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Tag der Pflegenden

Pflege zwischen Verantwortung und Personalmangel

Zum Internationalen Tag der Pflege rücken Herausforderungen und zentrale Bedeutung der Pflegekräfte in den Fokus

Pflege zwischen Verantwortung und Personalmangel

Pflegekräfte leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Gesellschaft. FOTO: THODONAL - STOCK.ADOBE.COM

Am 12. Mai wird weltweit der Internationale Tag der Pflege begangen. Das Datum erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, die als Begründerin der modernen Krankenpflege gilt. 

Das diesjährige Motto des International Council of Nurses (ICN) lautet: „Our Nurses. Our Future. Empowered Nurses Save Lives. – Unsere Pflegekräfte. Unsere Zukunft. Erstarkte Pflegekräfte retten Leben.“

In Zeiten eines zunehmenden Pflegenotstands ist der Tag der Pflege weit mehr als ein historischer Gedenktag. Er lenkt den Blick auf die Menschen, die täglich in einem anspruchsvollen Arbeitsumfeld Verantwortung für jene übernehmen, die auf Hilfe angewiesen sind. 

Ob in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder in der ambulanten Versorgung: Pflegekräfte sind unverzichtbar. Ihre Aufgaben werden fachlich immer komplexer. Doch Pflege bedeutet weit mehr als medizinische Versorgung. Pflegekräfte geben Menschen in schwierigen Situationen Halt, sind wichtige Bezugspersonen und begleiten sie durch Angst und schmerzhafte Momente.

„Pflege ist weit mehr als Hilfe in einer schwierigen Lebenslage. Pflege bewahrt die Würde, Selbstständigkeit und soziale Teilhabe der Menschen“, betont Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. 

Und das häufig unter großem Zeitdruck und bei erheblichem Personalmangel. Experten gehen davon aus, dass sich diese Situation in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stellt die steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen eine der großen Herausforderungen für den Arbeitsmarkt dar. 

Mit dem Renteneintritt der Babyboomer verschärft sich der Personalmangel zusätzlich: Viele erfahrene Pflegekräfte scheiden aus dem Berufsleben aus, während gleichzeitig zu wenige neue Fachkräfte nachrücken. Um dem Pflegenotstand entgegenzuwirken, braucht es neue Konzepte. Bereits seit Jahren wird die Pflege durch Alltagsbegleitung ergänzt. Diese übernimmt nicht nur hauswirtschaftliche Aufgaben, sondern unterstützt auch dabei, Struktur und Lebensqualität im Alltag zu erhalten. 

Zudem setzt die Branche zunehmend auf Arbeitskräfte aus dem Ausland – sowohl auf ausgebildete Fachkräfte als auch auf junge Menschen, die ihre Ausbildung in Deutschland absolvieren möchten. Dennoch kann die Anwerbung aus dem Ausland allein keine dauerhafte Lösung sein. 

Der Deutsche Pflegerat fordert deshalb eine stärkere Einbindung der professionellen Pflege in politische Reformprozesse. Pflegefachpersonen verfügten über Kompetenzen, die in einer modernen Gesundheitsversorgung dringend gebraucht würden. 

„Wir können es uns nicht mehr leisten, die Profession Pflege kleinzuhalten“, erklärt Vogler. 

Damit Pflege dauerhaft attraktiv bleibt, braucht es verlässliche Dienstpläne, gesellschaftliche Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen. Denn Pflege gehört trotz aller Belastungen zu den sinnstiftendsten Berufen überhaupt. 

Auch gesellschaftlich komme der Pflege eine zentrale Rolle zu, so der Deutsche Pflegerat. „Wenn Pflege fehlt, verlieren Menschen Halt. Wenn Pflege stark ist, gewinnen Menschen Sicherheit“, sagt Vogler. 

Der Internationale Tag der Pflege erinnert deshalb nicht nur an die Geschichte der Krankenpflege, sondern auch daran, wie unverzichtbar Pflegende für die Gesellschaft sind. Denn: Die Pflegekräfte sind ein wichtiger Teil der Zukunft. Gestärkte Pflegekräfte retten täglich Leben. red


Die Frau mit der Lampe

Am 12. Mai wurde Florence Nightingale geboren

Florence Nightingale wurde im Jahr 1820 in Florenz geboren. Sie gilt als die Wegbereiterin der modernen Krankenpflege und als eine der einflussreichsten Reformerinnen des Gesundheitswesens.

Weltweit bekannt wurde sie während des Krimkriegs in den Jahren 1853 bis 1856. In den britischen Lazaretten von Scutari sah sie sich mit katastrophalen hygienischen Zuständen konfrontiert, unter denen die Sterblichkeitsrate der verwundeten Soldaten bei fast 40 Prozent lag. Nightingale erkannte, dass die meisten Männer nicht an ihren Wunden, sondern an Infektionskrankheiten wie Cholera und Typhus starben. Durch die konsequente Einführung von Hygienemaßnahmen, wie der Reinigung von Abwassersystemen, besserer Belüftung und einer gesünderen Ernährung, gelang es ihr, die Sterberate innerhalb kürzester Zeit zu senken. 

Ihr unermüdlicher Einsatz, bei dem sie nachts mit einer Laterne die Kranken besuchte, bescherte ihr den legendären Beinamen „Die Frau mit der Laterne. Zudem nutzte sie mathematische Daten, um die Notwendigkeit von Reformen im Gesundheitswesen wissenschaftlich zu belegen. red