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Dudenhofen & Römerberg

Schlaraffenland für Insekten

Bienenfreundliche Gärten und Balkone sind mehr als bunte Blumen

Schlaraffenland für Insekten

Locken Bienen an: Krokusse. 
FOTO: PATRICK SEEGER/FREI

25.03.2020

Obst, Gemüse, Blumen: Ohne Wild- und Honigbienen gäbe es das alles nicht. Zum Schutz- und Erhalt dieser für die Natur und uns Menschen so essenziellen Helfer können auch Garten- und Balkonbesitzer beitragen. Der Naturschutzbund Nabu hat hierfür ein paar Expertentipps zusammengestellt.

Grünflächen in der Stadt und private Gärten gibt es viele – doch oft sind diese mehr auf Ästhetik als auf Umweltnutzen ausgerichtet. Die Flächen bieten Bienen wenig Lebensraum und Nahrungsangebot. Die gute Nachricht ist, dass viele auch im Kleinen etwas dagegen tun können, in einem Garten oder auf dem Balkon.
  

Bieten nicht nur Bienen Nahrung: Blumenwiesen. Gartenbesitzer müssen beim Anlegen ein paar Dinge beachten. FOTO: KARL-JOSEF HILDENBRAND/DPA
Bieten nicht nur Bienen Nahrung: Blumenwiesen. Gartenbesitzer müssen beim Anlegen ein paar Dinge beachten. FOTO: KARL-JOSEF HILDENBRAND/DPA

Generell gilt: Bienenfreundliche Pflanzen sollten nektar- und pollenreich sein. Typische Balkonpflanzen mit stark gefüllten Blüten wie etwa Geranien sehen zwar schön aus, schenken Insekten aber nicht genügend Nahrung. Deshalb sollte man darauf achten, nur blühende Pflanzen auszuwählen, an denen Bienen zu sehen sind. Zudem gilt es, auf Variation zu achten. Wer nur Frühjahrsblüher kauft, hat im Sommer nichts Blühendes mehr für die Bienen. Ein paar Beispiele für geeignete Gewächse gibt unser Infokasten (siehe unten). Im Baumarkt kann man diese erwerben. Online gibt es auch fertige Samenpackungen zum Aussäen.  

Wer einen Garten hat, kann auch eine Blumenwiese anlegen. Viele Wildblumenmischungen locken nur Honigbienen an, daher sind regionale Saatmischungen aus lokalen Beständen empfehlenswert (mehr Infos dazu unter www.nabu.de/saatgut). Möchte man den Rasen im Garten weiterhin als Spielwiese für Kinder nutzen, machen Wildblumen wenig Sinn, da die Fläche dann schlecht begehbar ist, denn sie sollte nur zweimal im Jahr gemäht werden. Eine Alternative kann es dann sein, neben dem Rasen beispielsweise reichlich Krokusse anzupflanzen.

Wer etwas tiefer in die Materie einsteigen möchte: Die Honigbiene freut sich eigentlich über alles, was blüht. Wildbienen sind dagegen auf spezielle Arten angewiesen.Welche Gattungen in den eigenen Garten kommen, erfahren Interessierte auch online unter www.wildbienen-kataster.de. crk

AUF EINEN BLICK

Bienenfreundliches

Blumenbeet: Schafgarbe, Akelei, Lavendel, Lupine, Wilde Malve, Astern, ungefüllte Dahliensorten

Bäume und Sträucher: Schlehe, Pfaffenhütchen, Kornelkirsche, Weißdorn, Stachelbeere, Himbeere, Brombeere, Johannisbeere, Wilder Wein, Efeu, ungefüllte Kletterrosen

Gemüsebeet: Ackerbohnen, Kleearten, Borretsch, Ringelblumen, Kürbisgewächse, Zwiebeln, Kohl, Möhren, Gewürzkräuter

Balkon: Goldlack, Kapuzinerkresse, Verbene, Männertreu, Wandelröschen, Löwenmäulchen, Küchenkräuter (Salbei, Rosmarin, Lavendel, Pfefferminze, Thymian) msw