Erfahrung als Prinzessin hat Cecile Herzberger schon vor ihrer Amtszeit als Weinbotschafterin gesammelt. Die Fasnachterin war ein Jahr lang als Cecile I. vom Schlangenweiher Stadt- und Karnevalsprinzessin. Während dieser Amtszeit wurde sie gewissermaßen mit dem Prinzessinnenvirus infiziert.
Als sie den Aufruf zur Bewerbung für das Amt der Dürkheimer Weinhoheit sah, reifte in ihr der Entschluss, es zu versuchen und nach der nächsten Krone zu greifen – ganz ohne große Erwartungen.
Mit Wein hatte die 21-Jährige bis dato nämlich nicht viel am Hut. Im Gegensatz zu vielen anderen Weinhoheiten, die in einem Winzerbetrieb aufwachsen und dementsprechend schon ein umfangreiches Weinwissen mitbringen. Das hinderte die zielstrebige Dürkheimerin allerdings nicht daran, ganz locker in die Castingrunde zu gehen. „Ich habe nicht gedacht, dass es klappt“, sagt Cecile Herzberger und lacht. Umso überraschter sei sie gewesen, als die Zusage kam. „Das hat mich sehr gefreut, denn mir macht das Repräsentieren viel Spaß. Die Zeit als Botschafterin der Dürkheimer Winzer habe ich sehr genossen.“

Sie habe viele Seminare besucht, um ihr Weinwissen zu festigen, und auch die Unterstützung der Winzer war ihr sicher. Von der Seminarteilnehmerin wurde sie so letztendlich zur Seminarleiterin, die bei Weinproben ihr Wissen an andere weitergeben durfte.
Nach fast einem Jahr endet nun ihre Amtszeit dort, wo sie 2025 begonnen hat: im Weindorf auf dem Dürkheimer Wurstmarkt. Die gelernte Bestatterin, die als Integrationshilfe arbeitet, blickt mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“ diesem Tag entgegen. Für ihren Nachfolger oder ihre Nachfolgerin hat sie folgenden Tipp parat: „So viel mitnehmen, wie geht, denn das Jahr geht schneller vorbei, als man denkt. Ganz wichtig dabei: Einfach Spaß haben und genießen.“
Diesem Rat ist sie selbst gefolgt. Die Begegnungen und Gespräche auf Weinfesten und anderen Terminen haben ihr nicht nur viel Freude bereitet, sondern sie auch selbst gestärkt, selbstbewusster gemacht. Als besondere Höhepunkte ihrer Amtszeit benennt Cecile Herzberger die Eröffnungen der Kerwen in Grethen/Hausen und der Trift. Denn dort habe man bei der Eröffnung ein paar Worte ihrem verstorbenen Uropa gewidmet, zu dem sie ein sehr enges Verhältnis hatte. „Das hat mich sehr berührt“, sagt sie.
Ein festes Wurstmarktritual werde in diesem Jahr natürlich auch wieder umgesetzt. Mit ihren beiden jüngeren Brüdern fährt sie traditionell einmal Bayernwippe und Breakdance. „Das gehört zu jedem Wurstmarkt einfach dazu.“ lai
TERMIN
Inthronisierung der neuen Dürkheimer Weinhoheit am Montag, 14. September, 18 Uhr, Weindorf. lai