Anzeigensonderveröffentlichung
ZukunftsRegion Westpfalz

Wo der Mut zur Veränderung Wurzeln schlägt

Für diese Sonderbeilage hat der Verein ZukunftsRegion Westpfalz (ZRW) das Thema „Arbeitgeber und Ausbildung“ gewählt. Diese Ausgabe bietet viele Informationen zur Region und zeigt, dass sie vom Karrierestart an ein lebenswertes Umfeld mit Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

Wo der Mut zur Veränderung Wurzeln schlägt

Liegt in eingebettet in herrliche Natur zwischen Kaiserslautern und Weilerbach: die Ortsgemeinde Rodenbach. FOTO: GEMEINDE RODENBACH/GRATIS

Der Blick in die Wirtschaftsgeschichte offenbart manchmal Geschichten, die mehr über eine Region erzählen als jede Statistik. Sie zeigen, wie Menschen Chancen nutzen und wie aus Entscheidungen neue Lebenswege entstehen. Wie die Geschichte der Großmutter unserer Autorin Miriam Dieckvoẞ.

Die Geschichte beginnt im Dezember 1939 in Oberhausen an der Appel, einem Dorf im nördlichsten Zipfel der Westpfalz. Draußen erstarrt die Welt gerade im kältesten Kriegswinter des Jahrhunderts. Es kündigt sich eine wirtschaftliche Problemlage für die kleinen ländlichen Betriebe und Höfe an. Die Bauern sind besorgt: Erst kamen Krieg und Mobilmachung, die ihnen die Söhne nahmen, und dann auch noch die plötzliche Kälte, die die Wurzeln des Wintergetreides zerstörte, Obstbäume bedrohte und Erdmieten einfrieren ließ. 

Auf einem der Höfe packt an einem dieser Wintertage eine junge Frau ihren Koffer. Heimlich. Sie steht an der Schwelle zu ihrem 18. Geburtstag, der damals zwar noch keine Volljährigkeit bedeutet, aber bereits erste Freiheiten bietet. Sie hatte ohne das Wissen ihrer Eltern eine Stelle als Haustochter, mit aktiver Mitarbeit in Laden und Haushalt der Gastfamilie, angenommen. „Ich wollte einmal etwas Größeres sehen“, hat sie später erzählt.

Das Ziel der jungen Frau war das beschauliche Rodenbach, das rund 40 Kilometer entfernt zwischen Kaiserslautern und Weilerbach liegt. Die 17-jährige liebte das Leben im Appeltal. Doch sie war ein Freigeist. Ein Kinderfoto zeigt ein Bauernmädchen mit wildem Lockenkopf, das neugierig und mit offenem Mund in die Kamera blickt. Ein kleiner Hitzkopf, der einst ein ungerechtes Zeugnis vor den Augen des Lehrers zerrissen hatte. Aus diesem Wildfang war eine junge Frau geworden, die entschlossen war, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. 

Als sie fertig gepackt hat, sucht sie das Gespräch mit den Eltern. Die sind erschrocken und auch ein wenig enttäuscht. Die Hilfe der Tochter wäre gerade jetzt wichtig. Aber sie verstehen, dass sie die Zukunft nicht in der Landwirtschaft sieht. Die Stelle in Rodenbach bietet ihr eine neue Welt mit spannenden Aufgaben und Möglichkeiten und gibt dem eigentlich vorgezeichneten Lebenslauf als Bauersfrau eine ganz andere Wendung.

Die wirtschaftliche Situation der Westpfalz hat sich seit 1939 stark gewandelt. Sie hat sich von einem Agrar- und Grenzland mit Industrie in den Oberzentren zu einem Wirtschaftsstandort mit hoher Diversifizierung und einem deutlichen Fokus auf High-Tech entwickelt. Auch der Arbeitsmarkt hat einen starken Wandel erfahren. Musste man 1939 froh sein, eine Stelle zu finden, werben heute Unternehmen aktiv um Mitarbeiter. 

Die Westpfalz ist ein lebenswertes Umfeld, in dem junge Menschen in ein erfülltes Leben und eine zukunftsträchtige Karriere starten können. Dabei hilft auch heute noch der Entdeckergeist des Mädchens mit den wilden Locken: Im enormen Branchenmix, vom traditionellen Einzelunternehmen bis hin zum innovativen Global Player wollen Chancen aktiv entdeckt werden. 

Wer sich auf die Suche macht, stellt fest, dass in der Westpfalz Talente herzlich willkommen geheißen werden. Der Weg zum Erfolg beginnt mit Neugierde und der Entschlossenheit, die eigene Zukunft zu gestalten.

Damit Unternehmen und Bewerber zusammenfinden, haben sich zahlreiche Akteure zusammengeschlossen und ein tragfähiges Netzwerk gebildet. Gemeinsam tragen sie die Möglichkeiten, die die Westpfalz bietet, nicht nur in die Welt hinaus, sondern auch an den heimischen Küchentisch. Das ist wichtig: Wenn es junge Menschen in die Ferne zieht – nach Paris, London oder New York - wird oft übersehen, dass hier in der Westpfalz viele Unternehmen sitzen, die genau diese Weltmärkte bedienen, was ihren Mitarbeitern internationale Perspektiven eröffnet. Andererseits finden Menschen aus den verschiedensten Regionen und Ländern hier ein Zuhause mit hoher Willkommenskultur. 

Das Netzwerk, dem der Verein ZukunftsRegion Westpfalz Stimme und Gesicht gibt, hat von Beginn an erkannt, dass die jungen Menschen eine wesentliche Ressource unserer Region sind. 

Fernweh, Neugier und Aufbruch gehören zum Jungsein. Doch ebenso bedeutsam ist ein Ort, der Halt gibt. Eine Heimat. Die Westpfalz ist ein Ort, der die Welt öffnet und zugleich ein sicheres Fundament bietet. Sie ist eine Standort, in der internationale Märkte und persönliche Verbundenheit kein Widerspruch sind.

Vor über acht Jahrzehnten packte eine junge Frau aus Oberhausen an der Appel ihren Koffer, um in einem rund 40 Kilometer entfernten Örtchen eine neue Welt zu entdecken. Heute sind die Wege weiter geworden. Doch der Mut, sie zu gehen, beginnt genau hier. In der Westpfalz. mide

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