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Nur scheinbar unvereinbar

Günter Zink präsentiert "Malerei im digitalen Zeitalter" in der Städtischen Galerie in Speyer

Nur scheinbar unvereinbar

Günter Zinks ,,Pinselspuren - Gelb, Rot, Violett" (Ausschnitt). FOTO: GÜNTER ZINK

"Malerei im digitalen Zeitalter" zeigt Günter Zink bis 27. November in der Städtischen Galerie im Kulturhof Flachsgasse in Speyer.

Wenn Kunst für ihre Entstehungszeit eine Bedeutung haben will, dann muss sie sich mit den Herausforderungen- und Problemen ihrer Zeit beschäftigen. Deshalb ist Kunst auch im Spiegelbild der technischen Möglichkeiten ihrer Zeit zu sehen. So haben neue technische Fähigkeiten oft tiefe Eingriffe in die Art der künstlerischen Darstellung mit sich gebracht. Beispielhaft etwa die Entwicklungen der Ölmalerei, der Fotografie und neuer Druckverfahren.

In unserem digital geprägten Zeitalter verwundert es folglich nicht, dass immer mehr digitale Kunst entsteht. Auch die Malerei wird sich diesem Trend nicht verweigern können.

Günter Zink hat die digitalen Möglichkeiten in den vergangenen Jahren erprobt und für sich Methoden entwickelt, den Computer für die Malerei zu nutzen. Dabei ordnet sich der Maler der Maschine aber nicht unter, sondern setzt diese ganz individuell und kreativ ein. Und was wäre da individueller als ganz subjektive und gestische Malerei? Persönlicher Pinselschwung und digitale Technik werden vereint, die Malerei so in die Gegenwart geführt und ihre zukünftige Berechtigung im digitalen Zeitalter verdeutlicht.

INFO

Die Ausstellung ,,Günter Zink-Malerei im digitalen Zeitalter" ist bis 27. November in der Städtischen Galerie im Kulturhof Flachsgasse in Speyer zu sehen - donnerstags bis sonntags, 11 bis 18 Uhr, Eintritt frei.

Auch thematisch verbindet die neue Malerei von Günter Zink unvereinbar erscheinende Gegensätze - nämlich erstens die emotionale, informelle Malerei und die geometrische, konkrete Kunst und zweitens die ungegenständliche Kunst und dem Betrachtenden gegenständlich erscheinende Landschaftsbilder.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der im Foyer des Kulturhofs Flachsgasse für 15 Euro erhältlich ist. msw

ZUR PERSON

Günter Zink wurde 1952 in Ludwigshafen geboren und lebt seit 1978 in Speyer. 1971/72 studierte er Bildende Kunst an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, von 1972 bis 1976 Kunst und Kunstgeschichte der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. 1976 legte er sein erstes Staatsexamen für Kunstpädagogik ab, 1977 sein zweites.

1984 begründete er den Künstlerbund Speyer mit. Seit 1974 ist er mit Einzelausstellungen unter anderem in Speyer, Mainz, Stuttgart, Frankfurt und Paris sowie Gruppenausstellungen unter anderem in Speyer, Landau, Neustadt, Kaiserslautern, Mannheim, Worms, Mainz, Berlin, Ravenna, Chartres, Kursk, Yavne, Straßburg und Paris, aber auch vielen kleinen Gemeinden präsent. msw