Die Westpfalz bietet weitaus bessere Zukunftsperspektiven, als viele im ersten Moment glauben. Um verstaubte Vorurteile abzubauen und die vielfältigen Karrierechancen der Region zu zeigen, zieht der Verein ZukunftsRegion Westpfalz (ZRW) an einem Strang mit inzwischen rund 500 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Wer sich intensiver mit der Region Westpfalz befasst, wird schnell feststellen: Die Region überzeugt nicht nur durch ihre landschaftliche Schönheit und hohe Lebensqualität – auch wirtschaftlich hat sie einiges zu bieten. Gerade die breit aufgestellte Wirtschaftsstruktur macht die Westpfalz vergleichsweise krisenfest. Anders als Regionen, die stark von einzelnen Großunternehmen abhängig sind, bietet die Westpfalz viele unterschiedliche berufliche Perspektiven und Alternativen. Hinzu kommt eine mittelständisch geprägte Unternehmenslandschaft mit oft direkteren Karrierewegen, persönlicherem Arbeitsumfeld und guten Entwicklungsmöglichkeiten für junge Menschen.
Im Zuge des demografischen Wandels wächst der Bedarf an qualifizierten Nachwuchskräften in nahezu allen Branchen. Wie breitgefächert das Berufsspektrum bereits im Bereich der Ausbildung ist, zeigt unter anderem die Ausbildungsbörse auf dem Betzenberg.
Dort kommen junge Menschen mit regionalen Betrieben direkt ins Gespräch – eine gute Gelegenheit, um erste Kontakte zu knüpfen, Einblicke in verschiedene Berufsbilder zu erhalten und Tipps für Bewerbungen zu sammeln. Vielen Jugendlichen ist dabei gar nicht bewusst, welche international erfolgreichen Unternehmen direkt vor ihrer Haustür sitzen. Hidden Champions wie Verope in Contwig, Wipotec in Kaiserslautern, MiniTec in Schönenberg-Kübelberg oder IGM in Lauterecken arbeiten weltweit erfolgreich und bieten spannende Ausbildungs- und Karriereperspektiven.
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist es für die ZRW ein zentrales Anliegen, junge Talente frühzeitig für Zukunftsthemen zu begeistern. Mit der MINT-Region Westpfalz, die 2022 ins Leben gerufen wurde, werden Kinder und Jugendliche gezielt an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik herangeführt. Neben Workshops und MINT-Projekten an Schulen organisiert die ZRW zahlreiche Mitmachangebote und versorgt rund 200 Schulen mit Experimentiermaterialien. Beliebt ist auch der Digital Art Contest – ein Wettbewerb, bei dem Jugendliche digitale Kunstwerke gestalten können. Außerdem findet in diesem Jahr wieder der Science Slam „SLAMMIN’TIME“ statt, bei dem Schülerinnen und Schüler MINT-Themen unterhaltsam und verständlich vor Publikum präsentieren.
Auch die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und regionaler Wirtschaft spielt für die Fachkräftesicherung eine wichtige Rolle. Viele Unternehmen in der Region sind aus Forschungsprojekten oder Hochschulumfeld entstanden. Gleichzeitig sammeln Studierende schon während des Studiums praktische Erfahrungen in Unternehmen – etwa durch Praktika, Nebenjobs oder duale Studiengänge. Dadurch entstehen früh Kontakte zwischen Betrieben und potenziellen Fachkräften. Das unterstützt die ZRW mit dem Projekt „Nachwuchs trifft Zukunft“, bei dem sie in Kooperation mit der RPTU Studierendengruppen zu ausgewählten Arbeitgebern in der Region bringt.
Für alle, die sich über Bildungs- und Karrieremöglichkeiten informieren möchten, lohnt sich ein Blick auf die Webseite westpfalz.de. In der Rubrik „Lernen & Arbeiten“ finden Interessierte kompakte Infos zu Studienmöglichkeiten, Ausbildungswegen und Weiterbildungsangeboten – eine zentrale Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Fachkräfte gleichermaßen.
Um dem Fachkräftemangel nachhaltig zu begegnen, müssen junge Menschen für die vielfältigen Chancen in der Westpfalz sensibilisiert werden. Oftmals fehlt Jugendlichen der Überblick darüber, welche Ausbildungsbetriebe und Institutionen es in ihrer Nähe überhaupt gibt.
Die Ausbildungsbörse „Mit Doppelpass zum Ausbildungsplatz“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Hier können Jugendliche und ihre Eltern direkt mit Unternehmen ins Gespräch kommen, sich über Praktikumsplätze oder Ferienjobs informieren und entdecken, dass sich hervorragende Karrierechancen und hohe Lebensqualität in der Westpfalz durchaus verbinden lassen. red