Seit zwei Jahrzehnten ist der Pflegedienst Medicur ein verlässlicher Partner für patientenorientierte ambulante Pflege. „Es freut uns, dass uns unsere Kunden und behandelnden Ärzte so lange ihr Vertrauen geschenkt haben. Für die gute Zusammenarbeit bedanken wir uns herzlich und freuen uns darauf, sie fortzuführen“, sagen Inhaberin Gisela Kraft und Aline Stutzenberger. Das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Pflegebedürftigen sind für Medicur von größter Bedeutung. „Wir richten uns nach den persönlichen Bedürfnissen der Kunden, um ihre Selbstständigkeit in der häuslichen Umgebung so lange wie möglich zu erhalten“, erklärt Stutzenberger. Das Team berücksichtigt neben den körperlichen Bedürfnissen auch biografische Erfahrungen, Gewohnheiten und das soziale Umfeld. „Angehörige und Freunde sind ein wichtiger Bestandteil im Pflegeprozess. Wir nehmen ihre besonderen Herausforderungen wahr und unterstützen sie, wo immer es uns möglich ist“, so Stutzenberger. Auf Wunsch werden die Angehörigen aktiv in die Pflege einbezogen und bedarfsgerecht angeleitet. Die Anforderungen in der ambulanten Pflege entwickeln sich ständig weiter, daher nimmt das Team regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil. Qualifizierte Wundtherapeuten mit umfassender Erfahrung in der Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden, leisten eine fachgerechte, individuell abgestimmte Wundversorgung. Auch die Versorgung von Patienten mit künstlichen Zugängen für Nahrungsaufnahme oder Medikamenten übernimmt Medicur gerne. „Wir arbeiten in allen Bereichen eng mit den behandelnden Ärzten zusammen, die bei der Behandlungspflege gerne auf unsere Expertise zurückgreifen“, erläutert Stutzenberger.
Zu Pflegeleistungen, Antragstellungen und Kostenübernahmen berät Medicur ausführlich, unterstützt bei der Versorgung mit Hilfs- und Pflegeutensilien und übernimmt fachkundige Überleitungs- und Verhinderungspflege.
„Als Vertragspartner aller Pflege- und Krankenkassen beraten wir unsere Kunden individuell und unverbindlich. Interessierte können gerne einen Termin für eine persönliche Beratung vereinbaren“, empfiehlt Stutzenberger. mide
Die Pflege eines Angehörigen darf nicht zu finanziellen Schwierigkeiten führen
Gleichstellung braucht mehr Vereinbarkeit und finanzielle Absicherung, fordert der Bundesverband pflegender Angehöriger
Zum Weltfrauentag am 8. März hat der Bundesverband pflegender Angehöriger wir pflegen e.V. in einer Pressemeldung auf die enorme Ungleichverteilung der Pflegearbeit aufmerksam gemacht: „Über 60 Prozent der häuslichen Pflege übernehmen Frauen, bei pflegebedürftigen Kindern sind mehr als 80 Prozent der Hauptpflegepersonen Mütter“, teilt er darin mit.
„Unser Pflegesystem stützt sich massiv auf die unbezahlte Sorgearbeit in den Familien. Dort übernehmen noch immer vor allem Frauen die Verantwortung. Das hat gravierende Folgen für ihre Karrierechancen, ihr Einkommen und ihre Altersvorsorge“, erklärt Sebastian Fischer, Vorstandsmitglied des Bundesverbands.
Fehlende Entlastungsangebote zwingen viele pflegende Frauen, ihre Berufstätigkeit drastisch einzuschränken. Besonders betroffen sind Mütter pflegebedürftiger Kinder: die Pflege dauert in der Regel ein Leben lang und bedarfsgerechte Entlastungsangebote sind rar. Aber auch Frauen, die ihre Partner oder Eltern pflegen, sind in hohem Maße betroffen. „Zu oft bleibt Frauen nur die Wahl zwischen finanzieller Armut oder völliger Erschöpfung“, so Fischer. „Das ist unhaltbar.“
Der Verband fordert daher massive Investitionen in den Ausbau kommunaler Pflegeangebote. Ambulante Dienste, Kurzzeitpflege und Tagespflege sind entscheidend für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Doch die Angebote reichen bei weitem nicht aus. „Wer Gleichstellung ernst meint, muss in Pflege investieren“, betont Fischer. „Solange Pflege größtenteils privat organisiert wird, bleibt Gleichstellung ein Lippenbekenntnis.“
Die Bundesregierung plant, das Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz zusammenzuführen und zu vereinbaren. Das allein reicht aber nicht aus. Derzeit haben pflegende Angehörige im Falle einer Freistellung lediglich die Möglichkeit ein zinsfreies Darlehen zu beantragen. „Ein Darlehen ist keine soziale Absicherung“, stellt Sebastian Fischer klar. „Wer jahrelang weniger oder gar kein Einkommen hat, kann auch später keine Schulden zurückzahlen. Das ist realitätsfremd.“
Der Bundesverband fordert daher die Einführung eines Familienpflegegeldes. Eine Einkommensersatzleistung würde pflegende Angehörige finanziell absichern und Anreize für eine gerechtere Verteilung der Sorgearbeit schaffen. „Eine Einkommensersatzleistung entlastet Frauen und motiviert auch mehr Männer, Verantwortung zu übernehmen. Seit 2023 liegen praktikable Vorschläge auf dem Tisch. Es fehlt nicht an Konzepten, es fehlt am politischen Willen“, kritisiert Fischer.
Für Angehörige, die Pflege und Erwerbstätigkeit dauerhaft nicht vereinbaren können, fordert der Verband zusätzlich ein Care-Gehalt sowie eine verlässliche rentenrechtliche Absicherung. „Wer Angehörige pflegt, arbeitet für die Gesellschaft“, sagt Sebastian Fischer. „Diese Arbeit darf nicht in Armut während der Pflege und Altersarmut nach der Pflege enden.“
Deshalb richtet der Bundesverband in seiner Pressemitteilung einen klaren Appell an die Bundesregierung: „Pflege darf nicht länger auf den Schultern von Frauen abgeladen werden“, so Fischer. „Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Und sie braucht endlich gerechte, verbindliche und solidarische Lösungen.“ Der Bundesverband wir pflegen e.V. ist eine Interessenvertretung und Selbsthilfeorganisation pflegender Angehöriger.
Der 2008 gegründete Verein setzt sich für nachhaltige Verbesserungen in der häuslichen Pflege ein. Über den Austausch mit anderen Pflegenden will er Angehörigen mehr Anerkennung, Kontakt und Informationen sowie eine Stimme in Politik und Gesellschaft – als gleichberechtigte Partner in der Pflege ermöglichen. Zu seinen Mitgliedern zählen ehemals und aktiv pflegende Angehörige, Nachbarn und Freunde und viele weitere Personen, die sich persönlich, beruflich oder wissenschaftlich in der Pflege engagieren und pflegenden Angehörigen zu mehr Wertschätzung und Unterstützung verhelfen wollen. red