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Neustadter Frühjahr

Beim Frühjahrsputz die Umwelt schonen

Ratgeber: Welche Mittel reichen wirklich? – Schlanke Grundausstattung fürs typische Reinigen im Haushalt

Beim Frühjahrsputz die Umwelt schonen

Oft reichen wenige Reiniger - und ein Staubsauger. FOTO: STOCKPHOTOPRO/STOCK.ADOBE.COM

Umweltschonender Frühjahrsputz. Für eine gründliche Reinigung reichen oft wenige, richtig dosierte Produkte aus, und aggressive Spezialreiniger sind in vielen Alltagssituationen verzichtbar.

Wenn im Frühjahr Kühlschrank, Bad und Küche „einmal komplett“ dran sind, landet schnell ein ganzer Korb voller Reiniger im Einkaufswagen. Die Pressestelle des Umweltzeichens Blauer Engel und das Umweltbundesamt (UBA) ordnen ein, warum beim Putzen häufig zu viel Chemie eingesetzt wird und wie sich das im Alltag einfacher lösen lässt. 

Ein Hintergrund, der den Unterschied greifbar macht: Durchs Putzen gelangen pro Jahr rund 550.000 Tonnen Chemikalien ins Abwasser. Gleichzeitig werden in Deutschland nach Angaben des Industrieverbandes Körperpflege und Waschmittel (IKW) jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen Reinigungs- und Waschmittel verkauft. Weniger und gezielter einzusetzen, kann damit Umwelt und Gesundheit entlasten, ohne dass die Reinigungsleistung automatisch schlechter wird. 

„Viel hilft viel“ stimmt beim Putzen oft nicht

Das UBA weist darauf hin, dass manche Reiniger Abwasser und Wasserorganismen belasten können. Zusätzlich können in Produkten allergene Duftstoffe oder Konservierungsmittel stecken. Für den Alltag bedeutet das vor allem: Mehr verschiedene oder stärker konzentrierte Mittel bringen nicht automatisch bessere Hygiene, können aber die Belastung erhöhen.

Janine Braumann vom Umweltbundesamt, Geschäftsstelle des Umweltzeichens, beschreibt es so: Viele handelten bei Hygiene nach dem Motto „Mehr ist mehr“ und griffen zu mehreren starken Reinigern. Häufig genügten jedoch wenige Produkte für einen gründlichen Hausputz. 

Putz-Essentials genügen meist für Grundreinigung

Für typische Aufgaben im Haushalt nennt der Blaue Engel eine schlanke Grundausstattung:
– Ein Sanitärreiniger oder Entkalker für Kalk im Bad.
– Ein Allzweckreiniger für Küche und viele Oberflächen.
– Ein Spülmittel, das auch beim Fensterputzen genutzt werden kann.

Dazu kommt die Einordnung, dass manche Arbeitsschritte ganz ohne Reiniger auskommen: Staub entfernen oder Oberflächen abwischen gelingt häufig bereits mit Wasser. 

Darauf bei Auswahl und Einsatz achten

Der Blaue Engel empfiehlt, beim Putzen vor allem Maß zu halten und bestimmte Produktarten möglichst zu meiden:
Richtig dosieren: So viel wie nötig und so wenig wie möglich. Bei Überdosierung geht der umweltschonende Effekt verloren, auch bei Produkten mit Umweltsiegel.
Aggressive Reiniger vermeiden: Produkte mit Salzsäure oder starken Laugen gelten als besonders problematisch und sind als ätzend gekennzeichnet. Desinfektionsreiniger nach Möglichkeit meiden: Im normalen Haushalt sind sie laut Einordnung des Blauen Engels oft nicht nötig.
Umweltzeichen als Orientierung nutzen: Siegel wie der Blaue Engel sollen auf der Verpackung zeigen, dass Produkte Umweltvorteile bieten, ohne dass lange Inhaltsstofflisten bewertet werden müssen. 

Tipp: Schneller wischen statt stärker putzen

Ein praktischer Hebel für saubere Flächen ist das richtige Timing.

Frischer Schmutz lässt sich am besten sofort mit Wasser wegwischen, bevor er antrocknet. Wird es später hartnäckig, lohnt sich eher ein weiterer Wischdurchgang, statt direkt zu einem stärkeren Mittel zu greifen.

Am Ende zählt die Kombination aus wenigen passenden Produkten, sparsamer Dosierung und einfachen Routinen, denn so bleibt der Frühjahrsputz gründlich, aber unnötige Belastung wird reduziert. red