Von April bis Oktober kommen Naschkatzen und gesundheitsbewusste Genießer auf dem Martinshof auf ihre Kosten. Geerntet wird mit viel Liebe und Fingerspitzengefühl: Jede Frucht wird von Hand sorgfältig direkt in die Schalen gepflückt. Vom Feld führt der Weg entweder in den eigenen Hofladen oder auf den Großmarkt.
Vor allem die Farbe der Erdbeeren spielt eine Rolle: Je dunkler, desto süßer. Rund zehn verschiedene Sorten baut Tim Ballreich für seinen Martinshof an. Neben dem Freiland und Folientunneln setzt er seit 2023 auch auf Stellageanlagen.
Bei der Methode sitzen so genannte remontierende Erdbeerpflanzen in langen Pflanzkästen auf Substrat. Der Vorteil: Die Pflanzen blühen im Gegensatz zu den Bodenkulturen mehrmals im Jahr und tragen durchgehend von Mai bis Oktober Früchte. Zudem schont die erhöhte Position den Rücken der Erntehelfer, erleichtert das Sortieren und ermöglicht dank voll automatisierter Bewässerung und Düngung eine punktgenaue, ressourcenschonende Versorgung der Pflanzen.
Dass Erdbeeren lecker schmecken, ist bekannt. Sie sind auch wahre Gesundbrunnen. Mit nur 32 Kilokalorien pro 100 Gramm sind sie die perfekte Nascherei.
Abgesehen davon enthalten sie mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen. Zudem punkten sie als Lieferanten für Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Calcium und Kalium.
Wer die Früchte gerne erntefrisch vom Feld in den eigenen Korb wandern lassen möchte, hat auf dem Martinshof die Chance dazu. Das Selbstpflücken wird angeboten.
Während das Freiland inzwischen abgeerntet ist, haben Erdbeer-Freunde in Kürze die Möglichkeit, in den Folientunneln aktiv zu werden. Voraussichtlich ab Samstag, 20. Juni, werden diese wieder geöffnet.
Samstags, sonntags sowie an Feier- und Brückentagen dürfen die Früchte von 10 bis etwa 16 Uhr gepflückt werden - solange Vorrat da ist. Eigene Körbe oder Schalen können mitgebracht werden. Sie werden vor dem Pflücken gewogen. Passende Behälter gibt es auch vor Ort.
Die schmackhaften Beeren gibt es auch auf dem Andreashof in Dudenhofen in reicher Zahl. Jeweils im Sommer beginnt der neue Lebenszyklus der Erdbeeranlagen. Im August werden die neuen Pflanzen in die Erde gebracht. Im kommenden Frühling können die Früchte der Pflege dann geerntet werden. |xsm
Rezept vom Andreashof
Zutaten: 3 Eier (M), 140 g Zucker, 70 g Mehl, 1 TL Backpulver, 1 TL fein abgeriebene Orangenschale, 1 EL Speisestärke, zirka 200 ml starker Kaffee (Biskuit), 150 g weiße Schokolade, 2-3 EL Puderzucker, 250 g Mascarpone, 200 g Schlagsahne, 1 Pck. Sahnesteif, 250 g Magerquark, 500 g Erdbeeren, 100 g Löffelbiskuit, 3 EL ungesüßtes Kakaopulver (Belag)
Zubereitung: Backofen auf 180 Grad (Umluft: 160 Grad) vorheizen. Eier aufschlagen, 120 g Zucker einrieseln lassen. Auf höchster Stufe vier Minuten schaumig schlagen. Mehl mit Backpulver, Orangenabrieb und Stärke mischen, unterrühren. Biskuit in mit Backpapier ausgelegte Form füllen. 30 Minuten backen. Biskuit auf Backpapier stürzen, abkühlen lassen.
Für die Creme Schokolade grob hacken, mit Puderzucker und Mascarpone in einer großen Schüssel über heißem Wasserbad schmelzen. Abkühlen lassen. Sahne mit Sahnesteif steif schlagen. Sahne und Quark löffelweise unter die Schokocreme heben.
Erdbeeren waschen, trocknen und putzen. Hälfte klein würfeln, andere Hälfte halbieren. Tortenring um den Biskuit setzen. Erdbeerwürfel unter die Creme heben. Die Hälfte der Creme auf den Biskuit streichen. Kaffee mit restl. Zucker (20g) süßen. Löffelbiskuit im Kaffee wenden, auf der Creme verteilen. Mit übriger Creme bedecken. Kuchen mindestens vier Stunden kühlen.
Zum Servieren den Kuchen dick mit Kakaopulver bestreuen und in der Mitte mit den halbierten Erdbeeren garnieren.