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Alles in meiner Stadt - Speyer

Vermächtnis lebendig halten

Die SchUM-Kulturtage geben Einblick in jüdisches Leben

Spielt am 14. November, 16 Uhr, im Dom„Meisterwerke der Synagoge“ von Salomone Rossi, Louis Lewandowski, Salomon Sulzer, Samuel Lampel, Heinrich Schalit und anderen: der Leipziger Synagogalchor. FOTO: ANNE HORNEMANN/FREI

1.11.2021

Zum zweiten Mal beteiligen sich Speyer, Mainz und Worms an den Jüdischen Kulturtagen. Das Programm in der Domstadt ist angelaufen und das erfolgreich, wie aus dem Kulturbüro vermeldet wird. Bis 14. November haben Interessierte noch die Chance, sich für Veranstaltungen anzumelden.

Den Facettenreichtum jüdischer Kultur in Musik und Theater aufzuzeigen, ist eines der Ziele, das mit dem am 13. Oktober angelaufenen Programm verfolgt wird. Nicht nur der Unterhaltungswert ist es jedoch, was zählt. Vielmehr sollen durch die vielseitigen kulturellen Aktivitäten prägende geschichtliche Ereignisse beleuchtet, das Gedenken an die Opfer des Antisemitismus gepflegt und die Lebendigkeit des jüdischen Vermächtnisses in der Stadt gefeiert werden. „Die ersten Veranstaltungen der SchUM-Kulturtage wurden bereits sehr gut angenommen“, zieht Fachbereichsleiter Matthias Nowack auf Nachfrage eine Zwischenbilanz. Zweimal ausverkauft gewesen ist sogar das Stationentheater mit Schalom Spira, das sich zwischen Domplatz und neuer Synagoge abgespielt hat.
  

Während historische Fakten kurzweilig vermittelt wurden, wollten die Akteure parallel dazu zum Nachdenken anregen, wie Vergangenheit wahrgenommen, gewürdigt und weitergedacht werden kann. „Aufgrund der großen Resonanz werden wir ein zusätzliches Angebot machen“, kündigt Nowack an.

Die Nachfrage nach Tickets für die anderen Angebote während der SchUM-Kulturtage ist ebenfalls ungebrochen. „Es ist deutlich zu spüren, dass die Menschen Interesse an der jüdischen Kultur haben“, betont Nowack und ergänzt: „Gerade in Speyer ist die Aufmerksamkeit dafür hoch, da wir den Bürgern vor Ort schon in den vergangenen Jahren den Zugang zur Geschichte aktiv gestaltet haben.“

Auch über die Kulturtage hinaus versucht die Stadt stets, ein konkretes touristisches Angebot rund um die jüdische Geschichte zu machen und dabei zudem spezielle Zielgruppen im Besonderen anzusprechen. „Beispielsweise legen wir das Augenmerk auf amerikanische oder internationale Juden“, erklärt Nowack. Am Dienstag, 2. November, 18 Uhr, werden die SchUM-Kulturtage mit Opernsänger Yoni Rose fortgesetzt. Der Kantor der Frankfurter Westendsynagoge geht in seinem Programm „Sternstunde der kantoralen Musik“ über die Grenzen von Oper, Jazz und kantoraler Musik hinaus. Begleitet wird er von Adi Bar am Piano. Eine musikalische Lesung unter dem Titel „Es blüht hinter uns …“ gestalten am Donnerstag, 4. November, 19 Uhr, Erzählerin Marion Tauschwitz und Violinist Adax Dörsam in der Synagoge Beith Shalom am Weidenberg. xsm

WEITERE TERMINE

— 5. November, 20 Uhr, Historischer Ratssaal: „Mod Helmy –Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“, Vortrag des Journalisten Igal Avidan, der Helmys ehemalige Patienten fand, seine Verstecke besuchte und seine einzigartige Geschichte nachzeichnete
— 8. November, 19 Uhr, Alter Stadtsaal: „Name: Sophie Scholl“, Theaterstück von Rike Reiniger, für Jugendliche ab 15 Jahren
— 9. November, 18 Uhr, Gedenkstein Hellergasse: Jahresgedenken an die Reichspogromnacht 1938
— Info: speyer.de/schum-kulturtage

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