
„Ich möchte den Menschen die Angst vor Widerspruchs- beziehungsweise Sozialgerichtsverfahren im Zusammenhang mit den Pflegegraden nehmen“, sagt Franz Bettinger von „Pflexpert“. Der unabhängige Pflegesachverständige und Pflegeexperte bietet Privatpersonen, Pflegeeinrichtungen, Anwälten und Sozialgerichten umfassende Beratung rund um Pflegegrade, Pflegeversicherung und häusliche Krankenpflege an. Er unterstützt bei Antragstellung und Widersprüchen, erstellt Gutachten und bietet Expertise in pflegefachlichen Bereichen wie Wundbegutachtung und Hilfsmittelversorgung. Zudem übernimmt er Beratungen und Schulungen für Pflegeeinrichtungen, einschließlich Personaleinsatzplanung und Pflegegradmanagement.


Viele Betroffene fühlen sich überfordert, wenn der Medizinische Dienst der Krankenkassen bei der Begutachtung einen Pflegegrad festlegt, der ihrem persönlichen Empfinden der Lebenssituation nicht entspricht.“ Man ärgert sich zwar, schreckt aber vor einem Widerspruch oder gar einer Klage zurück. Oft wird empfohlen, sich mit einem fehlerhaften Bescheid zunächst abzufinden und erst später einen Antrag auf Höherstufung zu stellen. Doch so verlieren Betroffene unter Umständen Monate, in denen ihnen Leistungen zustehen. Wenn Zweifel an der Einstufung bestehen, ist es wichtig, sofort aktiv zu werden und sich kompetente Unterstützung zu holen. Franz Bettinger begleitet seine Klienten von der ersten Beratung bis zur Erlangung des richtigen Pflegegrads und sorgt dafür, dass alle Fristen eingehalten und die notwendigen Schritte rechtzeitig umgesetzt werden. Die Erstberatung ist für Privatpersonen bis auf eine Anfahrtspauschale, die Bettinger außerhalb des Kernstadtbereichs von Kaiserslautern berechnet, kostenlos. In diesem Erstgespräch werden grundsätzliche Fragen zum Anliegen des Klienten geklärt: „Ich mache mir ein persönliches Bild von der Pflegebedürftigkeit und gebe nach einer umfassenden Erhebung eine Einschätzung dazu ab, welche Chancen ein Antrag auf einen Pflegegrad hat. Wenn bereits ein Bescheid vorliegt, prüfe ich ihn auf Plausibilität und empfehle gegebenenfalls weitere Schritte“, erklärt Bettinger. Dabei kommuniziert er klar und deutlich, wie er die Situation einschätzt. „Es macht keinen Sinn, einen aussichtslosen Widerspruch zu empfehlen. Für viele Klienten ist meine Unterstützung aber auch dann hilfreich, wenn ein Widerspruch keine Aussicht auf Erfolg hat. Zu meinen haben sie die Beruhigung, dass die Einstufung korrekt ist, zum anderen sind sie nach unserem Gespräch für einen späteren Antrag zur Höherstufung gut vorbereitet, denn ich gebe gerne auch Hinweise, worauf man dabei achten sollte“, erklärt Bettinger, warum auch im ungünstigsten Fall ein Beratungsgespräch sinnvoll ist. Kommt Bettinger zu dem Ergebnis, dass ein Widerspruch sinnvoll ist, gibt er Hilfestellung zu den weiteren Schritten oder begleitet auf Wunsch durch das Widerspruchsverfahren und begleitet pflegefachlich im Zweifel auch vor das Sozialgericht.
Immer häufiger wenden sich gesetzlich Versicherte an Bettinger, bei denen die Pflegekassen eine Rückstufung des Pflegegrades prüfen. In solchen Fällen erhalten Betroffene ein Anhörungsschreiben, das die Absicht zur Reduzierung des Pflegegrads ankündigt. Die Pflegekassen sind verpflichtet, ihre Entscheidungen stichprobenartig zu überprüfen, auch wenn im Bescheid „unbefristet“ steht. Bettinger weist jedoch auf eine auffällige Häufung solcher Fälle hin. „Damit die Pflegekassen den Pflegegrad reduzieren können, müsste sich der Zustand des Leistungsempfängers wesentlich verbessert haben. Tritt eine solche Verbesserung ein, muss man das den Pflegekassen mitteilen. Andernfalls würde man sich Sozialleistungen erschleichen, was eine strafrechtlich relevante Tat darstellt. Einige meiner Klienten haben aber ein solches Schreiben erhalten, obwohl ihr Zustand sich erwartungsgemäß eher verschlechtert hat. Man kann den Eindruck gewinnen, dass die Pflegekassen darauf hoffen, ihre bekanntermaßen desolate finanzielle Lage auf diese Weise etwas verbessern zu können. Für die Betroffenen bedeutet die Anhörung u Stress und zusätzlichen Aufwand in ihrer sowieso belastenden Situation. Deshalb weise ich darauf hin, dass es sinnvoll ist, sich kompetente Beratung zu suchen, wenn ein solches Anschreiben ins Haus flattert“, empfiehlt er. Weitere Informationen erteilt Bettinger montags bis freitags von 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, Telefon 0177 2914137 und per E-Mail unter info@pflexpert.de. mide
Hilfsmittel und Kniffe, die das Leben im eigenen Haushalt sicherer machen
Von der Türklingel mit Lichtblitzen bis zum Sprachverstärker fürs Fernsehgerät
Selbstständig den Alltag gestalten und sich im eigenen Haushalt sicher fühlen: Das ist leichter gesagt als getan, wenn im Alter schon vermeintliche Kleinigkeiten anstrengend sind. Ein eingeschränktes Hörvermögen zum Beispiel kann die Lebensqualität empfindlich beeinträchtigen. Doch es gibt smarte Helfer, die das Zuhause barrierefrei machen: Eine Türklingel mit Lichtblitzen zum Beispiel sorgt dafür, dass man keinen Besuch mehr verpasst. Telefone mit Licht- und Vibrationssignal erleichtern ebenso alltägliche Situationen wie eine Spracherkennungs-App. Rauchmelder mit optischen Signalen wiederum bringen ein Stück Sicherheit zurück. Ebenso praktisch sind Smarthome-Systeme, die beispielsweise bei einem offenstehenden Fenster oder einer vergessenen Lampe auf dem Smartphone warnen.
Der ohnehin oft nur schwer verständliche Ton moderner Flachbildschirme lässt sich durch gezielte Hilfsmittel deutlich verbessern. Die Technik sorgt automatisch dafür, dass störende Hintergrundgeräusche herausgefiltert und die für Sprache relevanten Frequenzen gezielt verstärkt werden, sodass selbst leicht nuschelnde Schauspieler wieder besser verständlich sind. Für mehr Spaß am Fernsehen eignet sich etwa der Sprachverstärker Oskar. Das akkubetriebene Gerät wird einfach mit dem Fernseher gekoppelt und lässt sich dann beliebig im Raum platzieren – zum Beispiel direkt neben dem Sofa oder am Lieblingssessel. An der Entwicklung des Geräts waren Experten aus der Hörakustik und internationale Forschungsinstitute beteiligt, um die Wirksamkeit sicherzustellen. Für individuelle Anpassungen stehen verschiedene Filtereinstellungen zur Wahl. So wird der Fernsehton nicht einfach nur lauter, sondern tatsächlich verständlicher. Mit einer Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden steht einem ausgiebigen TV-Genuss im barrierefreien Zuhause dann nichts mehr im Wege. Mehr Informationen im Internet unter www.faller-audio.com. djd