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VG Römerberg und Dudenhofen Ostern

Die Kunst des Spargelanbaus

Worauf beim Anlegen von Feldern geachtet werden muss

Die Kunst des Spargelanbaus

Der Gewächshauseffekt wirkt: Der Spargel wächst unter drei Schichten Thermofolie. FOTO: KÜHNER

Der Frühling naht mit großen Schritten und damit die Spargelsaison. Um eine gute Ernte einzufahren, braucht es nicht nur entsprechendes Klima. Auch die Ackerflächen müssen gezielt vorbereitet sein.

Thomas Beck, Landwirt aus Dudenhofen, kennt die traditionellen Vorgaben beim Bestellen der Felder. Einige sind überholt. „Es hieß immer: Solange, wie der Spargel drin war, sollte man ihn nicht mehr anpflanzen. Das wird heute nicht mehr praktiziert“, erklärt er. 

Das liegt wiederum daran, dass die Äcker generell nicht mehr so lang beerntet werden. Um den Gesundungsprozess der Börden anzukurbeln, arbeitet der Landwirt mit entsprechenden natürlichen Stoffen. „Wir geben Körnermais auf das Feld und Humus – in dem Fall ist das Pferdemist aus Dudenhofen“, führt Beck aus. Bei Bedarf werde auch noch aufgekalkt. Die naturnahe Bewirtschaftung der Felder ist für den Landwirt obligat.

Werde neuer Spargel eingebracht, muss der Boden gut einen halben Meter tief gelockert werden. „Anfang April findet die erste Pflanzung statt“, sagt Beck. Das heißt: Die Spargel, die aktuell gerade ausgebracht werden, können im kommenden Jahr geerntet werden. Eigentlich. Beck indessen gibt noch ein Jahr drauf. 

„Wir ernten erst im zweiten Jahr, damit der Spargel die Möglichkeit hat, besonders viel Energie aufzubauen. Dadurch wird die Ernte ertragreicher“, lässt der Landwirt wissen.

Seien die Spargeläcker etabliert, gehe es daran, die Dämme herzustellen. „Dabei werden die Spuren rausgefräst und knapp über die Spargelkrone gelegt“, führt Beck aus. Sind die Dämme aufgehäuft, müssen sie glatt gemacht werden. 

Schwierige Voraussetzungen für ein gutes Spargeljahr 2026 waren es bislang. „Die ganze Zeit war es sehr nass und trüb. Die Sonne hat gefehlt“, wirft Beck ein. Das habe sich auch auf den Feldsalat niedergeschlagen: „Er ist nicht gewachsen.“ Mittlerweile hat sich die Lage verändert.

„Der Gewächshauseffekt unter der Folie ist in vollem Gange“, betont Beck. Eine schwarzweiße Taschenfolie wird über die Dämme gelegt. Darüber kommt eine Tunnelfolie, die an Stäben befestigt ist. „Insgesamt reden wir also von drei Folienauflagen“, zählt Beck zusammen. Durch Sand an seitlichen Bahnen beschwert sind die Abdeckungen, damit sie sturmfest bleiben.

Spargelspinnen helfen

Auch das Personal für die Spargelernte ist bereits bestellt. „Drei Tage, bevor es los geht, kommt die erste Mannschaft“, kündigt Beck an. Aus Rumänien reisen seine Erntehelfer an. Seit Jahren kommen sie zu ihm. Gerichtet ist auch das notwendige Arbeitsgerät. Spargelstecher, Traufe und Spargelheber gehören dazu. Auch kleine Erntekörbe gibt es, um die Arbeit zu erleichtern.

„Außerdem gibt es die Spargelspinnen“, führt Beck aus. Das sind Erntehilfsmaschinen, die das Einholen des weißen Goldes einfacher machen. Der Wagen auf vier Rädern rollt über den Damm, hebt die Folie automatisch an und legt ihn wieder ab. Währenddessen können die Erntehelfer den Spargel stechen.

Gut zehn Hektar Ackerland müssen täglich von den Erntehelfern abgearbeitet werden. Morgens um sieben hat die Nachtruhe für diese daher längst ein Ende. Dann stehen sie auf Becks Äckern und gehen auf die Jagd nach Köpfchen, die auf gewachsene Spargel in den aufgehäuften, langgezogenen Erdhügeln hinweisen. Acht bis neun Stunden Arbeit liegen vor ihnen, bis alle Reihen durchgearbeitet sind. 

Nach Größen sortieren

Sind die Körbe voll, werden sie mit dem Kleintransporter auf den Hof gefahren. Dort beginnt das Sortierverfahren - mit Hilfe einer Vermessungsmaschine inklusive Kamera und traditionell händisch.

Über ein Dutzend Größensorten werden herausgearbeitet, die im Hofladen angeboten werden. Darüber hinaus können die Kunden dort auch die grüne Variante kaufen. Die Vorboten stehen gut, dass zu Ostern wieder frischer Spargel auf dem Teller liegen wird. xsm