Anzeigensonderveröffentlichung

75 Jahre DIE RHEINPFALZ

Mammutprojekt: Druckerei-Neubau

Richtfest in Oggersheim: Die Verlagerung der RHEINPFALZ-Druckerei war ein finanzieller, logistischer und technischer Kraftakt.
FOTO: HEINRICH

8.10.2020

Der Verlag hatte Ende der 70er-Jahre in Oggersheim das Gelände einer ehemaligen Eisengießerei erworben, verkehrsgünstig in der Nähe der Autobahn. Denn auf dem RHEINPFALZ-Areal zwischen Amts- und Kaiser-Wilhelm-Straße in der Innenstadt gab es nicht genügend Platz für die neue Rotation, die das Haus zu erwerben beabsichtigte. Außerdem zeigte sich, dass zwei getrennte Druckorte – in Kaiserslautern und in Ludwigshafen – nicht wirtschaftlich waren. 

Der Druckereineubau in Oggersheim war ein Mammutprojekt, in finanzieller, logistischer und technischer Hinsicht. 60 Millionen Mark investierte der Verlag insgesamt, ließ 14.200 Quadratmeter Fläche bebauen, damit der Produktionsprozess am Ende auf einer Ebene lag und nicht länger die tonnenschweren Papierrollen vom Keller hochgewuchtet werden mussten. Apropos Gewicht: Die schweren Rotationsmaschinen und die Vibrationen, die sie während des Betriebs erzeugen, bereiteten den Planern ganz schön Kopfzerbrechen. Denn dort, wo das Druckzentrum entstehen sollte, war vor langer Zeit der Rhein geflossen. Der Untergrund bestand deshalb aus Sand und Kies. 3250 Tonnen Beton und 135 Tonnen Stahlwaren nötig, um den Schwergewichten von Druckmaschinen einen vom Gebäudefundament unabhängigen und sicheren Stand zu ermöglichen. 103 Federkörper sicherten zusätzlich den Untergrund gegen die Schwingungen und Unwuchtmomente der Maschinen ab.

Marmor-Walz GmbH

Nach der Anschaffung einer dritten Druckmaschine konnten nun 240 statt vorher 144 Seiten gleichzeitig gedruckt werden – eine immense Zeitersparnis, wodurch die RHEINPFALZ noch aktueller werden konnte. Zeit sparte auch die für damalige Verhältnisse „supermoderne elektronische Transportlösung“ für die Zeitungsseiten vom Verlagsgebäude in der Stadtmitte zur Druckerei in Oggersheim. Anstatt mit Kurieren überwand man die acht Kilometer Distanz elektronisch. Die fertigen Seiten in der Amtsstraße wurden mit einem Lasergerät abgetastet, in elektronische Impulse umgewandelt und über eine Standleitung ins Druckzentrum geschickt. Dort wurden sie wiederum durch einen Laser auf lichtempfindliches Filmmaterial übertragen. Daraus stellte man die Druckplatten her. büt