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75 Jahre DIE RHEINPFALZ

Chefredakteur Michael Garthe: Herzenspfälzer und Herzenseuropäer

Michael Garthe ist Herzenspfälzer, engagiert für Pfälzer Leuchtturmprojekte wie die Restaurierung des Speyerer Kaiserdoms. Hier spricht er vor einem Dom-Bild von Michael Friess.
FOTO: LENZ

8.10.2020

Michael Garthe, Jahrgang 1958, zählt zu den dienstältesten Chefredakteuren Deutschlands. In einer Zeit, in der Verlage dazu neigen, in jeder Krise hektisch Strategie – und Führung – zu wechseln, steht nun seit 27 Jahren an der Spitze der RHEINPFALZ-Redaktion.  

Es war ein doppelter Generationswechsel, den der Verlag am 1. Januar 1994 vollzog. Verleger Dieter Schaub übergab die Geschäfte an seinen damals 31 Jahre alten Sohn Thomas Schaub, und der 35-jährige Michael Garthe übernahm die Chefredaktion. Beide präsentierten schon ein gutes Jahr später, pünktlich vor dem 50. Verlagsjubiläum, die erste komplett vierfarbig gedruckte RHEINPFALZ-Ausgabe mit einem radikal neuen Erscheinungsbild, das in der Grundidee bis heute Bestand hat: klar geordnet und mit Kennfarben für Orientierung sorgend. Seitdem hat Garthe das journalistische Angebot der Zeitung entschlossen, aber behutsam weiterentwickelt. Zu den markanten Punkten seiner Amtszeit gehören die Gründung der RHEINPFALZ am SONNTAG im Jahr 2007 und der Aufbau einer Online-Berichterstattung. 

Lange bevor US-Präsident Donald Trump die Welt mit „America first!“ das Fürchten lehrte, hatte Michael Garthe seiner Redaktion „Pfalz first“ verordnet. Allerdings verbindet er damit das Gegenteil von Chauvinismus: Die Pfalz ist eine weltoffene Region im Herzen Europas, die den Vorteil offener Grenzen unmittelbar spürt. Eine Zeitung für die Pfalz, so begreift Garthe seinen Auftrag, ist heimatverbunden, aber nicht provinziell. Sie muss ihren Lesern Qualität auf allen Ebenen bieten: lokal, national, international. Dafür steht Garthe journalistisch und mit seiner Persönlichkeit.

Der gebürtige Speyerer ist in Böhl und Haßloch aufgewachsen, kennt jede Ecke der Pfalz. Garthe ist Herzenspfälzer, engagiert für Pfälzer Leuchtturmprojekte wie die Restaurierung des Speyerer Kaiserdoms. Aber er ist auch Herzenseuropäer, zutiefst davon überzeugt, dass die europäische Einigung den Frieden garantiert und es dem im Weltmaßstab gesehen kleinen Deutschland erst ermöglicht, sich in Wohlstand zu entfalten.

Sieben Jahre lang war der Politologe wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Politik an der Universität Mainz gewesen und hatte dort das „Jahrbuch der Europäischen Integration“ verantwortet, bevor er 1986 zur RHEINPFALZ kam– zuerst als Politikredakteur und dann von 1989 bis 1993 in Bonn als Hauptstadt-Korrespondent. Seine Korrespondentenjahre waren deutsche Schicksalsjahre rund um die Wiedervereinigung. Er begleitete sie als Kommentator im Bemühen, Verständnis für die Zwänge der Akteure zu wecken und für Kompromisse zu werben. Die „Strickjacken- Diplomatie“ Helmut Kohls in Michail Gorbatschows Datscha, die den Weg zur Einheit ebnete, erlebte Garthe ganz in der Nähe mit. Als beide Staatsmänner der Presse das Ergebnis präsentierten, so erzählte Garthe später, habe er Tränen der Freude in den Augen gehabt. VON KERSTIN WITTE-PETIT
                    

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