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Neustadter Winter

Adventskalender mit der Tigerente

Janosch-Bilder: Am Dienstag wird das erste Adventsfenster des Neustadter Rathauses beleuchtet

Große Plakate mit dem Motto stellte die TKS an den Neustadter Ortseingängen auf.
FOTO: TKS/FREI/MOTIV: JANOSCH FILM&MEDIEN AG

28.11.2020

Sternenfolien an 24 Fenstern des Neustadter Rathauses sind die Vorboten: Am 1. Dezember wird das erste erleuchtete Bild des Künstlers Janosch zu sehen sein. Der Janosch-Adventskalender ist eine Initiative der „Bürgerstiftung lebenswerte Stadt Neustadt“. Unterstützt wird sie von der Willkomm-Gemeinschaft, der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft (WEG), dem Stadtmarketing und der Tourist-Information (TKS), die sich mit Aktionen für die Gemeinschaft einbringen.

Das 1730 erbaute Rathaus ist für die Rolle als leuchtender Adventskalender wie geschaffen. Je zwölf Fenster befinden sich an der Fassade der beiden Obergeschosse, vom Marktplatz aus optimal zu bestaunen. „Die Janosch-Motive werden auf Plexiglasscheiben aufgezogen und hinterleuchtet. Tag für Tag kommt, wie im letzten Jahr, ein neues dazu. Die übrigen Scheiben sind dieses Mal mit den Folien bespannt, sodass die Mitarbeiter durch die Sternenflächen hinausschauen können. Das ergibt auch für Passanten ein optisch ruhiges Bild, denn der Verwaltungsbetrieb in den Räumen läuft natürlich weiter“, erklärt Rüdiger Liebs von der Bürgerstiftung.

Die Organisatoren freuen sich, dass für 20 der Bilder Sponsoren gefunden werden konnten. Den noch fehlenden Betrag möchte die Bürgerstiftung durch eine Sammlung von Kleinspenden finanzieren. 1200 Euro hat man je Scheibe inklusive der Einbau- und Beleuchtungskosten kalkuliert. Täglich um 18.10 Uhr wird im Rathaus ein neues Fenster „geöffnet“. Dabei stellt man das jeweilige Kalenderbild von Janosch vor und benennt die Unterstützer. „Nach dem Dreikönigstag werden die Scheiben am 7. Januar abgebaut und den jeweiligen Sponsoren übergeben“, so Liebs.

Bei der Eröffnung am 1. Dezember, 18 Uhr, durch Oberbürgermeister Marc Weigel, erklingt festliche Musik, aufgrund von Corona allerdings vom Band. Mit von der Partie ist natürlich das hölzerne Wahrzeichen, die Janosch-Tigerente, die für den diesjährigen leuchtenden Adventskalender wirbt. Festlichen Einzug in Neustadt hielt sie Mitte Oktober, große und kleine Fans sowie Mitglieder der Bürgerstiftung begleiteten ihren „Einzug“ durch die Fußgängerzone. Seither fand das Maskottchen Domizil in Neustadter Geschäften.

Die Ente wurde Anfang des Jahres geschaffen, um am Eingang der Villa Weser in Neckargemünd auf eine Ausstellung hinzuweisen. Der bekannte Galerist Claus Petschmann zeigte dort eine Präsentation vieler Werke von Janosch. An dieser sehr erfolgreichen Ausstellung hat der Neustadter Künstler Gerhard Hofmann mitgearbeitet. So kam er mit seinem Freund Petschmann auf die Idee, der Tigerente, 140 Zentimeter lang und 80 Zentimeter hoch, einen „Job“ in Neustadt als Werbe-Ikone für den Adventskalender zu verschaffen.

Attraktive Aktionen sollen das Leben in der Stadt auch zum Wohl des Handels und der Gastronomie fördern. Dazu zählen zum einen die NW-Gutscheine, von Stadtmarketing, WEG und Willkomm ins Leben gerufen. „Schenken Sie Ihren Lieben Freude und unterstützen Sie gleichzeitig Ihre Stadt, indem Sie Geschenkgutscheine für ihr Neustadter Lieblingsgeschäft oder Stammlokal erwerben. Jeder Euro, den Sie hier ausgeben, leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der heimischen Unternehmen“, betonen die Initiatoren.

Die Gutschein-Kampagne startet am ersten Adventswochenende. Genannte Einrichtungen unterstützen auch die TKS-Postkarten-Aktion, an der sich viele Geschäfte in der Innenstadt beteiligen. Zu erkennen sind die teilnehmenden Geschäfte an den Plakaten mit dem Titel „Adventszeit mit Janosch“. Auf Kunden warten nicht nur Überraschungen und besondere Angebote an festgelegten Tagen, sie können ebenfalls an einem Gewinnspiel teilnehmen.

„Der Adventskalender wird die vorweihnachtliche Stimmung in der Stadt bestimmt heben“, so die Bürgerstiftung. Der Weihnachtsmarkt entfalle, es fehle die gewohnte Gemütlichkeit in fröhlicher Geselligkeit. „Aber die tägliche kleine Zeremonie, die das jeweilige neu bebilderte und beleuchtete Fenster begleitet, ist ein freudiges Ereignis, das von Corona-Vorschriften nicht beeinträchtigt wird. Es findet draußen und mit reichlich Abstand statt“, so die Organisatoren. anzi


Zur Person: Künstler Janosch

Horst Eckert, man kennt ihn als „Janosch“. FOTO: LIEVENTHAL/FREI
Horst Eckert, man kennt ihn als „Janosch“. FOTO: LIEVENTHAL/FREI

Janosch wurde 1931 in Hindenburg, Oberschlesien, als Horst Eckert geboren und lebt heute auf der Insel Teneriffa. Nach einem Aufenthalt in Paris zog er 1953 nach München, wo er an der Akademie der Bildenden Künste studierte, aber sein Kunststudium wegen „mangelnder Begabung“ nach einigen Probesemestern abbrechen musste. Danach arbeitete er als freischaffender Künstler. 1956 begann seine schriftstellerische Tätigkeit.

Ein Freund riet ihm, aus seinen Zeichnungen ein Kinderbuch zu machen, sein Verleger Georg Lentz schlug vor, er solle sich „Janosch“ nennen. 1960 erschien der erste Roman „Cholonek oder Der liebe Gott aus Lehm“. Anfang der 1980er-Jahre wurden Tiger, Bär und die Tigerente seine wichtigsten Figuren. Mit über 150 Büchern, zahlreichen Illustrationen und Filmen wurde Janosch in ganz Deutschland bekannt. Inzwischen sind seine Werke in 30 Sprachen erschienen. Unabhängig von den Büchern entstanden auch immer Zeichnungen,Gemälde und Druckgrafiken. Für das Zeit-Magazin schuf er den Janosch für Erwachsene: Herrn Wondrak. Die an ihn gestellte Fragen beantwortet dieser mit feiner Ironie in Bild und Text. anzi
                     

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