Anzeigensonderveröffentlichung

Ludwigshafen-Friesenheim

Farbe mit Handwagen zum Kunden gezogen

Malerbetrieb Oskar Fröhlich wird 100 Jahre alt – Firmengründer Emil Fröhlich war als Handwerker nach Explosion in BASF-Werk gefragt

Kleiner Namensgeber mit großem Pinsel: Oskar Fröhlich (vorne Mitte) führte den Malerbetrieb 1964 bis 2001, seit 21 Jahren ist sein Sohn Klaus für das Geschäft verantwortlich. Emil Fröhlich (Bildmitte) gründete den Betrieb im März 1922. REPRO: FRÖHLICH/FOTO: SCHENK

18.05.2022

100 Jahre Firmenbestehen – das ist schon was“, freut sich Malermeister Klaus Fröhlich (46) aus Friesenheim. „Nicht, dass ich mir persönlich auf die Schulter klopfen oder den Erfolg alleinig zuschreiben will“, unterstreicht er. Der Löwenanteil des Verdienstes gebühre dem Großvater und dem Vater.

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Großvater Emil Fröhlich hatte im März 1922 das Malergeschäft in der Friesenheimer Carl-Clemm-Straße gegründet. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg, mit Inflation, politischen Unruhen und wirtschaftlicher Zerrüttung kein leichtes Unterfangen. Doch die Explosionskatastrophe im Oppauer Werk der BASF im Herbst 1921 sorgte hier für andere Startbedingungen als anderswo im Lande. Nach dem Unglück war die Nachfrage nach Handwerkerleistungen regelrecht explodiert. Tausende Explosionsopfer waren obdachlos geworden. Ganze Straßenzüge in Oppau zerstört. Auch in den umliegenden Ortschaften gab es erhebliche Schäden. Hier war Arbeit für ein ganzes Heer von fleißigen Handwerkern geboten. Die Anzeigenseiten der Zeitungen geben Kunde von vielen Neugründungen bei Malern, Glasern, Gipsern und anderen Gewerken des Hoch- und Innenausbaus.

Klaus Fröhlichs Vater Oskar Fröhlich – nach ihm ist die Firma heute noch benannt – hat 1964 den Betrieb übernommen. Wie seine drei Brüder Heinz, Erich und Werner hatte er Maler gelernt, zuvor allerdings eine Kaufmannsausbildung absolviert. Die Brüder Werner und Erich sind im Krieg gefallen. Heinz Fröhlich machte seinen Malermeister und studierte später Architektur. So blieb es bei Oskar Fröhlich, die Firma fortzuführen.

Gewerbeverein Friesenheim

Dessen Sohn, Malermeister Klaus Fröhlich, verweist stolz auf historische Aufnahmen aus der Frühzeit der Firma. „Damals war die Arbeit viel körperlicher“, erläutert er. Man sei zu Fuß mit schwer beladenen Handwagen zu den Kunden gezogen. Die Farben hätte der Maler selbst ansetzen müssen, mit Leim, Binder, Pigment und Kreide. Viele Anstrengungen dieser Zeit wurden nach und nach durch moderne Produkte und Maschineneinsatz erleichtert. So habe sich das Berufsbild des Malers gewandelt. „Heute fließen da viele Gewerke ineinander“, sagt der Handwerksmeister. Er mache auch Verputzarbeiten und Bodenbeläge. Auch energetische Sanierung steht im Leistungsangebot der Firma. Da brauche man flexible Facharbeiter, Spezialisten wie Allrounder. Gerne würde er auch ausbilden. Dazu seien Deutschkenntnisse, Motivation ein Abschluss der Haupt- bzw. der Realschule Plus erforderlich.

Klaus Fröhlich hat im elterlichen Betrieb gelernt und 2001 das Geschäft übernommen. In seiner Jugend war es schon nicht mehr selbstverständlich, dass der Sohn den Beruf des Vaters ergreife, unterstreicht er. Und für seine Söhne solle es auch keinen Druck in dieser Richtung geben. Für sich und seine Firma sehe er für die nächsten 20 Jahre noch eine gute Perspektive, erläutert der Handwerksmeister. Aktuell hat Fröhlich sieben Angestellte, die sowohl für gewerbliche und private Kunden als auch für die Industrie und Architekten ein breites Spektrum an Tätigkeiten anbieten. enk

Info

Fröhlich – der Malermeister
Carl-Clemm-Straße
67063 Ludwigshafen
Telefon: 0621 695267
Internet: www.maler-froehlich.de