Aktuell wird in den rund 200 Quadratmeter großen Räumlichkeiten kräftig gewerkelt. Der Vermieter hat beispielsweise die ins Obergeschoss führende Treppe abgerissen. „Oben sollen Wohnungen entstehen“, weiß Gioello, der sich freut, dass sein Laden dadurch größer geworden ist. „Im hinteren Bereich wird der Eigentümer noch einen Aufenthaltsraum und eine Toilette für uns einrichten“, so der 44-jährige Deutsche mit italienischen Wurzeln.
Ansonsten wird viel in Eigenleistung gehämmert und gebohrt, verlegt und gestrichen. Letzteres ist für Gioello ein Leichtes, denn er hat einst eine Ausbildung zum Maler und Lackierer absolviert. Darüber hinaus ist er gelernter Koch, hat unter anderem lange bei der M & W Real Food GmbH gearbeitet, ein auch in Grünstadt ansässiger Caterer für Schulen und Kioske.
„Aber seit 15 Jahren bin ich Kaufmann“, erklärt Gioello. In der Bahnhofstraße betrieb er den Laden Pixelwelt – allerdings nur für zwei Jahre. „Gerade als ich erweitern wollte, hat es im April 2025 gebrannt.“ Nun startet er an zentralerer Lage mit zunächst zwei Festangestellten neu durch.
Rund 250.000 Euro hat er dafür in die Hand genommen. Es entsteht ein An- und Verkauf für alte und neue Videospiele. Im Sortiment sein werden TCG, vor allem Pokémon-Sammelkarten. Die seien mitunter schwer zu bekommen und extrem teuer. Manche Sammler zahlten hohe fünfstellige Beträge für eine einzelne Karte und bewahrten sie in Bankschließfächern auf. „Bei uns wird man auch Turniere spielen können“, deutet der Unternehmer auf einen Bereich im Laden, wo eine Lounge gestaltet wird.
Im Angebot werden darüber hinaus Merchandise-Produkte sein und Actionfiguren, aber auch klassische Gesellschaftsspiele, Lego und Playmobil, wie Gioello ankündigt. Er schätzt, dass er rund 20.000 Artikel in den Regalen haben wird. Eine Super-Mario-Statue aus den 1990ern ist schon da. Sie dürfte ungefähr 1500 Euro wert sein.
Zur Eröffnung mit Tombola und Rabatten erwartet der Kaufmann, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat, bis zu 400 Gäste aus ganz Deutschland, darunter Crossplayer. Selbstverständlich sei er Mitglied im Wirtschaftsforum Innenstadt (WFI): „Ich möchte andere Gewerbetreibende kennenlernen und die Stadt unterstützen.“ abf