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12.12.2019 Drucken

Ludwigshafen-Friesenheim

Stadtteil-Bibliothek Friesenheim: Von Rache, Liebe und Freundschaft

In der Stadtteil-Bibliothek gibt es viel spannenden Lesestoff – Nicht nur für die Weihnachtszeit

Stadtteil-Bibliothek Friesenheim: Von Rache, Liebe und Freundschaft

Liest selbst gerne und hat Tipps für Besucher parat: Petra Böhnke-Frey, Leiterin der Stadtteil-Bibliothek in Friesenheim. FOTO: BRÄUNLING

Wenn es draußen kalt und neblig ist, tut es besonders gut, mit einem Buch in der gemütlichen Stube zu sitzen und sich in eine andere Welt entführen zu lassen. Genügend Lesestoff gibt es in der Stadtteil-Bibliothek Friesenheim. Kinder werden dort genauso fündig wie Erwachsene.

Bilder- und Wissensbücher, Romane, Zeitschriften, Hörbücher, CDs, CD-ROMs, DVDs, Spiele und Broschüren gibt es in der Stadtteil-Bibliothek in der Spatenstraße 5 in großer Auswahl. „Sollten wir ein gewünschtes Buch nicht im Sortiment haben, können wir es in der Zentrale bestellen“, erklärt Petra Böhnke-Frey, Leiterin der Bibliothek.

Auch Veranstaltungen werden in der Bücherei angeboten. „Am Freitag, 13. Dezember, ist um 15 Uhr die Adventsfeier für die Lesetiger“, kündigt Böhnke-Frey an. Brigitte Klein-Lemcke wird dann mit den Leseanfängern die Welt der Bücher entdecken und anschließend basteln.

Schon für Kinder ab zwei Jahren ist das Kamishibai-Theater mit Benno Bär am Mittwoch, 15. Januar, geeignet. „Bei dem aus Japan stammenden Erzähltheater wird etwas zu Bildern erzählt, die in einem Rahmen befestigt werden und im Verlauf der Geschichte wechseln“, erklärt Böhnke-Frey.

Auf einem kleinen Tisch, auf welchem allerlei zum Entleihen bereit liegt, steht ein weihnachtlicher Strauß. „Die Papierengel, die daran hängen, sind im vergangenen Jahr bei einem Upcycling-Kurs aus nicht mehr benötigtem Notenmaterial entstanden“, berichtet die Bücherei-Leiterin. Viele der Bücher, die sie empfiehlt, hat sie selbst gelesen und kann so Besuchern einige Tipps geben.

Wer noch schnell etwas Weihnachtliches zum Lesen braucht, ist mit „Driving home for Christmas“ gut beraten. „Das ist ein Mix aus Rezepten, Geschichten und Basteleien“, weiß Böhnke-Frey. Früher seien reine Baste- loder Kochbücher gefragt gewesen, inzwischen lägen Bücher, die verschiedene Themen vereinten, im Trend.

Genießer, die (nicht nur) an Weihnachten „Besser essen ohne Zusatzstoffe“ wollen, sollten das gleichnamige Buch von Annette Sabersky zurate ziehen.

Zu den empfehlenswerten Regionalkrimiautoren zählt Böhnke-Frey Wolfgang Burger. Seine Krimis spielen in Heidelberg, der Autor hat auch schon in der Friesenheimer Bibliothek gelesen. Sein gerade erschienener Fall heißt „Wenn Rache nicht genügt“.

Interessant zu lesen sei „Blackbird“ von Matthias Brandt. „Ich habe mich darin ein Stück weit wiedergefunden“, offenbart die Bücherei-Leiterin. Im Roman geht es um die Geschichte eines 15-Jährigen, dessen Eltern geschieden sind, der sich das erste Mal verliebt und dessen Freund schwer krank ist.

Pappbilderbücher für die Kleinsten und Jugendliteratur liegen ebenfalls zur Ausleihe bereit. Nicht fehlen dürfen laut Böhnke-Frey in ihrer Auswahl „Gregs Tagebuch“, und bei den Hörbüchern die „Teufelskicker“.

Böhnke-Frey ist die einzige Angestellte der Bibliothek. Unterstützung bekommt sie von ehrenamtlichen Helfern, wofür sie sehr dankbar ist, sich aber über weitere Unterstützer freuen würde. Wer Interesse an dieser Tätigkeit habe, könne einfach mal zu den Öffnungszeiten vorbeikommen. srä

INFO

Stadtteil-Bibliothek Friesenheim:
Spatenstraße 15, 67063 Ludwigshafen
Öffnungszeiten: Mi 10 bis 12 Uhr, 13 bis 18 Uhr; Fr 10 bis 12 Uhr, 13 bis 17 Uhr; geschlossen zwischen Weihnachten und Neujahr


„Gutes Handwerk kann man schmecken“

Bäckerei Theurer vertreibt in der Vorweihnachtszeit Winzerstollen und zwölf Sorten Gebäck – Neues Firmenkonzept

Typisch mit Schokoglasur: „Rehrücken“ der Bäckerei Theurer zur Weihnachtszeit. FOTOS: SIGLE/ SANDERS/THEURER/FREI
Typisch mit Schokoglasur: „Rehrücken“ der Bäckerei Theurer zur Weihnachtszeit. FOTOS: SIGLE/ SANDERS/THEURER/FREI

Elke und Markus Sigle haben Anfang Februar die Bäckerei Theurer übernommen. Im November sind sie ins Weihnachtsgeschäft gestartet. Und getreu dem Motto, das sie sich gegeben haben, alles selbst und ohne Geschmacksverstärker herzustellen, haben der Bäckermeister und Barista und die Konditormeisterin, Betriebswirtin im Handwerk und ebenfalls Barista gemeinsam mit dem Team alles selbst gemacht: Insgesamt haben sie viereinhalb Tonnen Gebäck (zwölf Sorten) und weitere weihnachtliche Backwaren produziert, die natürlich auch in der Filiale in der Sternstraße verkauft werden.
  

Herr Sigle, wie kommt das Weihnachtsgebäck an?

Sehr gut, Die Rückmeldungen in unseren derzeit 22 Filialen sind positiv. Natürlich schmecken einige Plätzchen, darunter Schokomuscheln, Teegebäck, Anisplätzchen, Zimtsterne und Bärentatzen anders als vor unserer Zeit. Aber die Kunden merken, dass wir etwas positiv verändern wollen – und gutes Handwerk kann man schmecken.Und ich bin auch interessiert an Kritik: Man kann nie den Geschmack von allen treffen, aber wenn mir Kunden glaubhaft versichern, etwas sei zu süß oder zu hart, wird das selbstverständlich intern geprüft und gegebenenfalls nachgebessert.

Stichwort Stollengebäck: Seit November gibt es den Winzerstollen bei Theurer, was hat es damit auf sich?

Mir war klar, wenn ich Stollen anbiete, dann einen besonderen. Und hier in der Pfalz passt doch nichts besser zusammen als Gebäck und Wein. Daraufhin habe ich den Winzerstollen kreiert. Die Früchte im Teig sind 72 Stunden in Riesling gebadet worden, das gibt dem Stollen eine ganz besondere Note. Butterzart und aromatisch sollte der Stollen werden, und viele Kommentare haben mir das bestätigt. Das Stollenkonfekt wird aber aus „normalem“ Stollen zubereitet.
  

Markus Sigle
Markus Sigle

Sie arbeiten im Marketing, auf den Firmenfahrzeugen und auch auf den Wänden, etwa in der neu gestalteten Filiale in der Schwetzinger Straße, die kürzlich in Mannheim eröffnet hat, viel mit Slogans, darunter: „100 Prozent Herzblut“ – die neue Marke von Theurer, „Wer nicht backt, der nicht gewinnt“, „Alles muss man selber machen“ und „Handwerk heißt: Auch mit dem Herzen zu backen“. Warum?

Ich und meine Frau Elke hatten vor drei Jahren die Vision, wenn wir eine Bäckerei führen, dann ehrlich und mit Backkunst, wie es sie vor 100 Jahren schon gab. Brote, Brötchen und andere Backwaren sollen schmecken, wie die darin verwendeten natürlichen Inhaltsstoffe, wir wollen den Teigen die Zeit geben, die sie zum Reifen brauchen und kommen ohne zusätzliche Geschmacksverstärker und Zusätze aus. Diese Veränderung muss aber transparent nach außen gegeben werden, und sie muss griffig sein. Wir wollen überzeugen, mit Design, Service, Freundlichkeit und Image, aber ganz generell zuvorderst mit köstlichen Broten, Brötchen, süßen Teilchen und herzhaften Backwaren.

Was gehört noch zur neuen Firmenphilosophie?

Wir versuchen, so nachhaltig wie möglich zu produzieren. Dazu zählen ressourcenschonende Produktion und energetisches Sanieren. In allen Läden haben wir die „TooGood ToGo“ - App im Einsatz. Damit bekommen Kunden in den einzelnen Filialen jeweils eine halbe Stunde vor Schließung eine gemischte Backwaren-Tüte im Wert von 12 Euro für 3,90. Die Tüten können morgens schon per App online bestellt und bezahlt und abends abgeholt werden, die sind meist nach wenigen Stunden vergeben. Das Konzept funktioniert, weitere Ideen sind in Planung. Aber auch hier gilt ein Motto: „Veränderung ist wie gutes Brot, sie braucht Zeit“. Interview: hah

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