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Willkommen Pariser Str. u. Pfaffplatz

Vielfältige Lebensader im Westen Kaiserslauterns

Wo einst die Postkutschen nach Frankreich rollten, bestimmt heute die Nähe zur US-Militärgemeinde das Straßenbild der Pariser Straße

Vielfältige Lebensader im Westen Kaiserslauterns

Stehen im direkten Umfeld der Pariser Straße: Die im zweiten Weltkrieg gebauten Spitzbunker. FOTO: MIRIAM DIECKVOß-PLOCH

Eine der Hauptgeschäftsstraßen in Kaiserslautern ist die Pariser Straße. Sie ist zugleich eine der längsten Straßen im Stadtgebiet. Sie beginnt in der Innenstadt von Kaiserslautern zwischen dem Rathaus und dem Burggymnasium. Von dort läuft sie am Pfaffplatz vorbei und durch die Vogelweh bis zum Einsiedlerhof. 

Benannt wurde sie nach der französischen Hauptstadt. Denn sie ist ein Teil eines historischen Wegenetzes, das nach Frankreich und unter anderem nach Paris führt.

Während die Straßenbaulastträgerschaft im Stadtbereich bei der Kommune liegt, ist sie außerhalb der Barbarossastadt eine Landesstraße. 

Geschichte ist, dass in einem Streckenabschnitt dieser Straße von 1957 bis 1985 Oberleitungsbusse eingesetzt waren. Noch im Stadtkern befindet sich der Pfaffplatz, der unmittelbar an die Pariser Straße grenzt. 

In der Straße und rund um den Pfaffplatz befinden sich viele Geschäfte und Lokale, vom überregional bedeutsamen K in Lautern über die Geschäftsstelle der Rheinpfalz bis hin zu Dienstleistungsbetrieben für Menschen und Tiere. 

Namhafte Einrichtungen entlang der Straße sind die Apostelkirche und das Eisenbahnausbesserungswerk, das über viele Jahre hinweg einer der ganz großen Arbeitgeber in der Region war. 

Mehrere Gebäude dieses Straßenzuges stehen wegen ihrer historischen Bedeutung unter Denkmalschutz. Insbesondere die Apostelkirche ist einen Besuch wert, deren Bau nach den Plänen von Ludwig Ritter von Stempel im Jahre 1897 begann. Erbaut wurde sie im neuromanischen Stil und im Jahr 1901 eingeweiht. 

Zu sehen sind im Umfeld der Pariser Straße auch heute noch zwei massive Luftschutzbunker, die im zweiten Weltkrieg gebaut wurden. 

Je weiter sich der Straßenverlauf vom Stadtkern entfernt, desto mehr Geschäfte richten ihr Angebot auf die amerikanische Kundschaft aus. Eine direkte Folge der unmittelbaren Nachbarschaft zur US-Militärgemeinde Vogelweh am westlichen Stadtrand. osw