
Der Name hält, was er verspricht: Gleich drei bewirtschaftete Wanderhütten verknüpft die „Hüttenkultour“ rund um den Königsberg zwischen Wolfstein, Eßweiler und Hinzweiler.
Mit geführten Wanderungen und weiteren Aktionen am 5. und 6. April wird der neue Rundwanderweg im Pfälzer Bergland eröffnet. Mit einer Länge von gut 15,5 Kilometern und 580 Höhenmetern sei die „Hüttenkultour“ eher etwas für sportlich ambitionierte Wanderer als für den spontanen Familienausflug, charakterisiert Kathrin Bürthel vom Tourismusbüro der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein die neue Route. Allerdings gebe es durch die bereits zuvor geschaffenen „Gipfelglückwege“, die mit einer roten Krone markiert sind, die Möglichkeit, die Tour abzukürzen.

Als Startpunkt für die komplette „Hüttenkultour“, die man bereits über Wander-Apps wie Outdooractive abrufen kann, wird der Wanderparkplatz bei der Jugendherberge Wolfstein empfohlen. Von dort aus geht es zuerst zur PWV-Hütte Rutsweiler vorm Selberg, danach weiter über den Selberg selbst. Es folgen die Rothselberger Selberghütte sowie die Pfälzerwald-Vereinshütte im Taufenbachtal bei Hinzweiler.
Alle drei Einkehrmöglichkeiten sind in der Regel nur sonntags geöffnet, und das teilweise in zweiwöchigen Intervallen. Es ist daher ratsam, vorab die Öffnungszeiten der Hütten im Internet zu prüfen.
Was hat die Tour jenseits der Hüttengaudi noch zu bieten? Sie sei landschaftlich abwechslungsreich, verlaufe zum größten Teil über Naturwege und schmale Pfade, anfangs passiere man außerdem die Klangmurmelbahnen am Laufhauser Weiher, schildert Kathrin Bürthel. Für gute Aussichten auf der Strecke sorgt unter anderem der 17 Meter hohe Selbergturm, ein luftiges Stahlgerüst: „Bei klarem Wetter reicht der Blick von hier aus über das ganze Landstuhler Bruch und bis zum Betze“, berichtet die Touristikerin. Auf der Höhe von Aschbach fusioniere die „Hüttenkultour“ mit einem Waldlehr- und Erlebnispfad, der für Kinder besonders interessant sei, so Bürthel weiter. Und fügt hinzu: „Mein persönliches Highlight ist die imposante Porphyr-Geröllhalde am Leienberg. Der Anstieg ist ganz schön knackig. Aber hat man sich erstmal hochgekämpft, hat man einen phänomenalen Ausblick. Und landschaftlich und geologisch ist dieser Teil besonders spannend.“



Im Laufe des Jahres soll die „Hüttenkultour“ als Prädikatswanderweg zertifiziert werden, so der Plan. Doch zuerst steht die offizielle Eröffnung des neuen Wanderwegs an. Diese erfolgt am Sonntag, 6. April, um 11 Uhr an der PWV-Hütte Rutsweiler unterm Selberg. Eine Viertelstunde später startet eine von Lauftrainer Günther Bergs „sportlich geführte“ Wanderung über die Gesamtstrecke des neuen Rundwegs.
Es werden an diesem Tag aber auch kürzere geführte Wanderungen angeboten: Das Forstamt Kusel organisiert eine sechs Kilometer lange „Leienbergtour für Wissbegierige“; Start ist um 11 Uhr an der PWV-Hütte Hinzweiler im Taufenbachtal. Ebenfalls von dort aus begeben sich angehende Kräuterhexen ab 11.30 Uhr mit Vanessa Zürrlein auf eine Exkursion (4 km). Zur selben Zeit kann man sich ab dem Segelflugplatz Essweiler einer deutsch-amerikanischen Genusstour anschließen, die sich mit einer Länge von sechs Kilometern gut für Familien eignet. Alle geführten Wanderungen sind kostenlos, eine Anmeldung nicht nötig.
Die drei Hütten an der Strecke offerieren unter anderem Frikadellen, Kartoffelsalat, Wildgulasch, Leberknödel und hausgemachte Kuchen. Zusätzlich wird bei der Waldhütte Aschbach gegrillt. An allen vier Stationen gibt es Live-Musik; so spielt zum Beispiel an der Selberghütte Rothselberg ab 12.30 Uhr die Pälzer Cantry Bänd.
Als Vorspiel zur festlichen Eröffnung der „Hüttenkultour“ findet am Vortag, Sa 5.4., ab 11 Uhr ein Familienwaldtag am Laufhauser Weiher in Wolfstein statt: mit Waldgottesdienst und Waldrallye, mit Jagdhornbläsern, Holzschnitzvorführungen und der Einweihung eines neuen Klangmurmelelements. kai
INFO
Hüttenkultour am Königsberg bei Wolfstein: 15,5 km, Eröffnung am So 6.4. ab 11 Uhr, weitere Infos unter: www.vg-lw.de/huettenkultour