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De Derkemer zum Wurstmarkt

„Möglichkeit, noch was Neues reinzuschreiben“

Christian „Chako“ Habekost hat seinen zweiten Asterix-Band ins Pfälzische übersetzt - Signierstunden im I-Dubbe

„Möglichkeit, noch was Neues reinzuschreiben“

Die Liebe zum kleinen Gallier ist unübersehbar: Christian „Chako“ Habekost hat mit „Streit um Asterix“ einen seiner Favoriten der Comicreihe ins Pfälzische übertragen. FOTO: HABEKOST/OHO

Mit „Asterix als Palatinator“ legte Christian „Chako“ Habekost 2024 seine erste pfälzische Übersetzung eines Abenteuers des kleinen Galliers vor. Am 8. September folgte mit „Zores bei de Pälzer“ schon das nächste. Dieses signiert der Wahl-Dürkheimer an zwei Tagen im I-Dubbe, wo der Comicband während des Wurstmarkts auch erhältlich ist.

Für Habekost ist Asterix etwas Besonderes. Allein schon, weil es die einzige Comicreihe war, die er als Kind lesen durfte. „Die Asterix-Comics verfügen über eine zweite Ebene, sie sind doppeldeutig und hintergründig. Man lernt viel über Geschichte, die Antike, die Römer. Mit der Übersetzung in Mundart fügt man nun eine weitere Ebene hinzu“, sagt der Kabarettist. Als die Anfrage des Dürkheimer Verlegers Georg Tempel kam, die Geschichten von Asterix ins Pfälzische zu übersetzen, habe er sich daher sehr gefreut und eine „Lebensgänsehaut“ bekommen. Denn mit der beruflichen Auseinandersetzung seiner Lieblingsabenteuer, die ihm als Kind und Jugendlicher zahlreiche lustige Stunden bescherten, „schließe sich nun ein Kreis“. 

Während seiner ersten Übersetzungstätigkeit zu „Asterix als Gladiator“, der im Pfälzischen zu „Asterix als Palatinator“ wurde, hätte Habekost es sich leicht machen und die Geschichte einfach wörtlich in den Dialekt übersetzen können. Doch „Chako“ wäre nicht „Chako“, wenn er seine eigene Kreativität zügeln würde. So haben ihn die leeren Sprechblasen inspiriert, denn auch wenn die Bilder die Geschichte vorgeben, bestehe die „Möglichkeit, noch was Neues reinzuschreiben“, erklärt er. Im zweiten Comicband, der im Original „Streit um Asterix“ heißt, lässt er ein Mitglied der römischen Legion bei einer Wanderung durch den Pfälzerwald auf die Idee kommen, „ä paar Keschde“ zu sammeln und sorgt damit in den ohnehin schon sehr lustigen Bänden für noch mehr Komik. 

Genau diese künstlerische Freiheit und das Spielen mit den vielen Facetten und Nuancen des Pfälzischen, das für ein hochdeutsches Wort mehrere Ausdrucksmöglichkeiten bereithält, machen die Übersetzungsarbeit für ihn zu einem wahren Vergnügen. Zudem haben Pfälzer und Gallier seiner Meinung nach ein paar Gemeinsamkeiten. Beide seien kleine Völker mit einem wunderschönen Leben im „gelobten Land“. „Sie sind bei aller Gastfreundschaft immer auch darauf bedacht, sich ihre Lebensart zu erhalten, Traditionen zu pflegen. Sie essen und trinken gerne, babbeln viel und laut und sind feierwütig“, meint Habekost, der es liebt, dass jedes Abenteuer mit einem großen Fest endet.

Auf ein großes Fest freut er sich nun auch: den Dürkheimer Wurstmarkt, auf dem sicherlich die ein oder andere „Zauberschorle“ getrunken wird – so heißtin der Pfälzer-Asterix-Reihe der sagenumwobene Zaubertrank. Gelegenheit, um mit ihm über diese und andere gallische Besonderheiten zu plaudern, gibt es bei den Signierstunden im I-Dubbe. Dort kann man auch den zweiten Band kaufen. 

Ob nach dem zweiten Asterix-Streich noch ein dritter folgen wird, hänge davon ab, wie gut das zweite pfälzische Abenteuer bei den Lesern ankomme. Lust, auch noch seinen dritten Lieblingsband „Asterix und die Trabantenstadt“ in seinen Heimatdialekt zu übersetzen, habe er auf jeden Fall – „weeschwie’schmään?“.

TERMINE

Signierstunde mit Christian Chako“ Habekost im I-Dubbe am 14. September um 14 Uhr und am 19. September um 15 Uhr.
- Lesung „Asterix babbelt Pfälzisch“ am 22. Oktober um 19.30 Uhr im BASF Gesellschaftshaus in Ludwigshafen. Karten gibt es im Internet auf https://kulturfabrik.basf.com.

LESEZEICHEN

Asterix Mundart Pfälzisch IV: Zores bei de Pälzer, von den Autoren Albert Uderzo und René Goscinny, übersetzt von Chako Habekost, Egmont Comic Collection, 17 Euro. lai