Wer im Frühling Sitzgruppe und Grillplatz neu sortiert, merkt schnell, was im Alltag zählt: bequem sitzen, Möbel leicht umstellen und Oberflächen, die nach einem Regenschauer schnell wieder einsatzbereit sind. Genau darauf zielen die aktuellen Einschätzungen der Verbände der Deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK), die für die neue Saison mehr Komfort und eine stärkere Nähe zum Interieur beschreiben.
Praktisch bedeutet das vor allem, dass Outdoor-Möbel nicht mehr nur „wetterfest“ sein sollen, sondern sich auch in Optik und Haptik wie Wohnmöbel anfühlen. Genannt werden unter anderem weiche, pflegeleichte Stoffe und modulare Systeme, die sich an Platz und Anlass anpassen.
Bei der Farbwelt dominieren laut VDM/VHK helle Töne wie Cremeweiß oder Ivory, oft kombiniert mit warmen Hölzern. Die hellen Farben tauchen nicht nur bei Kissen und Polstern auf, sondern auch bei pulverbeschichteten Aluminiumgestellen von Tischen, Stühlen und Loungemöbeln.
Für Bezüge werden weiche Outdoor-Bouclégarne aus Polypropylen genannt. Diese gelten als lichtecht, waschbar und chlorbeständig und sie trocknen schnell. Außerdem kommen bei Polsterbezügen verstärkt Recyclingmaterialien zum Einsatz.
Im Trend liegen runde Gartentische mit Säulenfuß aus beschichtetem Aluminium. Der praktische Effekt: mehr Beinfreiheit als bei vielen Tischmodellen mit vier Beinen. Dazu passen bequem gepolsterte Stühle auf zierlichen Gestellen.
Für Arm- und Rückenlehnen werden luftige Seilgeflechte aus wetterfesten Hightechfasern beschrieben, die optisch leichter wirken und ein „Urlaubsflair“ erzeugen. Ergänzend spielen Outdoor-Accessoires eine größere Rolle, etwa Teppiche, Decken sowie Leuchten oder Lichterketten.
Wer Außenflächen unterschiedlich nutzt, etwa mal Kaffeerunde, mal Familienessen, profitiert von modularen Loungesystemen. Einzelne Sofaelemente lassen sich immer wieder neu kombinieren. Lose Sitz- und Rückenkissen mit abnehmbaren Bezügen erhöhen die Flexibilität.
Ebenfalls wichtiger werden multifunktionale Möbel, zum Beispiel ausziehbare Tische, Tische mit höhenverstellbarer Tischplatte, Klappbare Tische für kleine Balkone sowie leichte, stapelbare Stühle.
Outdoorküchen werden als Treffpunkt unter freiem Himmel beschrieben und vor allem modular gedacht. Üblich sind Kombinationen aus Grill, Spülbecken, Kühlschrank sowie Stauraum in Schränken und Schubladen. Als optionale Ausstattung werden Induktionskochfelder, Teppanyaki-Grillplatten, Smokerboxen, eine kleine Spülmaschine oder ein Abfallsystem genannt.
Bei den Materialien reicht die Bandbreite laut VDM/VHK von gebürstetem Edelstahl über recyceltes Teakholz bis zu Keramik, Naturstein und Verbundwerkstoffen.
Unterm Strich liefern die Outdoormöbel Trends 2026 vor allem eine klare Alltagseinordnung: Außenbereiche werden wohnlicher, wenn Komfort, flexible Stellmöglichkeiten und pflegeleichte Materialien zusammenpassen. red