
„Angehörige berichten oft, dass ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder oder Freunde weniger essen oder zunehmend wählerisch werden. Ziel der Veranstaltung ist es, frühzeitig Mangelernährung zu verhindern und den Teilnehmern wertvolles Wissen mit auf den Weg zu geben.“
Das Konzept der Veranstaltung stammt von Theresa Lehnen von der Vernetzungsstelle Seniorenernährung Rheinland-Pfalz sowie Dagmar Pfeffer von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Dagmar Pfeffer ist auch die Referentin, die die Teilnehmer durch den Abend führen wird“, berichtet Griebel. Um das Bewusstsein für die richtige Ernährung im Alter zu schärfen und aufzuzeigen, wie Mangelernährung und Schluckstörungen erkannt und vermieden werden können, verfolgt der Workshop einen praxisorientierten und interaktiven Ansatz. Den Teilnehmern wird theoretisches Wissen über altersbedingte Veränderungen in der Ernährung und deren Auswirkungen vermittelt, gleichzeitig werden im zweiten Teil des Abends aber auch ganz praktische Ansätze aufgezeigt, wie die Ernährung pflegebedürftiger Menschen gelingen kann.


„Wir starten mit einer kurzen Begrüßung, gefolgt von einer Fragerunde, in der individuelle Anliegen der Teilnehmer angesprochen werden können. Anschließend wird Dagmar Pfeffer den Teilnehmern kompakt und verständlich wichtige Informationen zur Ernährung im Alter geben. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird es dann praktisch: An vier thematischen Tischen gibt es die Möglichkeit, das gehörte in der Praxis zu erleben. Am ersten Tisch gibt es Fingerfood und energiereiche Shakes. Hier werden auch Kostproben angeboten und Rezepte zur Umsetzung einer nährstoffreichen Ernährung bereitgestellt. Der zweite Tisch ist der Selbsterfahrung gewidmet. Die Teilnehmer können hier selbst erleben, wie sich die Essensaufnahme als pflegebedürftiger Mensch anfühlt. Das hilft ein Verständnis dafür zu entwickeln, was beim Anreichen von Essen wichtig ist. Am dritten Tisch dreht sich alles um Ess- und Trinkhilfen: Hier können verschiedene Hilfsmittel kennengelernt und ausprobiert werden.
Zudem informieren Videos zur richtigen Nutzung von Esshilfen. Die Basale Stimulation, Der vierte Tisch widmet sich der basalen Stimulation. Die Teilnehmer erleben, wie Riechen, Schmecken, Hören und Fühlen die Ernährung beeinflussen und welche Bedeutung diese Sinne für die Lebensqualität im Alter haben. In einer Abschlussrunde können die Teilnehmer ihre Erfahrungen austauschen, offene Fragen klären und ein Resümee ziehen. Jeder Teilnehmer erhält ein Merkblatt mit den wichtigsten Informationen sowie Zugang zu einer digitalen Pinnwand für weiterführende Materialien und Austausch“, so Griebel. Gleichzeitig gibt der Workshop pflegenden Angehörigen auch die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen und neue Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen.
Der Workshop findet im DRK Wohn- und Dienstleistungszentrum, Hüttengärten 20, in 67685 Weilerbach statt. Der Workshop ist kostenfrei, jedoch ist die Teilnehmerzahl auf maximal 20 Personen begrenzt. Die Anmeldung beim Pflegestützpunkt Weilerbach ist bis 1. April unter der Nummer 06374 9955156 möglich. mide