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Je früher, umso besser

Je früher, umso besser

Visuelle Beschäftigungen halten geistig fit.

Demenz, der Verlust von Leistungen der höheren Gehirnregionen, betrifft in Deutschland schätzungsweise 1,2 Millionen Menschen. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, an einer der verschiedenen Formen zu erkranken. Bei Symptomen wie Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit sollte rasch ärztliche Hilfe aufgesucht werden.

Demenz – wer diese Diagnose erhält, erschrickt wohl zunächst. „Doch man ist ihr nicht hilflos ausgeliefert“, so die Botschaft von Professor Dr. Armin Grau, Chefarzt der Neurologie am Klinikum Ludwigshafen. Und: Man kann rechtzeitig vorbeugen, um die Wahrscheinlichkeit, an einer der Demenz-Formen zu erkranken, zu minimieren. „Demenz ist ein Symptomkomplex, und es kann sich dahinter durchaus auch eine heilbare Krankheit verbergen“, erläutert Prof. Dr. Grau. Darum ist eine frühzeitige Diagnose auch so wichtig. Spätestens wenn das Gedächtnis im Alltag zu Problemen führt, sollte man den Hausarzt aufsuchen. Dieser überweist dann bei Bedarf zum Neurologen. Die Diagnostik erfolgt mittels einschlägigen Gedächtnistests und wird bei Notwendigkeit um ausführlichere, neuropsychologische Untersuchungen ergänzt. Ins Klinikum Ludwigshafen werden vornehmlich Betroffene verwiesen, die noch jüngeren Alters sind, unklare oder schwierige Diagnosen haben oder einer bestimmten Therapie bedürfen.

Je früher, umso besser-2

„Man ist der Demenz nicht ausgeliefert.“

PROF. DR. ARMIN GRAU, Chefarzt der Neurologe

Verschiedene Formen und Ursachen

Die häufigste Form der Demenz ist mit mehr als 50 Prozent die Alzheimer-Demenz. Hier ist zunächst vor allem das Neugedächtnis betroffen, wobei sich die Persönlichkeit lange Zeit nicht ändert. Zurückzuführen ist sie auf einen Verlust an Nervenzellen in bestimmten Hirnarealen. Als zweithäufigste Form kommt die vaskuläre, gefäßbedingte Demenz vor. Diese beruht auf Durchblutungsstörungen im Gehirn und kann sich in Stufen verschlechtern. Personen mit Diabetes oder Bluthochdruck sind besonders gefährdet. Die dritthäufigste Form ist eine Mischform aus vaskulärer und Alzheimer-Demenz, gefolgt von der Demenz mit „Lewy-Körperchen“, die auf Eiweißablagerungen in den Nervenzellen der Großhirnrinde beruht. Diese kann neben Gedächtnisverlust zu optischen Wahrnehmungsstörungen, zu Stürzen und Ohnmacht sowie zu Halluzinationen führen. Darüber hinaus gibt es die fronto-temporale Demenz, bei der der Stirn- beziehungsweise Schläfenlappen beeinträchtigt ist und die zu einer Wesensänderung und Störung der Verarbeitung von Emotionen führen kann. Auch Krankheiten wie Depressionen können Demenzen vortäuschen.

Geistig-rege Tätigkeiten sind wichtig

Demenzerkrankungen sind also ganz unterschiedlich in ihrer Ausprägung und Ursache. Wichtig ist der Krankheit bereits im mittleren Alter, also zwischen 40 und 50 Jahren, vorzubeugen: Wer sich geistig regt und viel bewegt, hat ein geringeres Demenz-Risiko. Man ist der Demenz demnach nicht schutzlos ausgeliefert. Auch nicht, wenn man sich mit der Diagnose konfrontiert sieht – es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten, um die Entwicklung zumindest zu verlangsamen. Ist die Krankheit fortgeschritten, kann dies für die Angehörigen durchaus herausfordernd sein. Im Klinikum Ludwigshafen werden diese darum im Umgang mit Demenz-Patient*innen geschult. So ist etwa eine angepasste Kommunikationsstrategie von Nöten: Konfliktvermeidung ist hier das Stichwort – Umleitung statt konfrontierender Diskussion. Darüber hinaus wird die Bedeutung eines strukturierten Alltags mit einem geregelten Tag-Nachtrhythmus und eine gezielte Beschäftigungsstrategie, etwa mit Fotoalben oder Gerüchen, vermittelt.

Neurologie
Sekretariat Frau Bettina Bauer, Frau Birgit Heußler
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neurologie@klilu.de


In seinem Buch „Reine Nervensache“ widmet Prof. Dr. Grau auch den Demenz-Krankheiten ein Kapitel. (Siehe: www.armingrau.de)