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Pflegekompass

„Bitte nicht ins Heim“

Wenn Senioren zuhause bleiben möchten, braucht es Lösungen

„Bitte nicht ins Heim“

Ein Spaziergang ist mit einer Senioren-Assistentin wieder möglich. FOTO: CLAUDIA LEHMANN/AKZ-O

Die Eigenanteile für Bewohner von Altenheimen wachsen ständig. Gleichzeitig wünschen sich viele ältere Menschen etwas ganz anderes: „Bitte nicht ins Heim!“ 

Kaum ein Satz bringt die Sorgen älterer Menschen so treffend auf den Punkt. Wenn der Alltag beschwerlicher wird, wünschen sich die meisten aber trotzdem möglichst lange zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Doch genau dieser Wunsch stellt viele Familien und berufstätige Angehörige vor eine große Herausforderung. 

Im Mittelpunkt der Diskussion über die Zukunft der Altenhilfe stehen Pflegeheime, Pflegekräfte und die Finanzierung der Pflege. Tatsächlich leben jedoch mehr als 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause. Viele von ihnen benötigen zunächst gar keine umfassende Pflege, sondern jemanden, der Zeit hat, begleitet, organisiert, zuhört und dafür sorgt, dass der Alltag gelingt. Zwischen vollständiger Selbstständigkeit und professioneller Pflege klafft eine Versorgungslücke – und genau dort wächst der Bedarf. Eine mögliche Antwort darauf ist die professionelle Senioren-Assistenz. Sie versteht sich nicht als Ersatz für Pflegedienste, sondern als individuelle Alltagsbegleitung. Sie orientiert sich nicht an starren Leistungskatalogen, sondern an den Bedürfnissen der Menschen. Es geht nicht allein darum, den Alltag zu bewältigen, sondern darum, Lebensqualität, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe möglichst lange zu erhalten. Bei einem ständig steigendem Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim, der bereits heute bei rund 3.400 Euro monatlich liegt, kann die Seniorenassistenz zusätzlich auch eine bezahlbare Alternative zum Heim darstellen. akz-o