanther@hsg-panther.de. ❘xsm