Das Industrie- und Gewerbegebiet „Am Römig“ ist einer der bedeutendsten Logistik- und Industriestandorte der Metropolregion Rhein-Neckar. Seit Jahren weist der Flächennutzungsplan die Gesamtfläche von rund 50 Hektar als Industriegebiet aus, der Regionalplan Rhein-Neckar hat es als regional bedeutsames Vorranggebiet für Industrie und Logistik festgelegt. Davon flankiert, hat sich an Frankenthals südlichem Stadtrand ein Standort etabliert, der für namhafte Unternehmen zunehmend attraktiv ist.
Zu Beginn stand im Jahr 2005 der Beschluss zur Ansiedlung des traditionsreichen Unternehmens Kartoffel Kuhn, das aus Mannheim an den neuen Standort umsiedelte. Elf Jahre später, im Jahr 2016 folgte der zweite Bauabschnitt mit dem belgischen Projektentwickler VGP N.V. Im Jahr 2018 wurde der Entwicklungsabschnitt 3 durch BASF realisiert.
Bislang wurden mit drei Bauabschnitten über 2.000 Arbeitsplätze geschaffen. Heute sind auf der Fläche unter anderem ein Zentrallager der BASF sowie ein Amazon-Logistikzentrum ansässig.
Nun steht der vierte Entwicklungsabschnitt an und soll das Gebiet um 20 Hektar erweitern, um Platz für neue Ansiedelungen zu schaffen. Dem hatte der Frankenthaler Stadtrat im April 2024 mit einer deutlichen Mehrheit zugestimmt und den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Eppstein, Industriegebiet Am Römig, Abschnitt 4“ auf den Weg gebracht. „Bereits im Mai 2026 folgte der Satzungsbeschluss, das bedeutet eine Baurechtschaffung innerhalb von nur zwei Jahren“, betont Wirtschaftsförderin Jessica Köchling.
Die Nutzung des Entwicklungsabschnitts 4 soll für vielfältige Unternehmen ausgewiesen werden, und zwar analog zu den drei bereits erschlossenen und bebauten Teilflächen. Hierzu zählen Unternehmen, die aus dem Bereich der Leichtindustrie kommen, unter anderem Fertigung, Veredelung und Weiterverarbeitung von Produkten sowie Service- und Dienstleistungsbetriebe unterschiedlichster Branchen. Die maximale Gebäudehöhe soll sich für ein harmonisches Gesamterscheinungsbild an den bisherigen Nutzern und an den städtebaulichen Konzepten der anderen Abschnitte orientieren.
Der Zuwachs an wirtschaftlicher Stärke bedeutet auch Verantwortung für die Region und die Umwelt. Deshalb setzen Stadt und Investoren auf Ausgleichsflächen, direkte Zufahrt zu den Autobahnen 61 und 650 und eine Optimierung der ÖPNV-Taktung. red