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Verbandsgemeinde Maxdorf

Trend zu E-Bikes ungebrochen

Manfred Blachetta orientiert sich am Zeitgeist – Rekordjahr 2020

Handarbeit: Fahrradhändler Manfred Blachetta in seiner Werkstatt. FOTO: SCHERZINGER

29.07.2021

Seit 40 Jahren verkauft Manfred Blachetta in Maxdorf Fahrräder: Dabei hat der ehemalige Radrennfahrer die Entwicklung des Radsports und auch des Rades miterlebt. Über die Jahre kamen immer neue Trends an Modellen, die er verkaufte. Inzwischen werden etwa mehr E-Bikes als normale Räder nachgefragt. Auch um Inspektionen und Reparaturen kümmert sich der Fahrrad-Schrauber gern, sofern er denn die dafür nötigen Ersatzteile bekommt. Ausgelöst durch die Corona-Pandemie sind Lieferketten und Produktionsstandorte vorübergehend ausgefallen, so dass er jetzt manchmal lange Lieferzeiten einkalkulieren muss.

„Das hatten wir so in vier Jahrzehnten tatsächlich noch nie“, resümiert Manfred Blachetta. Immer wieder müsse er auch Kunden auf einen späteren Termin vertrösten, Ketten oder so genannte Kassetten, die Ritzel am Hinterrad, sind derzeit in manchen Ausführungen gar nicht oder nur sehr schwer zu bekommen. „Gerade für kleine Händler sind diese Lieferengpässe ein Problem: Große Ketten können ganze Kontingente aufkaufen und sich in zusammengeschlossenen Gesellschaften austauschen. Für kleine Fahrradläden, die sich nichts auf Vorrat hinlegen können, bleibt dann zeitweise nichts mehr übrig.“

Doch beschweren will sich Blachetta nicht. In vier Jahrzehnten hat sich der gelernte Zweiradmechaniker immer wieder in neue Entwicklungen eingearbeitet: mit Enthusiasmus. Natürlich vermisse er immer mal wieder auch das Handwerkliche, für einige neuere Entwicklungen an E-Bikes bekommt er inzwischen Hilfe vom Hersteller am Computer. „Fahrräder sind heute mit Motor und Batterie und Schaltung so komplex, das kann ein Mensch alleine gar nicht mehr verstehen.“

Nachgefragt werden seit einigen Jahren auch bei ihm im Geschäft vor allem E-Bikes. Der Trend zu längeren Radtouren, die man nur ab und zu macht, setzt sich fort. Und ab einer gewissen Distanz werde es mit reiner Körperkraft für ungeübte Fahrer eben durchaus anstrengend – hier hilft die Motorkraft weiter. Blachetta warnt jedoch davor, ungeübt auf solch ein Fahrrad mit E-Motor aufzusteigen. „Viele unterschätzen das Gewicht und das dadurch erschwerte Handling des Rades. Man sollte sich schon langsam an das Fahren mit E-Bike rantasten und zwei Dinge beachten: Einerseits sollte immer genügend Luft auf den Reifen sein, sonst wird das Steuern noch schwieriger, und zweitens sollte man Vorsicht walten lassen.“ Nur weil man vermeintlich lockerleicht und schnell dahindüsen kann, müsse man trotzdem auch auf dem Radweg Rücksicht auf Kinder, Spaziergänger und generell andere Verkehrsteilnehmer nehmen.

Noch macht Blachetta, der inzwischen über 70 Jahre alt ist und vor allem Räder der Marke Campus verkauft, das tägliche Werkeln in der Werkstatt Spaß. 2020 war das beste Jahr seines Ladens – coronabedingt wollten alle ein Fahrrad kaufen. 2021 wird nicht ganz an die Zahlen vom Vorjahr ranreichen – dafür fehlten einfach Räder und Ersatzteile. „Aber das ist kein Problem. Es läuft gut“, sagt Blachetta, der gerade in Gesprächen mit einem möglichen Nachfolger ist. „Es wäre toll,¨wenn der Laden erhalten werden würde. Sonst gibt es ja bald nur noch große Fahrrad-Ketten.“ hah

Info

Radsport Blachetta:
Hauptstraße 47, 67133 Maxdorf
Telefon: 062378970
Internet: www.radsportblachetta.homepage.t-online.de


Einfacher Online-Test für Heizungsanlagen

Ab wann sich eine neue Anlage lohnt

Laut Bundesumweltamt handelt es sich bei 80 Prozent der Gebäude in Deutschland um Ein- oder Zweifamilienhäuser, die mehrheitlich 1979 oder früher erbaut wurden. Entsprechend alt und überholt sind deren Heizsysteme, die zudem umweltschädliches Kohlendioxid ausstoßen. Für die Besitzer eines Eigenheims wird es jetzt noch leichter und kostengünstiger, Abschied von der alten Heizanlage zu nehmen. Auf Dauer niedrige Betriebskosten und das gute Gewissen, die Umwelt zu schonen, sind dabei inklusive.

Für den anstehenden Generationswechsel empfiehlt es sich, genau hinzuschauen, welche Anlagen effizient sind. Dabei hilft ein Blick auf die Effizienzklasse, denn auch für Heizungen gilt die Einordnung von A++ bis D. Ebenfalls zu prüfen: Verursacht der Einbau eines neuen Heizsystems zusätzliche Kosten, etwa für Erneuerung der Heizkörper oder Dämmung der Rohrleitungen?

Umfassend informieren können sich Eigentümer über das kostenfreie Online-Tool des EU-Horizon 2020-Projekts „Harp“ (Heating Appliances Retrofit Planning). Mit seiner Hilfe wird festgestellt, wie viel Energie das bestehende Heizsystem verbraucht und welche alternativen Anlagen für einen Tausch geeignet sind. Darüber hinaus zeigt das Tool, welche bundesweiten Förderungen aktuell zur Verfügung stehen. Allein durch den Einbau eines neuen effizienteren Heizgerätes lassen sich im Mittel 15 Prozent an Heizkosten und CO2-Emissionen einsparen. Fehlende Angaben ergänzt die Online-Hilfe mit Durchschnittswerten und kategorisiert das vorhandene Heizsystem in eine Effizienzklasse. Auf der Webseite www.zukunft-haus.info/harp steht das Tool zum Heizungscheck kostenlos zur Verfügung. Es liefert zudem eine Schätzung über die mit der Heizung verbundenen Kosten, beispielsweise für Energieverbrauch und Wartung. Ein Überblick der effizientesten Alternativen auf dem Markt wird erstellt. Dazu gibt es eine Liste der möglichen Vorteile wie Energie- und Kosteneinsparungen, Reduzierung der CO2-Emissionen, Verbesserung der Raumluftqualität und Lärmminderung.

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt das Wirtschaftsministerium (BMWi) aktuell den Einbau energieeffizienter Heizsysteme. Zur Wahl stehen ein zinsverbilligter Kredit mit Tilgungszuschuss sowie ein Direktzuschuss in Höhe von mindestens 20 Prozent der anzurechnenden Kosten der neuen Heizungen. msw/Quelle: djd