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Pflegekompass

Ausführlich informieren und einen Plan haben

Das Zentrum für Qualität in der Pflege gibt Tipps, um bei der Pflege zu Hause zu unterstützen

Wer zuhause pflegt, steht vor immensen Herausforderungen. FOTO:MASCHA BRICHTA/DPA

16.02.2021

Die COVID-19-Pandemie stellt pflegende Angehörige in Deutschland vor immense Herausforderungen. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) gibt Informationen und praktische Tipps, um Familien bei der Pflege zu Hause zu unterstützen.

Die Corona-Pandemie hat erhebliche Folgen für die Pflegesituation in Deutschland. Insbesondere bedroht sie die Gesundheit älterer und pflegebedürftiger Menschen – und stellt dabei die etwa 4,7 Millionen pflegenden Angehörigen vor besondere Herausforderungen. Sie versorgen etwa drei Viertel der 3,4 Millionen pflegebedürftigen Menschen hierzulande. Viele pflegende Angehörige sind selbst über 60 Jahre alt und gesundheitlich vorbelastet. Sie bedürfen ebenfalls besonderem Schutz vor dem neuen Corona-Virus SARS-CoV-2. Gleichzeitig stehen unterstützende Hilfen für die Pflege zu Hause zurzeit teilweise weniger zur Verfügung. Die aktuelle Situation fordert vielen pflegenden Angehörigen immens viel ab und kann sie zusätzlich sehr belasten.

Auf dem ZQP-Internetportal www.pflege-praevention.de erhalten pflegende Angehörige aktuelle Informationen und praktische Tipps zum Schutz vor dem Corona-Virus. Dort wird empfohlen, zuvorderst die derzeit gültigen allgemeinen Regeln genau zu beachten.

„Wenn pflegende Angehörige Symptome einer Atemwegserkrankung oder Fieber bei sich selbst wahrnehmen, sollten sie sofort das weitere Vorgehen mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin telefonisch besprechen“, rät Daniela Sulmann, Pflegeexpertin am Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). Wichtig ist, einen Plan zu haben, falls man selbst als Pflegeperson ausfallen sollte. „Da kann es helfen, sich regelmäßig über aktuell empfohlene Maßnahmen zu informieren, etwa auf den Internetseiten des Bundesgesundheitsministeriums oder des Robert Koch-Instituts sowie des ZQP.“ Berufstätige Angehörige stehen oft zusätzlich zu den allgemeinen Sorgen vor dem Problem, die Pflegeaufgaben und die beruflichen Verpflichtungen miteinander vereinbaren zu müssen. „Beschäftigte sollten mit ihrem Arbeitgeber darüber sprechen, wie die Pflege zu Hause ermöglicht werden kann, zum Beispiel durch Home-Office, Abbau von Überstunden, flexible Arbeitszeiten oder Freistellung. Es gibt auch gesetzliche Ansprüche, etwa auf kurzzeitige Freistellung für zehn Arbeitstage, um die Pflege sicherzustellen“, so Sulmann. Und auch sonst sollten Angehörige versuchen, für Entlastung zu sorgen, indem sie zum Beispiel Lieferdienste nutzen, Nachbarn um Hilfe bei den Einkäufen bitten oder sich Arzneimittelverordnungen und Medikamente per Post zustellen lassen. msw

ZUR SACHE

Neue Regelungen für die Pflege zuhause

(befristet in der Pandemie)

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: Vorübergehend 60 statt 40 Euro im Monat.

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege: In akuten Fällen bis zu 20 Tage bezahlte Auszeit von der Arbeit und flexiblere Regelungen bei längeren Job-Pausen. Familien bekommen einen einmaligen Kinderbonus von 300 Euro pro Kind, der mit dem Kindergeld ausbezahlt werden soll.

Pflegedienst: Notfallregelung, wenn der Pflegedienst nicht kommen kann.

MDK: Die Hausbesuche des Medizinischen Dienstes und die Beratungseinsätze zuhause finden ab Oktober wieder statt.

Corona-Tests: Verlangt ein Pflegedienst, die Tagespflege oder eine andere Einrichtung einen Corona-Test, obwohl der Pflegebedürftige keine Symptome zeigt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. Wichtig: Sprechen Sie mit Ihrem zuständigen Gesundheitsamt – es muss den Test veranlassen. Die Regelung gilt rückwirkend bis zum 14. Mai 2020. msw

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