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BorgWarner Systems Engineering GmbH in Kirchheimbolanden: "Wir entwickeln Zukunft"

Sie ist das weltweite Entwicklungszentrum von BorgWarner Emissions, Thermal and Turbo Systems im PKW-Bereich, mit umfangreichen Test- und Analyseeinrichtungen.

Die BorgWarner Systems Engineering GmbH durchläuft eine Transformation bedingt durch die Veränderungen im Automobilmarkt vom Verbrenner zum Elektroauto. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wurden bereits einige Millionen am Standort in Kirchheimbolanden investiert. Damit setzt die Entwicklungseinheit in Kirchheimbolanden die konzernweite Charging Forward Strategie auf lokaler Ebene um. 

mit Hans Joachim-Retzlaff einem Ventilator, der in Nutzfahrzeugen eingebaut wird FOTO:JULIA HOFFMANN
mit Hans Joachim-Retzlaff einem Ventilator, der in Nutzfahrzeugen eingebaut wird FOTO:JULIA HOFFMANN

Der Campus in Kirchheimbolanden besteht aus mehreren unabhängigen Geschäftseinheiten. Seit 2005 ist die Entwicklungseinheit BorgWarner Systems Engineering GmbH eigenständig, also losgelöst von dem Werk BorgWarner Turbo Systems GmbH. Sie ist das weltweite Entwicklungszentrum von BorgWarner Emissions, Thermal and Turbo Systems im PKW-Bereich, mit umfangreichen Test- und Analyseeinrichtungen. Das größte BorgWarner Entwicklungs-Center in Deutschland ist offen für neue Technologien auch außerhalb der Automobilbranche. „Wir entwickeln Zukunft“, erklärt Geschäftsführer Hajo Retzlaff. „Alles was wir entwickeln dient der Reduzierung von schädlichen Emissionen. Das entspricht unserer BorgWarner DNA und gilt sowohl für den Turbolader als auch für neue elektrische Komponenten".

Vor gut einem Jahr wurde konsequenterweise der Name von BorgWarner Turbo Systems Engineering zu BorgWarner Systems Engineering geändert. Denn als große Entwicklungseinheit ist es in Zeiten der Transformation wichtig, für neue Technologien offen zu sein. Obwohl das Wort Turbo gestrichen wurde, bleibt die Entwicklung von Aufladesystemen weiterhin ein Schwerpunkt. „Unter dem neuen Namen stellen wir uns sowohl konzernintern als auch extern, zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt, breiter auf." Die Mitarbeiter des Unternehmens bleiben somit Turbo-Experten, aber ihre Expertise fließt auch in die Entwicklung weiterer Komponenten ein, um neue Perspektiven zu schaffen. „Unser hoch qualifiziertes Personal ist flexibel und stellt jeden Tag unter Beweis, dass wir auch in der Lage sind, Komponenten zu entwickeln, die in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen benötigt werden." Das Unternehmen entwickelt weiterhin im mechanischen Bereich den Abgasturbolader für den Personenkraftwagen-Bereich. Weiterhin wird die Elektrifizierung des Turboladers vorangetrieben und zusätzlich wird als neues Produkt ein elektrisch angetriebener Hochvolt-Kühlungsventilator für batterieelektrische und Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge entwickelt.

Bereits 2003 hat das Unternehmen die ersten Prototypen des „eBooster" entwickelt, zu einer Zeit, als der Markt noch gar nicht reif für das elektrisch unterstützte Aufladesystem war. Der neu entwickelte „eTurbo" soll in diesem Jahr in die Produktion gehen. Der elektrisch angetriebene Hochvolt-Ventilator („eFan") für Elektrofahrzeuge ist aktuell noch in der Entwicklung, genauso wie der dazu notwendige Elektromotor und der elektrische Inverter. Der eFan soll schon im Jahr 2024 in die Produktion gehen. Zusätzlich wird die Entwicklung von Invertern und Elektromotoren für batterieelektrische Fahrzeuge als eigenständige Produkte mit entwickelt. Aber das sind noch nicht alle Produkte für die Zukunft, an denen das Unternehmen feilt. So sind aktuell noch das elektrisch unterstützte Getriebe, das "Electric Drive Modul", und ein Aufladesystem für Brennstoffzellenfahrzeuge, das sogenannte Fuel Cell Air Supply in der Entwicklung.

Produkte werden in der Regel zwei bis drei Jahre im Vorfeld entwickelt, bevor sie dann in die Produktion gehen. Das sei nicht automatisch das Werk in Kirchheimbolanden. Die Produkte könnten weltweit produziert werden, häufig da, wo auch der Automobilhersteller seine Produktion hat.

Die Mitarbeiter der Systems Engineering GmbH durchlaufen ebenfalls eine Transformation. Die Belegschaft wird durch Weiterbildungsangebote im Elektronikbereich auf die Zukunft vorbereitet. Sowohl die interne Schulungsplattform "ETTS Academy" als auch die Kooperation mit externen Schulungspartnern ermöglicht es den Mitarbeitern, sich gezielt in Abhängigkeit ihrer Vorbildung weiterzuentwickeln. Der Markt boomt auch heute noch, dadurch konnten bei Borg Warner Systems Engineering immer weitere Stellen geschaffen werden. Die Beschäftigtenzahl hat sich mehr als verdoppelt. Waren im Jahr 2005 noch 150 Mitarbeiter angestellt, sind es im Jahr 2023 rund 330. Das Unternehmen holt verstärkt qualifizierte Nachwuchskräfte mit ins Boot. Die neuen Kollegen kommen aus ganz Europa und dem Rest der Welt." Inklusion und Diversity gehören zu den BorgWarner Werten und werden auch gelebt. jjh