Rund um die neue Geschäftsstelle in der Rosslaufstraße soll einer Pressemitteilung der LGS-Gesellschaft zufolge am Samstag, 27., und Sonntag, 28. Juni, ein Treffpunkt für alle, die wissen möchten, wie sich das künftige Gartenschaugelände entwickelt – und wie aus einem ehemaligen Industrie- und Verkehrsraum Schritt für Schritt ein neuer Ort für die Stadt wird.
Dabei geht es nicht nur um Baupläne und Architektur. Musik, Kunstaktionen und kulinarische Angebote sorgen dafür, dass das Wochenende eher den Charakter eines entspannten Sommerfests bekommt.
Wer die Landesgartenschau bislang vor allem aus Konzeptzeichnungen oder politischen Diskussionen kennt, bekommt beim Bau-Fest einen deutlich konkreteren Eindruck.
Geschäftsstelle kennenlernen
Die neue Geschäftsstelle der LGS-Gesellschaftliegt direkt am Gelände und ist inzwischen selbst Teil des Projekts geworden. Anfang des Jahres zog das Team in die umgebaute ehemalige Fahrzeughalle in der Rosslaufstraße 20 ein – nur wenige Schritte von der neuen Speyerbach-Brücke entfernt.
Genau dort wird an beiden Tagen gefeiert. Die PfalzDJs liefern entspannte Beats, dazu gibt es Getränke, Currywurst, Kartoffelspezialitäten und Crêpes.
Besonders Familien dürften dabei auf ihre Kosten kommen. Schauspielerin Corina Ratzel tritt als Gartenzwerg mit Riesenseifenblasen auf und bringt am Sonntag als weißer Stelzenvogel Bewegung ans Wasser. Eher rustikal wird es bei Künstler Andy Assmann, der live mit der Kettensäge arbeitet und aus Altholz vom Gelände neue Figuren entstehen lässt.
Gelände im Wandel
Der Mittelpunkt des Wochenendes bleibt das Gelände selbst. Mehrmals täglich werden Führungen angeboten, bei denen Besucher erfahren, wie sich das Areal bis zur Landesgartenschau 2028 verändern soll.
Eine Rolle spielt beim BauFest der bundesweite „Tag der Architektur“. Die neue Geschäftsstelle der Landesgartenschau gilt dabei selbst als Beispiel für nachhaltiges Bauen im Bestand. Statt eines Neubaus wurde die frühere Fahrzeughalle umgebaut und nach sogenannten Cradle-to-Cradle-Kriterien entwickelt. Dahinter steckt die Idee einer konsequenten Kreislaufwirtschaft: Materialien sollen möglichst wiederverwendbar, schadstoffarm und langlebig sein. Bei Führungen durch das Gebäude erklären die Architekten des Büros Richter & Treitz, wie dieses Konzept praktisch umgesetzt wurde.
Vorfreude auf 2028
Noch sind es fast zwei Jahre bis zur Eröffnung 2028. Doch bereits jetzt wird sichtbar werden, dass die Entwicklung des Geländes nicht hinter Bauzäunen stattfindet, sondern bewusst öffentlich begleitet wird. LGS-Geschäftsführerin Anne Pieper freut sich auf viele Interessierten, „mit denen wir die Vorfreude auf die Landesgartenschau 2028 feiern wollen.“
Die Türen stehen an beiden Tagen offen, Anmeldungen sind weder für die Geländeführungen noch für die Architekturführungen nötig. Wer kommt, entscheidet, ob der Besuch eher zum entspannten Sommerausflug oder zum Blick hinter die Kulissen des Stadtentwicklungsprojekts wird. tkn/red
ANREISE
Der Bahnhaltepunkt Böbig ist nur rund 200 Meter entfernt. Deshalb empfiehlt die LGS-Gesellschaft die Anreise mit der Bahn. Begrenzte Parkmöglichkeiten gibt es am P&R-Parkplatz Böbig.
Bau-Fest
Termin
Samstag, 27. Juni, 14 bis 20 Uhr
Sonntag, 28. Juni, 11 bis 18 Uhr
Ort
LGS-Geschäftsstelle: Rosslaufstraße 20, Neustadt
Geländeführungen
Samstag: 14.30, 16.30 Uhr
Sonntag: 12, 14 und 16 Uhr
Architekturführungen
Mit dem Architekturbüro Richter & Treitz
Samstag: stündlich von 15 bis 19 Uhr
Sonntag: stündlich von 12 bis 16 Uhr
Die Landesgartenschau findet von April bis Oktober 2028 statt.