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Neustadter Winter

„Wilde Jahre“ spornen an

Literatennetzwerk „TeXtur“mit Buchprojekt und Lesungen im Offenen Kanal Neustadt

Die aktiven Mitglieder des Neustadter Literatennetzwerkes „TeXtur“
FOTO: KARL JOTTER/FREI

28.11.2020

Keine Lesungen, keine Veranstaltungen – keine Präsenz! Schmerzlich trifft die Corona-Pandemie auch das Literatennetzwerk „TeXtur“. Die 15 Mitglieder der Arbeitsgruppe machen die Not zur Tugend. „Wir haben diese Zeit für neue Projektvorbereitungen genutzt“, erzählt Mitglied Usch Kiausch. Entstanden ist dabei anlässlich des vierjährigen Bestehens des selbstorganisierten Neustadter Netzwerkes zum einen eine Anthologie mit dem Titel „Die ersten wilden Jahre“. Interessant und kurzweilig werden zum anderen sicherlich auch die Lesetouren in Kooperation mit dem Offenen Kanal.

„Die ersten wilden Jahre – vier Jahre TeXtur Neustadt/Weinstraße“ verspricht als Anthologie einen bunten Querschnitt des literarischen Schaffens der Mitglieder. Entstanden sind die Geschichten und Gedichte im Rahmen zahlreicher Bühnenprojekte wie „Lust und Liebe“, „Writers in Prison“ oder „Aus der Kaktushecke“. Die Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit bildenden, darstellenden oder musizierenden Künstlerinnen und Künstlern im Neustadter „Liebstöckl“, dem „Scheffelhaus“ oder beim „Kulturverein Wespennest“ bleiben beim Publikum unvergessen. Die Palette reicht von Lyrik über Kurzgeschichten bis hin zu Kurzkrimis und dadaistischen Dialogen. Breit ist das Spektrum der Anthologie nicht nur in Bezug auf die Textgattungen: Thematisiert werden Ankunft und Abschied, Liebe und Trauer, Erlebnisse, Erinnerungen und Träume. Den Autoren ist eine kurzweilige und vielseitige Textauswahl gelungen. „Da gibt es tiefgründige und hintersinnige Gedichte und Geschichten, manche mit politischem Bezug, ebenso aber auch Beiträge mit komischen oder ironischen Facetten bis hin zur bissigen Satire“, beschreibt Usch Kiausch.

Derzeit wird das Buch von Christiane Hartmann, Mitglied bei „TeXtur“, lektoriert. Erscheinen soll die Anthologie im ersten Quartal 2021, verlegt von Hans Gareis (Edition G Neustadt), der selbst auch dem Netzwerk angehört. „Wir haben natürlich Lesungen geplant und hoffen, dass sie tatsächlich bald wieder möglich sind“, so Kiausch. Auftakt ist am 18. März, Teil zwei folgt am 10. Juni, jeweils um 20 Uhr im HerrenhofMußbach.

Die Anthologie greift auch Texte dieser Events auf. FOTOS: AGENTUR
Die Anthologie greift auch Texte dieser Events auf. FOTOS: AGENTUR

Während sich die Arbeit an der Anthologie dem Abschluss nähert, geht es voraussichtlich ab Dezember ins Studio des Offenen Kanals (OK) Neustadt. Nach und nach nimmt OK-Profi Peter Basler eine mehrmonatige Serie unter dem Motto „Lesetour mit TeXtur“ auf. Sie soll ab Mitte Januar als fortlaufende Reihe zu sehen sein, alle zwei Wochen wird ein neuer, zehn- bis fünfzehnminütiger Beitrag ausgestrahlt. „Anfangs werden wir wegen der Witterung im Studio aufnehmen, aber ab dem Frühling können wir nach draußen. Verschiedene Lokalitäten in Neustadt sind angedacht,mit dabei auch Lieblingsorte der Autorinnen und Autoren“, erklärt Kiausch, neben Wolfgang Allinger, Florian Arleth, Katharina Dück und Michael Landgraf Gründungsmitglied des Literatennetzwerkes und derzeit Verbindungsperson zum Offenen Kanal. Die Projekte für 2021 werden von der Gruppe gemeinsam konzipiert und getragen. Unterstützt wird die neue „Lesetour“ von dem Neustadter Klavierpädagogen, Komponisten und Pianisten Raimund Waldvogel. „Er wird eigens dafür eine Erkennungsmelodie komponieren“, freut sich Kiausch. Alle Literaten sind gespannt auf das neue Projekt und die Möglichkeit, ihre Texte zu präsentieren.

Vielleicht klappt es bald auch wieder mit den regulären Treffen jeden letzten Mittwoch im Monat (19 Uhr) im Veranstaltungsort „Stall“ des Herrenhofs Mußbach, aktuell muss der „Stammtisch“ aufgrund der Corona-Situation vorerst ausfallen.

Zum Ideenaustausch und zur Diskussion sind Gäste ebenfalls willkommen. „Man muss kein Literat sein, ,TeXtur‘ ist ein offenes Netzwerk für alle Interessierten“, lautet die Devise.  anzi

KONTAKT

Weitere Infos über Mailkontakt info@katharina-dueck.de oder ukiausch@t-online.de. Eine aktualisierte Internetseite ist ebenfalls in Vorbereitung und demnächst unter www.textur-nw.de erreichbar.


Zur Sache: „TeXtur“ offen für alle Interessierten

Im Februar 2017 hat sich in Neustadt das Literatennetzwerk „TeXtur“ als Sektion des Literarischen Vereins der Pfalz gegründet.

Mit dem Ziel, eine stärkere Präsenz vor Ort sowie eine flexiblere Struktur zu schaffen, die auch eine eigenständige kulturelle Zusammenarbeit in vielfältiger Form ermöglicht, trat „TeXtur“ 2019 der Fördergemeinschaft des Herrenhofs Neustadt-Mußbach bei.

Die Organisation des Herrenhofs mit den Arbeitskreisen Kabarett, Theater mit Puppen, Kunst,Musik, Theater und Literatur begünstigt Gemeinschaftsprojekte von „TeXtur“ mit anderen Sparten. Eine Zusammenarbeit pflegt man mit der „Literaturvilla“ (geleitet von Katharina Dück und Florian Arleth, Schwerpunkt Junge Literatur) des Vereins bei deren zweimonatlichen Lesungen.

Im Autorennetzwerk „TeXtur“ sind alle literarisch Tätigen und interessierten Menschen unabhängig von Alter, literarischen Schwerpunkten und Erfahrung willkommen. Es bietet durch seine freie Projektarbeit eine breite Plattform für die vielfältigen Facetten der Gegenwartsliteratur in Neustadt und seiner Umgebung – auch in Verbindung zu Musik, Performance und Kunst.

Ständige oder auch zeitweilig Mitwirkende sind derzeit Wolfgang Allinger, Markus B. Altmeyer, Katharina Dück, Anne Eicken, David Emling, Hans Gareis, Christiane Hartmann, Usch Kiausch, Ute Kliewer, Dieter Kreiner, Michael Landgraf, Pablo Riera, Michael Saenger, Oliver Steinke und Frauke Volkland. anzi 

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