Anzeigensonderveröffentlichung

Domspitzen

Enttäuschung und Hoffnungsschimmer


19.04.2022

Manche wird es freuen, andere sind enttäuscht: Speyer hat den Zuschlag für die Landesgartenschau 2027 nicht bekommen. Die Stadt hatte eine nachhaltige Stadtentwicklung im Auge: So sollte das Gelände der Kurpfalzkaserne teils von der Beton-Versiegelung befreit werden und später für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen. Insgesamt ging es auch darum, Grünflächen zu vergrößern und zu schaffen sowie Fuß- und Radwege auszubauen. Die Gegner befürchteten unter anderem jedoch das genaue Gegenteil einer nachhaltigen Situation, nämlich verstopfte Straßen durch den Besucherandrang und die Neuversiegelung von Flächen von insgesamt knapp acht Hektar, die als Parkplätze für die Besucher herhalten hätten müssen. Nun, eines muss unterstrichen werden: Die Domstadt liegt seinen Bewohnern wie seiner Verwaltung sehr am Herzen – alle wollen nur das Beste. Nur, wie das erreicht werden kann, darüber kann man sich streiten. Dass sich die Stadt in den Zeiten der Krise etwa der gebeutelten Künstler mit Initiativen angenommen hat, gehört auch dazu. Denn auch und vor allem die Kultur machen unser Speyer zu dem, was es ist (Seite 18 und 19).Und auch die ausgefallenen Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt, die zahlreichen Dienstleister und das fundierte Handwerkertum machen das Leben hier lebenswert.

Schreinermeister Maier
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Als Konsumenten erwarten wir ein abwechslungsreiches Spektrum und kurze Wege. Aber das setzt harte Arbeit von Einzelnen voraus, besonders in Zeiten von Krisen. Also haben wir uns unter Einzelhändlern und Gewerbetreibenden aus Speyer und Umgebung umgehört, wie die Stimmung nach den diversen Lockdowns und dem Auf und Ab der Hoffnung war. Viele mussten an ihr Erspartes, denn die Kosten liefen weiter. Einige konnten sich zeitweise andere Einsatzgebiete suchen, aber bei allen hat es erhebliche Einbußen gegeben. Die Interviews dazu finden Sie auf Seite 4 und 5.

Am Herzen liegt einigen Speyerern auch die Situation in Entwicklungs- und Schwellenländern und den dortigen Produktionsbedingungen. Mit dem Kauf von fair gehandelter Mode etwa kann man auch ein wenig die Welt verbessern – der „Dernier Cri“ wird bei der Modenschau im Weltladen am 30. April präsentiert. Mehr zum Konzept dahinter und dem Programm finden Sie auf Seite 8.

Wir wünschen Ihnen weniger Ab und mehr Auf und Frieden im Herzen!

Ihr Stadtmagazin-Team

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M. Ehret
 
  

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A. Hanisch