Anzeigensonderveröffentlichung
Sonderthemen aus Ludwigshafen
25.09.2019 Drucken

Ludwigshafen – Eine Stadt im Wandel

Zeigen, was sich abspielt in der Szene

Dass Ludwigshafen auch „wow sein“ kann, hat das WOW Art LU-Festival bewiesen – Online-Magazin bildet Vielfalt ab

Was kulturell in einer Stadt passiert, ist ein wichtiger Aspekt für deren Image. Ein lebendiges Kulturschaffen und ein vielfältiges Erlebnisangebot machen Lust darauf, hier zu leben. Das weiß man auch im Kreise der IHK-Tischrunde. Und deshalb hat sie von Anfang an einen Schwerpunkt bei der Förderung der Kulturszene gesetzt.     

Fand viel Resonanz: das WOW Art LU-Festival. Die Ausstellungen liefen von August bis November 2017. FOTO: KUNZ
Fand viel Resonanz: das WOW Art LU-Festival. Die Ausstellungen liefen von August bis November 2017. 
FOTO: KUNZ

Da wurde zum Beispiel 2017 die Idee von Eric Seitz, Inhaber einer Ludwigshafener Werbeagentur, aufgenommen, ein nicht-kommerzielles Online-Veranstaltungsmagazin zu etablieren. Mit Unterstützung der Tischrunde konnte „WOW“ realisiert werden – der Name betont die allen Nörglern entgegengehaltene Überzeugung „Ludwigshafen kann auch wow sein“. Das „WOW“-Magazin – anzusteuern unter www.ludwigshafen-wow.de beziehungsweise auf Facebook unter /ludwigshafenWOW– ist konzipiert als „Einladung an alle Menschen aus der Region sowie an Besucher, gemeinsam mit uns Kunst zu feiern und Ludwigshafen so auch neu zu entdecken“, erklärt Seitz. Und so findet sich unter der Adresse ein breites Spektrum dessen, was in der Stadt, aber auch jenseits ihrer Grenzen kulturell abgeht.

Einen besonderen Akzent setzte das „WOW Art“-Festival 2017, das mit etlichen Veranstaltungen auch in leerstehenden – teilweise abrissreifen – Räumen einen Eindruck davon gab, welche Möglichkeiten die Macher in Sachen (Wieder-) Belebung ausgedünnter Areale sahen. Und die bei den Ludwigshafenern gut ankamen.

Auch Fotokunst gehörte dazu, hier präsentiert im GAG-Abrisshaus. FOTO: KUNZ
Auch Fotokunst gehörte dazu, hier präsentiert im GAG-Abrisshaus. FOTO: KUNZ

Das „Bespielen“ mit Kunst und Kultur von Orten, von denen sich Gewerbe- oder Handelsleben zurückgezogen haben, ist auch weiterhin ein Bestandteil der Bemühungen der Tischrunde im Engagement für ein besseres Stadt-Image.

Und Aufsehen erregende Kunst-Events unter der Ägide der Tischrunde stehen auch in der Zukunft an: Etwa das Projekt „Muralu“ – der Name nimmt den Begriff „Mural“ auf, der große Wand-Graffitti bezeichnet. In dessen Rahmen werden regionale, nationale und internationale Künstler nach Ludwigshafen eingeladen, um die Stadt zu verschönern. Ähnlich wie bei „Stadt.Wand.Kunst“ in Mannheim oder „Metropolink“ in Heidelberg, erklärt Eric Seitz, der mit dem „WOW“-Magazin die publizistischen Aufgaben zur Bekanntmachung des Projekts übernimmt. Konzeptionell ist es in eine Streetart-Ausstellung des Wilhelm-Hack-Museums eingebunden, die im Herbst kommenden Jahres eröffnet werden soll. wip


Um einen „Nukleus“ herum kann das Leben gedeihen

Beispielhaft Geschäftsleerstände umnutzen und neuen Ideen Bahn brechen soll die Innenstadtattraktivität fördern

Mit kulturellen Veranstaltungen neues Leben an Orte zu bringen, die durch die Entwicklungen der Zeit einsamer geworden sind, ist eines der von der Tischrunde geförderten Rezepte zur Aufwertung der Innenstadt. Ein anderes ist, Wohnraum und Lebensqualität zu schaffen für Menschen, die hier leben wollen, studieren oder arbeiten.

Intensiv wurde daran im Ringen um die Verwirklichung des „City Campus LU“ gearbeitet. Nach dem Aus für die Verlagerung des Hochschulstandorts in die Innenstadt laufen die Bemühungen der Tischrunde um gute Ideen und deren Umsetzung für vielfältigeres Leben und mehr Lebensqualität in der Innenstadt gleichwohl weiter – unter dem Signet „City Upgrade LU“.

Ein Ziel dabei, so erklärt der Tischrundenvorsitzende Mathias Berkel, sei die Schaffung von „Nuklei“ in der Innenstadt – das Wort ist der Plural des lateinischen Begriffs Nukleus, der „Kern“ bedeutet. Im Bezug auf die Stadtentwicklung meine Nukleus einen Ort, um den wie um einen Zellkern herum das Leben gedeihen könne. Werde etwa ein Leerstand mit neuen Funktionen versehen, beispielsweise zu Wohnraum, zur Kultur- oder Begegnungsstätte mit gastronomischen Angeboten gewandelt, schaffe das mehr Attraktivität und erhöhe schließlich auch die Standortqualität. Zumal dadurch, dass die erfolgreiche Etablierung eines Nukleus beispielhaft für weitere Projekte wirke.

Die Nukleus-Idee habe sich aus den Anregungen entwickelt, die das zweijährige ExWost-Projekt der Stadtverwaltung Ludwigshafen und dessen abschließendes Symposium Anfang April unter dem Motto „Neues Leben in der Ludwigshafener Innenstadt“ gegeben hätten. „ExWost“ steht für das Landesprogramm Experimenteller Wohnungs- und Städtebau.

Zur Realisation eines Nukleus, der seine Wirkung dauerhaft entfalten kann, bedürfe es auch der Überzeugung der Immobilieneigentümer. Und die lasse sich durch gute Anschauungsobjekte und deren sichtbare Wirkung fördern, sagt Berkel. Deshalb werde die Tischrunde die guten Erfahrungen aus dem Wow Art LU-Festival nutzen, um beispielhaft einen Leerstand zu „bespielen“. Allerdings nicht nur kurzfristig wie beim Kunstfestival, sondern längerfristig, um einen nachhaltig belebenden Effekt zu erzielen. Das Projekt steht unter dem Namen „Nukleus 1“ – wo konkret es verwirklicht werde, solle zu gegebener Zeit verraten werden.

Alle Anstrengungen um die gute Sache, das betont Mathias Berkel, verstehe die Tischrunde, die einen Querschnitt der gesamten Stadtgesellschaft biete, als gemeinschaftliche ehrenamtliche Förderung einer positiven Stadtentwicklung. Und damit biete sie allen involvierten städtischen Abteilungen ihre volle Unterstützung an. „Mit ihrem großen Netzwerk möchte die Tischrunde bei bereits laufenden und auch bei zukünftigen Projekten gerne aktiv zu deren pragmatischer Umsetzung beitragen.“ Eine zentrale Aufgabe der Runde sieht Mathias Berkel darin, „die Kommunikation, Koordination und Kooperation zwischen allen vorhandenen Playern aus Wirtschaft, Verwaltung, Bildung und Kultur zu fördern“. wip
   

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