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Donald Duck zu Gast im Schillerhaus

Noch bis zum 29. April ist im Kulturzentrum „Das Haus“ eine Sammlung der „Lustigen Taschenbücher“ zu bestaunen

Roland Koch, rechts, lässt gerne einen Blick in die Taschenbücher zu. FOTO: CAM
Roland Koch, rechts, lässt gerne einen Blick in die Taschenbücher zu. FOTO: CAM

Im Kulturzentrum „Das Haus“ an der Bahnhofstraße waren im März die „Donaldisten“, eine Vereinigung von Donald Duck-Verehrern, mit wissenschaftlichen Vorträgen über Gegebenheiten in Entenhausen zugange. Für die darauffolgenden Wochen zeigt das Schillerhaus eine Präsentation der ersten 100 im Ehapa-Verlag erschienenen „Lustigen Taschenbücher“ des Sammlers Roland Koch. Koch ist Mitarbeiter des Stadtmuseums und für den Besucherservice des Schillerhauses zuständig. Vor Ort beantwortet er gerne Fragen rund um das Donald-Duck-Universum. Unter den Exemplaren befindet sich auch Band eins, „Der Kolumbusfalter“. „Diese Ausgabe ist jedoch nicht die erste“, informiert er. Koch bezeichnet sich selbst als Leser und Sammler. Die „Donaldisten“ hingegen beschäftigen sich in wissenschaftlicher Hinsicht mit der Heimat Donald Ducks. Wo beispielsweise Entenhausen genau anzusiedeln ist, sind Fragen, denen die Liebhaber der kultigen Enten nachgehen. 

Pionier der Zeichnungen und Texte war Carl Barks (1901-2000), ein weltweit bekannter Cartoonist und Autor. Sammler Koch informiert, dass unter den Mitgliedern der Vereinigung nur die Geschichten Barks zählen. Er war bereits in den 1930er Jahren der geistige Vater von Donald Duck, hinzu kamen im Lauf der Zeit weitere Figuren wie Daisy, die Neffen Tick, Trick und Track sowie Onkel Dagobert Duck oder Daniel Düsentrieb. Auf etwa 6.700 Seiten zeichnet er detailliert seine Protagonisten um Donald Duck, mit der sich alle „Donaldisten“ identifizieren. Und das mit ihren vielen Schwächen und wenigen Stärken. Barks erschuf den Kosmos von Entenhausen zwischen 1942 und 1967. Schon früh nannten Leser ihn daher den „guten Zeichner“, die Unterschiede in der Qualität der Berichte werden beim Vergleich schnell deutlich. 

Auch die deutschsprachigen Übersetzungen von Erika Fuchs (1906-2005), einer promovierten Kunsthistorikerin und ehemaligen Chefredakteurin der Zeitschrift „Mickey Mouse“ in den 1950er- und 60er-Jahren haben den deutschen Sprachgebrauch stark geprägt. Während Comics anfänglich noch als Schund bezeichnet wurden, zählte man diese ab den späten 1960er Jahren zunehmend zu Kunst. 

Fuchs' Übersetzungen sind sprachlich äußerst ausgefeilt und stecken zudem voller Wortwitz. Oft enthalten sie berühmte literarische Anspielungen. Daher finden sich einige Zitate von Friedrich Schiller in ihren Übersetzungen. Zum Beispiel durch Tick, Trick und Track in Anlehnung an den Rütlischwur aus Schillers Drama „Wilhelm Tell“. 

Weiterer Bestandteil der Ausstellung ist ein Buch Patrick Bahners, Autor in der Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein Werk, „Die ganze Wahrheit Entenhausen“ erzählt von den Helden der Entenhausener Geschichte seit der Stadtgründung Emil Erpels. Dort sind die Pioniertaten der Entenhausener Wissenschaft von der Raumfahrt bis zur Gentechnik geschildert. Der Autor nimmt sich Donald Duck zum Vorbild.

Die Ausstellung, Schillerstraße 6, ist noch bis Mittwoch, 29. April geöffnet. 

Der Eintritt ist frei, das Nebenmuseum des Stadtmuseums ist nicht barrierefrei.

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0621 504-2572 oder per E-Mail an stadtmuseum@ludwigshafen.de oder online unter www.schiller-in-oggersheim.decam