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RHEINPFALZ Themenwelten
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03.03.2020 Drucken

Fusion Nordpfälzer Land

Attraktiv für Bewohner wie Erholungssuchende

Nordpfälzer Land weist relativ gute Arbeitsplatz-Struktur auf – Fremdenverkehr in den Fokus genommen

Attraktiv für Bewohner wie Erholungssuchende

Zum Wandern wärmstens empfohlen: Die Nordpfalz hat Naturliebhabern einiges zu bieten. Diese Aufnahme entstand bei Waldgrehweiler.
ARCHIVFOTO: SCHLEMMER

Wer auf sanften Tourismus als wirtschaftliches Standbein setzt, muss schon einiges vorweisen. An Naherholungswert mangelt es in der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land mit Sicherheit nicht. Davon sind die Verantwortlichen um Bürgermeister Michael Cullmann überzeugt. Indes gelte es, die Region in vielerlei Belangen zu stärken.

Denn dass nun der Fremdenverkehr plötzlich vielversprechende Beschäftigungsperspektiven bieten kann, daran mag keiner glauben, so vermessen ist man demnach auch nicht. Klar ist auch, dass weiterhin viele Arbeitnehmer auspendeln müssen. Deshalb setzt der Bürgermeister auch auf die Bemühungen, den Pendlern die Arbeitswege angenehmer zu gestalten. Cullmann fordert etwa für die Alsenz-Bahnstrecke sowie die Folgeverbindungen einen besseren Takt. „Ein Halb-Stunden-Takt wäre da ideal“, sagt Cullmann. „Damit die Menschen hier mit dem E-Mobil zum Bahnhof in Rockenhausen oder Alsenz fahren, dort in den Zug umsteigen und möglichst ohne Zugwechsel nach Mainz und Frankfurt kommen“, malt der Verwaltungschef ein Zukunftsbild, wie er es sich wünscht.

Was allerdings dabei keineswegs zu vergessen ist: Auch die Arbeitsplätze vor Ort gelte es zu erhalten, die Arbeitgeber zu stärken. Auch da geben aktuelle Zahlen Aufschluss: Nicht weniger als 6700 Menschen finden Arbeit bei Unternehmen und Behörden innerhalb der Verbandsgemeinde selbst. Das Register weist 642 Unternehmen innerhalb der VG auf. Davon zählen immerhin 181 zum produzierenden Gewerbe. 461 sind dem Dienstleistungssektor zuzurechnen.

Eher gering – und auch nicht eigens in der Arbeitsplatz-Statistik der VG ausgewiesen – ist die Anzahl derer, die in Hotels und Restaurants ihren Lebensunterhalt sichern. Bekanntlich klagt der Gastronomiesektor über einen akuten Mangel an Kräften. Jedoch ist auch die Struktur der Gastronomie in der Verbandsgemeinde noch verbesserungswürdig. Gelegenheit zur Einkehr müsste jedenfalls all jenen gegeben werden, die es in den zweifelsohne schönen Winkel am Donnersberg zieht.

Die stolze 244 Quadratkilometer Fläche umfassende Verbandsgemeinde erstreckt sich vom Rand des Donnersbergs über Appel- und Alsenztal bis hin zum Moscheltal.  

Für das Bild der Landschaft sind die Wechsel der malerisch anmutenden Flusstäler mit sanften Höhenzügen anzusehen.

Im Alsenztal und an der Moschel gedeihen sogar Reben, zudem präsentiert sich das Tal des Moschelbachs reich an Relikten einer Bergbau-Geschichte.

Veranstaltungen wie „Stein trifft Classic“ in Alsenz tragen dem Rechnung. Das „mittelalterliche Spectaculum“ auf der Moschellandsburg bei Obermoschel, die „Erlebnisreise Moscheltal“, die „Offenen Gärten“ und die „GartenZeit“ im Rockenhausener Schlosspark sind Höhepunkte im Veranstaltungskalender der Verbandsgemeinde. Kerwen und Heimatfeste in den Gemeinden tragen dafür Sorge, dass sich Treffs nicht auf die größeren Gemeinden beschränken.

Da verwundert kaum, dass man durchaus auf Fremdenverkehr baut und entsprechende Bemühungen an den Tag legt.

Dabei spielt übrigens eine zuletzt merklich boomende Tourismus-Form durchaus eine Rolle: Viele Camper haben die Nordpfalz bereits als eine Art Geheimtipp entdeckt. Und wer mit dem rollenden Domizil anreist oder in der Nordpfalz einen Zwischenstopp einlegt, ist gut aufgehoben.

Denn drei der sechs offiziellen Wohnmobilstellplätze im Donnersbergkreis finden sich in der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land – in Rockenhausen, Schiersfeld und Waldgrehweiler. Jeder der Plätze hat seinen eigenen Charme und bietet Unterhaltung ganz in der Nähe. So erschließt sich Wohnmobilisten in Rockenhausen beispielsweise das breite Freizeitangebot mit Naturerlebnisbad, Museen und vielem mehr, während Wanderfreunde in Waldgrehweiler unweit des Stellplatzes „Altes Wasserhaus“ bequemen Zugang sechs Themen-Rundwegen finden, die sich über insgesamt 32 Kilometer erstrecken.

Diese Wege sind wiederum an den Moscheltal- und den Westpfalzradweg angebunden, haben mithin Anschluss ans umfangreiche Wanderwege-Netz der Pfalz.  cha/tnt

Herrliche Aussichten

Attraktiv für Bewohner wie Erholungssuchende Image 1

Vom Königstuhl auf dem Stahlberg aus schweift – bei schönem Wetter – der Blick bis hin zum Taunus und nach Rheinhessen, ins Rhein- und Nahetal, bis zum Soonwald und zum Hunsrück. Wer mit einem guten Fernglas ausgestattet ist, kann sogar die Germania des Niederwald-Denkmals bei Rüdesheim sehen. Direkt am Ortsrand gelegen und dennoch versteckt, lugt eine kleine Felsformation zwischen Fichten, Birken und Buchenwald unscheinbar heraus. Auf dem kleinen Plateau lässt sich auf einer Holzbank der herrliche Weitblick genießen. Eine Informationstafel des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Stahlberg gibt Auskunft über die Entfernungen hin zu den markanten Punkten. Vom-Königsstuhl aus lässt es sich auch zu Rundtouren durch den 488 Meter hoch gelegenen Stahlberger Wald unternehmen, der mit dem gro Fen Menhir „Langer Stein“ aufwartet. An herrlichen Aussichten hat das Nordpfälzer Land indes noch so einige weitere zu bieten. tnt/cha

  


Für kleinste Bürger bestens gesorgt

Auf Schulen und Kindertagesstätten liegt ein besonderes Augenmerk

Fürs Wohl der kleinsten Bürger wird in der Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land Sorge getragen. Zumindest an Bildungs- und Betreuungsangeboten soll es nicht mangeln. So finden sich denn auch im Verantwortungsbereich der neuen Verbandsgemeinde zwölf Kindergärten und zehn Schulen.

Der erwartete Einbruch im Zuge des gefürchteten demografischen Wandels ist bislang ausgeblieben: Wer hätte wohl vor wenigen Jahren gedacht, dass die Nordpfalz sogar einen – wenngleich sehr leichten – Bevölkerungszuwachs verzeichnen sollte. Bürgermeister Michael Cullmann hat mit Freude registriert, dass die Einwohnerzahl insgesamt in den beiden vergangenen Jahren um jeweils rund 50 gewachsen ist. Das mag nicht viel sein – jedoch ist zu bedenken, dass noch vor wenigen Jahren ein deutlicher Rückgang prognostiziert wurde.

Seit der Verbandsgemeinde-Fusion leben in den nunmehr 36 Ortsgemeinde und Städtchen insgesamt rund 17.600 Menschen. Sogar 116 Zuzüge seien im Vergleich zum Vorjahr registriert worden, teilt die Verwaltung mit.

Etwas mehr als 3000 der VG-Bewohner sind unter 20 Jahre alt. Von ihnen waren im vergangenen Jahr rund 1750 schulpflichtig. Ihnen Zugang zu Bildung zu verschaffen, gehört zu den Aufgaben der Verbandsgemeinde. Und dabei ist die Körperschaft gut aufgestellt, wie die Verantwortlichen überzeugt sind.

Mit der Fusion hat die Verbandsgemeinde die Trägerschaft über zehn Schulen inne. Sieben davon sind Grundschulen, zudem stehen eine Realschule plus, eine Integrierte Gesamtschule sowie eine Förderschule zur Verfügung. Weiterführende Schulen sind in direkter Nähe zu finden; etwa in Rockenhausen selbst.

Dass die neue Körperschaft als eine ebenso lebenswerte wie auch zukunftsfähige Verwaltungseinheit ist, davon zeugen auch die nicht weniger als zwölf Kindertagesstätten. Rund 600 Kinder besuchen eine der Kitas.

Zwischen Obermoschel, Alsenz und Münsterappel im Norden – die jeweils über Grundschule wie Kindergarten verfügen – und Seelen, Gundersweiler und Imsweiler im Süden des VG-Gebiets finden die Kinder im Vorschulalter in zwölf Einrichtung Platz.

Die Hälfte davon trägt offiziell die Verbandsgemeinde. Die anderen stehen unter kirchlicher Trägerschaft oder werden von einem Zweckverband getragen. Der Kindergarten in Mannweiler-Cölln steht unter der Trägerschaft der Ortsgemeinde. Noch, denn auch da ist daran gedacht, die Einrichtung bei der VG einzugliedern. Einen integrierten Kindergarten hält zudem die Lebenshilfe vor.

167 Kinder besuchen die Grundschule in Rockenhausen, gerade mal 41 sind es in Münsterappel. Aus pädagogischer Sicht herrschen dort also geradezu ideale Verhältnisse. In St. Alban sowie in Seelen werden gerade mal jeweils 15 Kinder in den jeweiligen Kindergärten betreut. An der Bedeutung der Einrichtung aber wird deshalb keinesfalls gerüttelt. Im Gegenteil: Just in diesem Jahr erst hat die Kita in St. Alban ihre neuen Räume erst bezogen. cha
  

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