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Ruhestätten Und Grabpflege

Bestattungsvorsorge im Wandel der Zeit

Bund deutscher Bestatter gibt einen Überblick über Wünsche und Trends

Bestattungsvorsorge im Wandel der Zeit

Auch Konfetti streuen ist eine Form des Abschied nehmens. FOTO: BDB/I-STOCK

Was hinterlasse ich der Welt? Diese Frage stellt sich vielleicht beim Spaziergang über einen Friedhof, beim Anblick eines Grabes, um das sich niemand mehr kümmert. Möchte ich, dass sich meine Angehörigen später um mein Grab kümmern müssen? Möchte ich auf einem klassischen Friedhof oder lieber in einem Wald begraben werden? Diese Fragen kann man sich zunächst selbst stellen und anschließend in einer Bestattungsvorsorge festhalten. Es liegt in der Natur des Menschen, sich ungern mit Dingen zu befassen, die nach dem eigenen Leben passieren. 

Doch unser Abschied betrifft nicht nur uns, sondern vor allem unsere Familie und Freunde, die bleiben. Was hinterlasse ich für Umstände, wenn ich sterbe? Das Lebensende ist für die Angehörigen oft der Anfang vieler organisatorischer Mühen. Die Hinterbliebenen haben den Wunsch, dem Verstorbenen gerecht zu werden. Aber was hätte sie oder er sich gewünscht? Einen Sarg oder eine Urne? Ein bestimmtes Lied, einen besonderen Schriftzug oder vielleicht doch ein letztes Fest mit Konfetti? Immer mehr Menschen möchten ihren Liebsten diese Entscheidungen abnehmen. Die steigende Zahl an Bestattungsvorsorgen zeigt, dass Verantwortung und Fürsorge auch über das eigene Leben hinausgehen. Eine durchdachte Bestattungsvorsorge ist eine letzte Geste, die wir unseren Angehörigen schenken. Doch auch über den eigenen Kreis hinaus hinterlassen wir Spuren. Immer mehr Menschen wünschen sich eine Bestattung, die die Umwelt nicht belastet. Biologisch abbaubare Urnen aus Holz oder Kohle sind gefragt, ebenso pflegefreie Grabstellen auf Friedhöfen oder in Bestattungswäldern. Wie bei bewusster Ernährung oder nachhaltigem Konsum wollen viele auch im Tod Verantwortung übernehmen und ihre letzte Reise umweltfreundlich gestalten. Das Wissen um den Tod kann so auch eine Chance sein, bewusst über die eigene Zukunft hinauszublicken. 

Wer sich über die verschiedenen Möglichkeiten einer Bestattungsvorsorge oder umweltbewussten Bestattung informieren möchte, findet auf bestatter.de hilfreiche Informationen. Über die integrierte Bestatter-Suche lässt sich zudem ein Bestatter vor Ort finden, der eine persönliche Beratung anbietet.

Am Ende also mit Konfetti? Vielleicht aus echten, biologisch abbaubaren Blütenblättern? Was wir hinterlassen wollen, darauf hat jeder seine eigene Antwort. Nur eines ist sicher: Wer sich zu Lebzeiten Gedanken über seine eigene Bestattung macht, macht es seinen Verwandten und Bekannten leichter. red


Klare und verbindliche Entscheidungen treffen

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Bestattungsvorsorge

Vorsorge bedeutet Selbstbestimmung – auch im Hinblick auf die eigene Bestattung. Wer rechtzeitig festlegt, wie die Abschiednahme gestaltet werden soll, schafft Klarheit und entlastet Angehörige. 

Mit einer Bestattungsvorsorge können persönliche Vorstellungen – etwa zur Zeremonie, zur Musik oder zur Grabgestaltung – verbindlich festgehalten werden. Damit ist sichergestellt, dass diese Wünsche respektiert werden. Der vielleicht wichtigste Aspekt: Wer zu Lebzeiten vorsorgt, nimmt den Hinterbliebenen in einer ohnehin schweren Zeit Entscheidungen und finanzielle Unwägbarkeiten ab. Die wichtigsten Fragen und Antworten: 

Wenn man statt einer Bestattungsvorsorge Geld auf einem Sparbuch zurücklegt, haben die Angehörigen nicht automatisch Anspruch darauf, denn es wurde nicht „zweckgebunden“ angelegt. Ein weiterer Vorteil der Bestattungsvorsorge gegenüber dem Sparbuch ist, dass sie zum Schonvermögen gehört und nicht für andere Zwecke oder von Dritten angetastet werden kann, da sie ausschließlich der Finanzierung der Bestattungskosten dient. 

Die im Rahmen der Bestattungsvorsorge unterzeichnete Willenserklärung sollte man in seine Dokumentenmappe legen, in der sich auch die Geburts- und Heiratsurkunden befinden. Denn dies sind die ersten Dokumente, die ein Bestatter im Sterbefall benötigt. Es reicht nicht aus, den eigenen Bestattungswunsch im Testament zu verfügen, da die Testamentseröffnung meist erst Wochen nach dem Tod beziehungsweise der Beisetzung stattfindet. 

Eine spezielle Form des Gedenkens ist etwa ein Erinnerungsdiamant. Mit einer Vorsorgeregelung kann man schon zu Lebzeiten Größe, Anzahl und den passenden Schliff des Diamanten auswählen, die Angehörigen erhalten nach dem Tod das Schmuckstück.

Das Verfahren zur Umwandlung von Kremationsasche oder von Haaren in einen Erinnerungsdiamanten etwa wurde von der Firma Algordanza in der Schweiz entwickelt, mehr Informationen hierzu unter www.algordanza.comdjd