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Mittwoch, 11.09.2019 Drucken

Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen

„Vernünftig und zukunftsorientiert“

Verbandsgemeinde Dudenhofen: Gemeindereformen fördern Austausch unter Ortschaften

Souverän hat ein Dreierbündnis zwei Reformen gemeistert. „Nach langer Vorbereitungsphase und reiflicher Prüfung der damaligen Kommunalpolitiker wurden unseres Erachtens sehr vernünftige und zukunftsorientierte Beschlüsse durch die zuständigen Gremien der ehemals selbstständigen Gemeinden Dudenhofen, Harthausen und Hanhofen gefasst.“ Das schreiben Verbandsbürgermeister a. D. Hans Lang (CDU) und der frühere Erste Verbandsbeigeordnete Otto Bossert (CDU) im Vorwort aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Verbandsgemeinde Dudenhofen. Mittlerweile ist die zweite Reform Geschichte.
  

Zentrale Anlaufstelle: das Bürgerbüro in Dudenhofen. FOTO: XSM
Zentrale Anlaufstelle: das Bürgerbüro in Dudenhofen. FOTO: XSM

Von richtigen Entscheidungen sprechen Lang und Bossert. Das Hauptziel wurde trotz Gebietsreform 1969 erreicht: die Selbstständigkeit der Gemeinden aufrechtzuerhalten. Nicht geglückt war der Eingemeindungsvorstoß der Stadt Speyer. Landrat Dr. Paul Schädler (CDU) rief damals dazu auf, dieser Forderung mit Ablehnung zu begegnen.

1971 wurden die Zielplanvorstellungen des Ministeriums zur Verbandsgemeinde (VG) mehrheitlich angenommen. Am 2. Dezember trat zum ersten Mal der Verbandsgemeinderat zusammen. Mit gemischten Gefühlen erlebte Alex Unterländer – einst CDU-Vorsitzender in Harthausen – die Reform. Rückblickend sagt er: „Man hat sich zusammengerauft.“

Nicht zuletzt die gute Zusammenarbeit, die auf politischer Ebene unter den drei freien Ortsgemeinden herrschte, förderte die Entwicklung. Unterländers Pendant in Dudenhofen war Georg Trauth, in Hanhofen Eduard Schoppé.

Eine Besonderheit folgte bei der Wahl des ersten Verbandsbürgermeisters. Berthold Badem, im Juni 1972 vereidigt, kam aus Trier. In seiner Zeit gründete sich unter anderem die Verbandsgemeindewehr – eine Folge der Zusammenlegung aus drei Ortschaften. Die örtlichen Feuerwehren blieben aber bestehen.  


Gemeindewerke Dudenhofen

Das erste Bürgerbüro in Rheinland-Pfalz

1981 folgte Hans Lang. Er blieb Verbandsbürgermeister bis 2001. 1994 wurde von ihm das erste Bürgerbüro in Rheinland-Pfalz in Dudenhofen mit Außenstellen in Harthausen und Hanhofen eröffnet. Dass die Zweigstellen später geschlossen wurden, bedauert Unterländer. Als Bürgermeister war der Träger der Ehrenbürgerschaft in Harthausen von 1974 bis 1984 selbst am Ruder. Auch in der Zeit sei das Verhältnis unter den politischen Verantwortlichen gut gewesen. „Im Rat hat es ebenfalls kaum Querelengegeben“, denkt Unterländer zurück.
  

Gemeindefusion: In Dudenhofen haben die Bürgermeister Peter Eberhard (Dudenhofen), Manfred Scharfenberger (Römerberg) und Harald Löffler (Harthausen) sowie Hanhofens Bürgermeisterin Friederike Ebli einen Vertrag zu diesem Zweck unterzeichnet. ARCHIVFOTO: LENZ
Gemeindefusion: In Dudenhofen haben die Bürgermeister Peter Eberhard (Dudenhofen), Manfred Scharfenberger (Römerberg) und Harald Löffler (Harthausen) sowie Hanhofens Bürgermeisterin Friederike Ebli einen Vertrag zu diesem Zweck unterzeichnet. ARCHIVFOTO: LENZ

Über die Jahrzehnte hinweg hat sich das kooperative Verhältnis gehalten. Der heutige Landrat Clemens Körner prägte die Verbandsgemeinde Dudenhofen ebenfalls in seiner zweifachen Amtszeit als Verbandsbürgermeister von 2001 bis 2009. Als Student der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Mannheim und Beschäftigter der Kreisverwaltung Ludwigshafen hatte er das notwendige Rüstzeug mitgebracht, um seine Gemeinde zukunftsfähig zumachen.

Eine erneute Fusion ereilte die VG Dudenhofen 2014 mit der Einheitsgemeinde Römerberg. Manfred Scharfenberger (CDU) wurde Verbandsbürgermeister. Er betont: „Aus meiner Sicht ist es gelungen, die neue Verbandsgemeinde auf festen Boden zu stellen.“ Und er lobt das Engagement der Mitarbeiter: „Wir waren eine der ersten Verwaltungen, die einsatz- und arbeitsbereit waren.“

Tief verwurzelt geblieben seien die Bürger in ihren jeweiligen Gemeinden. „Das ist gut so, denn das garantiert, dass Traditionen weiter gelebt und weitergegeben werden“, sagt Scharfenberger. Nicht so sehr die VG sieht er im Fokus der Bevölkerung, sondern die einzelnen Orte: „Unter diesen hat sich durch die Reformen ein stärkerer Austausch entwickelt.“ xsm 

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