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Neuhofen

Wie es früher einmal war…

Mittelaltermarkt rund um die protestantische Kirche am ersten Oktoberwochenende – Feuerspektakel am Samstag

Neuhofen wird im Jahr 1194 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, also im Mittelalter. Das Leben gestaltet sich damals noch völlig anders als heute. Eine vage Vorstellung, wie sich einige Bereiche des Lebens abgespielt haben könnten, bekommen Besucher des Mittelaltermarktes, der am Samstag, 5., und Sonntag, 6. Oktober, rund um die protestantische Kirche stattfinden wird. Am Samstag wird das Treiben um 12 Uhr eröffnet, am Sonntag öffnet der Markt um 11 Uhr.

Schauplatz des mittelalterlichen Treibens am ersten Oktoberwochenende in Neuhofen, darunter so genannte Lichterzieher: das Gelände rund um die protestantische Kirche in Neuhofen. FOTOS: NEUHOFEN/LIEB - LORRAINEMÉDIÉVALE/FREI
Schauplatz des mittelalterlichen Treibens am ersten Oktoberwochenende in Neuhofen, darunter so genannte Lichterzieher: das Gelände rund um die protestantische Kirche in Neuhofen. FOTOS: NEUHOFEN/LIEB - LORRAINEMÉDIÉVALE/FREI

Im Mittelalter gab es weder Zeitungen noch Tagesschau-App: Der Herold verkündete die Neuigkeiten. Und das wird er auch beim Eröffnungseinzug am Samstag um 14 Uhr tun. Mittelaltermarkt rund um die protestantische Kirche am ersten Oktoberwochenende – Feuerspektakel am Samstag Auch das „Smart Home“ ist unbekannt: Stattdessen muss man Kerzen ziehen, um abends im dunklen Haus etwas sehen zu können. Kosmetik gibt es nicht im Drogeriemarkt zu kaufen, sondern lediglich handgefertigte Seifen, und Schuhe gibt’s nicht beim Online-Versandhändler Zalando sondern bei der Lederei.

Diese und viele weitere Bereiche des Werkens für das tägliche Leben zeigt der Mittelaltermarkt in Neuhofen. Selbstverständlich dürfen Besucher nicht nur dem Schmied, dem Steinmetz, dem Töpfer und dem Siegel- und Wappengraveur bei der Arbeit über die Schulter schauen, sondern die Erzeugnisse anschließend auch kaufen. So gibt es allerlei Zierrat, Töpferware, Fellprodukte und Eisenwaren sowie Edelsteine und Schmuck, der damals noch Geschmeide hieß, zu erwerben. Töpfern kann sogar selbst ausprobiert werden.

Kinder spielten schon damals gerne, nur eben nicht am Handy sondern beim Eierknacken, am Glücksrad, bei der Drachenjagd oder dem Mäuseroulette. Das alles können Kinder beim Mittelaltermarkt in Neuhofen am Wochenende austesten. Auch Musik wird gespielt: Jedoch nicht aus der Konserve und bei Youtube heruntergeladen, sondern vom Dudelsack- und Lautenspieler sowie dem Trommler. Gaukler und Jongleur zeigen beim Mittelaltermarkt ihr Können und das Feuerspektakel am Samstag um 21 Uhr wird ganz bestimmt ein Augenschmaus.

Damals wie heute wird gerne gegessen – und das im Mittelalter auch schon mal vegetarisch, wenn es nichts anderes gab. Wenn Fleisch auf den Tisch kam, dann am Spieß gebraten. Doch auch Flammkuchen, Lángos und süße Backwaren waren beliebt und werden heute noch gereicht.

Wer wissen möchte, wie es nach dem Mittelaltermarkt-Wochenende in seinem Leben weiter geht, der sollte bei der Hellseherin vorbeischauen. Wer es religiöser mag, der kann sich am Sonntagmorgen Luthers Morgensegen bei Pfarrer Ralph Gölzer unter der Linde vor der Kirche erteilen lassen. Kehraus ist am Samstag um 22 Uhr und am Sonntag um 18 Uhr. Der Eintritt zum Mittelaltermarkt ist frei. uln

INFO:

Mittelaltermarkt in Neuhofen: Samstag, 5. Oktober, ab 12 Uhr, Sonntag, 6. Oktober, ab 11 Uhr, rund um die protestantische Kirche

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