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Vorlesewettbewerb: "Dass es ganz gut war, habe ich selbst bemerkt"

Die elfjährige Ina Kroll gewann den Stadt-Vorlesewettbewerb und liest nun beim Bezirksentscheid. Als Anerkennung für die Teilnahme erhalten alle Kinder das Buch „Der Eisblumengarten“.

Ina Kroll heißt die strahlende Gewinnerin des diesjährigen Stadtentscheids beim Vorlesewettbewerb. Jedes Jahr treffen zwölf Kinder aus den sechsten Klassen in der Stadtbibliothek Oppau zusammen. Alle sind in ihren Schulen bereits die Besten beim Vorlesen gewesen. Die Situation, vor völlig fremdem Publikum zu lesen, ist jedoch für die Elf- bis Zwölfjährigen besonders aufregend. Eine vierköpfige Jury bewertet dabei Lesetechnik, Interpretation eines von den Teilnehmern frei gewählten Textes und Textstellenauswahl. Wer in der Oppauer Zweigstelle als Gewinner hervorgeht, hat sich automatisch für den Bezirkswettbewerb, am 8. April, in der Stadtbibliothek qualifiziert.

Die besten Vorleser mit ihren Preisen. Die Siegerin ist Ina Kroll (4.v.l) FOTO: CLAUDIA MATHEIS
Die besten Vorleser mit ihren Preisen. Die Siegerin ist Ina Kroll (4.v.l) FOTO: CLAUDIA MATHEIS

Die Stadtsiegerin aus diesem Jahr besucht die sechste Klasse am Heinrich-Böll-Gymnasium. „Dass es ganz gut war, habe ich selbst bemerkt“, aber ich dachte, ich sei so etwa Dritte geworden, sagt das elfjährige Mädchen bescheiden. „Mein Bruder war auch schon qualifiziert“, erzählt sie weiter. Der heute 16-jährige habe, anders als seine Schwester, jedoch nicht gewonnen. Zum Lesen bleibt Ina eigentlich gar nicht so viel Zeit. Sie besucht eine Ganztagsschule und nennt als weiteres Hobby Hockeyspielen im Verein. Aber vor dem Schlafengehen holt sie sich oft ein Buch. Krimis, Comics und die „Woodwalker“Serie, eine Jugendbuchreihe, zählen zu den Favoriten, die es ihr besonders angetan haben.

Alle angetretenen Kinder lesen flüssig, einige fast sogar hastig, vermutlich der Aufregung geschuldet. Manche betonen besonders bei der wörtlichen Rede, bei anderen spielt die Mimik eine große Rolle. In Runde eins stellen alle Teilnehmer ein selbstgewähltes Buch mit eigenen Worten vor. Während sie eine Textstelle daraus drei Minuten lang vorlesen, ist die Jury gefragt. Sie besteht aus einer Buchhändlerin, einer Absolventin für ein Freiwilliges Soziales Jahr-Kultur, an der Stadtbibliothek, einer Journalistin und dem Vorjahressieger des Stadtentscheids, Julian Meiszies. Im zweiten Durchgang wird es kniffliger für die Kinder. Ein Buch mit unbekanntem Text dient jetzt als Lesevorlage.

In diesem Jahr haben sich die Favoriten aus der ersten Runde durchgesetzt und den unbekannten Text genauso souverän vorgetragen wie den eigenen aus Runde eins.

Als Anerkennung für ihre Teilnahme belohnt Andrea Geissler, Leiterin der schulbibliothekarischen Arbeitsstelle, alle Kinder mit dem Buch „Der Eisblumengarten“ von Guy Jones. Es ist der Jugendroman, aus dem der fremde Lesetext stammt. Siegerin Ina Kroll erhält zusätzlichen Lesestoff. Die Schülerin aus dem Stadtteil Süd freut sich sichtlich, sie lese schon lange sehr viel, sagt sie lächelnd.

Den Leitfaden für den Lesewettbewerb gibt der Börsenverein des deutschen Buchhandels vor. Er soll Anreiz zum Lesen bieten, denn Lesen ist „wie Kino im Kopf". Das fand zumindest Michael Ende, ein bekannter Jugendautor. Seiner Meinung schließen sich wohl viele Schüler an, immerhin beteiligen sich jedes Jahr etwa 600.000 von ihnen. cam


Jugendkreuzweg am 29. März in der Gemeinde St. Albert in Pfingstweide

Ökumenische Veranstaltung lädt dazu ein, Jesus in einem etwas anderen Blickwinkel zu sehen

Am Karfreitag, 29. März, sind Jugendliche ab 10 Uhr zum Ökumenischen Jugendkreuzweg mit Start an der Kirche St. Pfingstweide eingeladen. Der Kreuzweg steht unter dem Motto „Dein POV“. In der Einladung der Gemeinde heißt es: In der heutigen Welt beeinflussen soziale Medien wie Instagram und TikTok maßgeblich den persönlichen Blickwinkel. Die dort oft genutzte Abkürzung POV steht für ,Point of View' und reflektiert genau das - die unterschiedlichen Blickwinkel, aus denen wir die Welt betrachten ;Dein POV' lädt junge Menschen dazu ein, Jesus in den Fokus zu nehmen und sich in ihn und seinen Weg zum Kreuz hineinzuversetzen. Die Teilnehmenden werden dazu ermutigt, sich Fragen zu stellen: Wie nimmst du die Situation wahr? Wie blickst du auf Kreuzigung und Auferstehung? Dabei bedient sich der Jugendkreuzweg 2024 der Kunstform des Comics und der Graphic Novel, um diese Vielfalt von Gedanken und Standpunkten auszudrücken. Ähnlich den Gedanken- und Sprechblasen in Comics werden Gedanken explizit aufgeschrieben“. red